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Über 7000 junge Muslime bildeten die größte Deutschlandflagge auf dem ehemaligen Mendiger Flugplatz

Muslime zeigen in Mendig Flagge

38. Jahresversammlung der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation

10.10.2017 - 08:00

Mendig. Auf dem Gelände des ehemaligen Mendiger Flugplatzes fand die 38. Jahresversammlung der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation statt, die mit 12.000 aktiven Mitgliedern zu den größten und ältesten muslimischen Jugendverbänden Deutschlands zählt. Trotz Dauerregens und mitunter starken Sturmböen waren über 7.500 Mitglieder aus ganz Deutschland angereist. Darunter befanden sich etwa 60 Personen aus Neuwied und etwa 100 Kinder und junge Erwachsene aus dem Kreis Mayen-Koblenz.

Die von über 1.600 ehrenamtlichen Mitarbeitern initiierte Jahresversammlung ist ein Kernbestandteil der Jugendarbeit der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation und wird von den Beiträgen der Mitglieder und Spenden finanziert. „Das Ziel unserer Projekte, wie auch dieser Veranstaltung, ist die Förderung der muslimischen Jugendarbeit. Das heißt, es werden außerschulische Förderungsmaßnahmen sowohl in Wissens- als auch in sozialen Kompetenzen durchgeführt, aber es wird auch ein Stück weit die Inspiration und Motivation für gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein gefördert“, so die Organisatoren.

Auf dem Programm der Veranstaltung standen verschiedene Wettkämpfe. Geboten wurde ein breit gefächertes Sportangebot, wie zum Beispiel Fußball, Cricket, Leichtathletik, Basketball und Volleyball sowie Wettbewerbe zur Wissens- und Kompetenzerweiterung (zum Beispiel: Rezitations-, Gedichts-, und Rhetorikwettbewerb), Ausstellungen, ein Survival Coaching, ein Arche Noah-Zelt, in dem auf eine audiovisuelle Zeitreise von den Anfängen des Islam bis heute eingeladen wurde, sowie Begegnungsräume, wie ein „Khuddam“-Café, in dem man sich bei heißem Kaffee und süßem Gebäck aufwärmen konnte, ein Bücherladen, ein Bazar oder am Abend ein Lagerfeuer.

„Vor dem Hintergrund gegenwärtiger gesellschaftlicher Turbulenzen sind wir als Teil der Zivilgesellschaft auch regelmäßig darum bemüht, versöhnliche Impulse zu setzen“, erklärt Hasanat Ahmad, der Bundesvorsitzende der Jugendorganisation gegenüber „Blick aktuell“. Dies war auch der Grund dafür, dass man bei der diesjährigen Versammlung mit allen anwesenden Mitgliedern die größte Deutschlandfahne stellen wollte, die dann mit Hilfe einer Drohne als beeindruckendes Foto dokumentiert wurde. Ebenso wie die Organisation der dreitägigen internen Veranstaltung, war auch alleine schon die Regie für das Stellen der Deutschlandflagge eine logistische Herausforderung, die von den verantwortlichen Organisatoren bravourös bewältigt wurde.


Bedingungsloses Bekenntnis als loyale Bürger


„Mit dem Motto der Aktion ‚Muslime zeigen Flagge‘ möchten die jungen Muslime ihr klares, bedingungsloses Bekenntnis als loyale Bürger zum Ausdruck bringen. Für die Jugendlichen gilt: ‚Die Liebe zum Heimatland, also die Liebe zu unserem Deutschland, ist auch ein Teil unseres Glaubens. So ist es nur selbstverständlich, dass wir uns zu Deutschland bekennen und unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten möchten“, so der Pressesprecher der Muslim Jugendorganisation Ahmadiyya, Iftikar Malik im Gespräch mit „Blick aktuell“. Auf die Frage, warum die Veranstaltung, die bisher in Karlsruhe ausgerichtet wurde, nun in Mendig stattfindet, sagte Iftikar Malik: „In Karlsruhe stand uns zwar das Messegelände zur Verfügung, allerdings war zum Beispiel der Sportplatz ca. drei Kilometer entfernt und hier in Mendig bietet sich die Möglichkeit, alle Spiel, Wohn- und Veranstaltungsflächen zu bündeln.“

Um einen friedlichen Verlauf der Veranstaltung gewährleisten zu können, waren nach Aussage des Pressesprechers nur Mitglieder eingeladen. Außerdem befand sich auf dem Gelände eine professionell ausgestattete Kontrollstation, die jeder Teilnehmer passieren musste. Allerdings hatte die regionale Presse die Möglichkeit, das bis ins kleinste Detail geplante Event auf dem Mendiger Flugplatz mit seinen Angeboten in Augenschein zu nehmen, sowie bei der beeindruckenden Aufstellung der Deutschlandflagge live dabei zu sein.

Die Polizei in Mayen lobte gegenüber „Blick aktuell“ die „hervorragend organisierte Veranstaltung“ und sagte, sie sei lediglich damit befasst gewesen, den An- und Abreiseverkehr zu regeln.

Übrigens gibt es auch eine unabhängige Frauen- und Mädchenorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat, die den Namen „Lajna Immaillah“ trägt und 1922 gegründet wurde. Da auch die Frauen und Mädchen jedes Jahr eine ähnliche Veranstaltung organisieren, wäre es evtl. sogar möglich, dass auch diese von der Mendiger Gastfreundschaft einmal Gebrauch machen werden.

