Allgemeine Berichte | 29.02.2024

Informationsabend im Marienkrankenhaus Cochem

Lass Darmkrebs nicht dein Schicksal sein

Cochem. Darmkrebs ist mit rund 61.000 Neuerkrankungen pro Jahr die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Es handelt sich um eine Erkrankung, der vor allem durch Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen wie die Darmspiegelung (Koloskopie) begegnet werden kann. Seit Einführung der Vorsorgeuntersuchung für Menschen ab 50 Jahren ist die Zahl der Neuerkrankungen in der Altersgruppe der 50- bis 74-Jährigen um 17 Prozent zurückgegangen.

In den meisten Fällen entwickeln sich Tumore aus gutartigen Vorstufen. „Bei 30 Prozent unserer Patienten finden wir während einer Darmspiegelung so genannte Darmpolypen, die wir bei der Untersuchung sofort entfernen können. Zwar entwickelt sich nicht jede Veränderung zu einem bösartigen Tumor, jedoch ist nach der Entfernung eine Krebsbildung so gut wie ausgeschlossen“, erklärt Dr. med. Ekkehart Walle Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I, Gastroenterologie, Kardiologie.

Wird bei einer Untersuchung ein Tumor im Darm diagnostiziert, steht eine Operation an. „Je nach Größe und Lage des entarteten Gewebes entscheiden wir, ob wir minimal-invasiv oder über einen Bauchschnitt operieren. Ziel ist es, den Tumor mit allen angrenzenden Lymphknoten möglichst vollständig zu entfernen und die Darmpassage wiederherzustellen. Werden die Tumoren erst spät diagnostiziert, ist eine anschließende Chemotherapie notwendig“, erklärt Professor Dr. med. Robert Brauer, Chefarzt der Chirurgie I, Allgemein- und Viszeralchirurgie, am Marienkrankenhaus Cochem.

Um Betroffene und Interessierte über das Thema Darmkrebs mit seinen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zu informieren, lädt das Marienkrankenhaus Cochem im Rahmen des Darmkrebsmonats am Donnerstag, 14. März um 16.30 Uhr zum Vortrag „Lass Darmkrebs nicht dein Schicksal sein“ ein. Im Anschluss ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

Weitere Informationen unter www.marienkrankenhaus-cochem.de. BA

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