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Kommentare
14.10.2017 19:19 Uhr
Michaella Lau schrieb:

Wer derat offensive Diskriminierung von Frauen als Integrationswille und Bekenntnis zur deutschen Heimat verkaufen will, ist noch mindestens ein Jahrhundert von der deutschen Lebenswirklichkeit entfernt. Kein Grund zum feiern.



13.10.2017 18:22 Uhr
Yvonne Schulz schrieb:

Ein Bestandteil einer chauvinistisch-sexistischen, neuen deutschen Gesellschaft. Bitte kein arabisches Mittelalter mehr. Frauen müssen leider draußen bleiben. Schön, dass die Frauen dieser islamischen Sekte (türkische Freundin nennt diese Leute so) ihre eigene züchtige Feier haben. Ich als Frau möchte mit diesen unterworfenen Frauen und ihren Walis bitte nichts zu schaffen haben. Für die bin ich eine unreine .... Die Frauen dieser Gruppe tragen sogar häufig Handschuhe und dürfen keine Männer berühren. Voll angekommen in Europa? Ein Artikel aus der journalistischen Blase und ein Oxymoron. Realsatire pur.



13.10.2017 15:08 Uhr
Angelika Mallmann schrieb:

Dieser Bericht zeigt genau, was in Deutschland schief läuft, wenn es um Integration und Islamismus geht: Es wird nicht genau hingeschaut. Die Politik (und anscheinend auch die JournalistInnen des Krupp Verlages) geben sich mit einem mündliches Bekenntnis ("Wir sind Teil der Zivilgesellschaft") und einem hübschen Bild (Oh, eine Deutschlandflagge!) zufrieden. Und übersehen dabei den Elefant im Wohnzimmer: dass es sich bei Ahmadiyya um eine fundamentalistisch geprägte muslimische Jugendorganisation handelt, die auf strikte Trennung der Geschlechter besteht - und darüber hinaus auf Kopftuchzwang für Frauen. Hochzeiten nur innerhalb der Gemeinde erlaubt sowie Homosexualität als "unnatürlich" brandmarkt. Und sowas soll "vorbildliche Integration" sein?



11.10.2017 21:51 Uhr
Franz Ertel schrieb:

Hier segnen Journalisten Frauendiskriminierung "im NamenDeutschlands" als vollständig normal ab. Meine Güte! Fassen Sie nach! Schreiben Sie einen zweiten Artikel, der diese verfassungsfeindliche Seite dieser organisation und dieser konkreten Aktion aufzeigt!



11.10.2017 13:36 Uhr
Matthias Kuntze schrieb:

Habe ich es richtig verstanden, dass Mädchen und Frauen auf diesem Foto nicht teil genommen haben? Na, ich habe jedenfalls verstanden, was unsere muslimischen Mitbürger unter einem Deutschlandbekenntnis verstehen! Sie auch? Was genau beschreibt eigentlich ihre Arbeit als Journalist? Politisch korrekte Hofberichterstattung? Warum kommentieren Sie nicht diese belächelnswert ungelenke sexistische Pressemeldung eines muslimischen Interessenverbandes entsprechend? Schade, versagt, das wäre ihre Pflicht gewesen.



09.10.2017 15:39 Uhr
Klaus92..0 schrieb:

Sehr schön. Hiermit zeigt die Ahmadiyya Gemeinde dass sie ein Bestandteil unsere deutschen Gesellschaft sind.
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J. Holstein:
Es steht zu hoffen, dass die Planer bei einer zukunftsfähigen Lösung für die Innenstadt nicht ausschließlich für das Verkehrsmittel Auto planen. Während man in vielen Städten ja bereits verzweifelt überlegt wie man Belastung in den Innenstädten verringern kann, sollte man in Sinzig aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und bei der Planung den Fokus auf die emissionsfreien Verkehrsmittel Fahrrad und Füße richten. Eine Anbindung an den Bahnhof oder die Ahr muss in Sinzig nun definitiv nicht auf Autoverkehr ausgerichtet sein - zum Glück sind es ja jeweils nur wenige hundert Meter! Mit einem vernünftigen, funktionierenden Leihradkonzept, echten Radwegen und einer autofreien Anbindung an Wanderstrecken könnte Sinzig seine Attraktivität als touristisches Ziel zukunftsfähig ausbauen.
Michael Daum:
CDU fordert...so so. Wer fordert, sollte eigentlich auch bezahlen. Das hat man hier auch mit überreichlich viel Steuergeld der Bürger (nicht der CDU) getan. Erst das Objekt überteuert kaufen, dann für viel Geld abreißen und sich dann zum Fototermin aufbauen. So einfach geht Poltik. Aber wenn man einen Goldesel namens Bürger hat, dann ist das ja alles kein Problem. Dann noch ein Brunnen auf der Verkehrsinsel? Möchte mal wissen, wie der bei diesem Verkehr nach 2-3 Jahren aussieht. Wahrscheinlich genau so wie die vor Jahren "begrünten" Überquerungshilfen, von denen heute nur noch der Schotter übrig ist. Aber schöner Schein ist ja ohnehin das, was die Stadt am besten kann.
Uwe Klasen :
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