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200. Geburtstag des Kreises Ahrweiler

Noch etliche weitere Jubiläen zu feiern

07.01.2016 - 09:01

Kreis Ahrweiler. Der Untergang der französischen Armee in Russland 1812/13 ließ Napoleons Stern sinken; seine Herrschaft, die sich auch über linksrheinische Gebiete erstreckte, zerbrach.

Im Zuge der territorialen und politischen Neuordnung Mitteleuropas, die darauf folgte, kamen die Rheinlande auf dem Wiener Kongress 1814/15 zu Preußen. Die Geburtsstunde des Kreises Ahrweiler und des früheren Kreises Adenau als Teile der preußischen Rheinlande schlug dann im Jahr darauf, am 14. Mai 1816. Franz Heinrich von Gruben, Miteigentümer von Schloss Gelsdorf, wurde erster Landrat des AW-Kreises. Zuvor war er Bürgermeister von Gelsdorf und Kreiskommissar des 1932 aufgelösten Kreises Adenau.


Weitere Jubiläen


Guten Grund zum Feiern hat im neuen Jahr aber auch die Volksbank RheinAhrEifel eG als Zusammenschluss von 59 einst selbständigen Volksbanken. Die Älteste von ihnen, der ehemalige Spar- und Darlehenskassenverein für die Bürgermeisterei Antweiler, wurde vor 150 Jahren gegründet. Auch in Antweiler hatten die Bürger damals von den Ideen Friedrich Wilhelm Raiffeisens zur genossenschaftlichen Selbsthilfe gehört. So kam es, dass 45 Männer und eine Frau dort am 16. Dezember 1866 den ersten Darlehenskassenverein im heutigen Kreis Ahrweiler gründeten. Älter ist, eifelweit gesehen, lediglich der Bitburger Bankverein. Diese Informationen sind Ergebnis einer Recherche im AW-Wiki.

Genau 50 Jahre später, im Jahr 1916, wurde in Antweiler ein weiterer Verein gegründet: der Junggesellenverein Antweiler e.V., der in diesem Jahr sein Hundertjähriges feiern kann. Ihr 75-jähriges Bestehen kann die Are-Künstlergilde e.V. Bad Neuenahr-Ahrweiler feiern, die im Kriegsjahr 1941 im einstigen Weinhaus „Ratskeller“ in Ahrweiler gegründet wurde.

Darüber hinaus steht ein halbes Dutzend 50-jährige Jubiläen an:

Die Stadt Sinzig ist seit Juni 1966 mit der französischen Gemeinde Hettange-Grande partnerschaftlich verbunden. Im gleichen Jahr wird in der Barbarossastadt der Pistolen-Club Sinzig e.V. gegründet. Am 31. Juli 1966 wurde die Katholische Kindestagesstätte „St. Barbara“ in Weibern feierlich eröffnet - als Gemeinschaftswerk der Zivilgemeinde und der Katholischen Pfarrgemeinde. Am Tag darauf zogen die Kinder unter der Leitung von Schwester Juvenalis ein.

In Bad Neuenahr wurde im gleichen Jahr die Evangelische Kindertagesstätte „Arche Noah“ eröffnet. Und im Gasthaus „Geschwister Schmitz“ auf der Lützinger Höhe schlossen sich am 3. Dezember 1966 Närrinnen und Narren zur Karnevalsgesellschaft „Blau-Weiß“ Niederlützingen zusammen. In Remagen schließlich rief Sigrid Hoffmann die Evangelische Öffentliche Bücherei ins Leben, die sie selbst sechs Jahre lang, bis 1972, führte und die heute zu den aktivsten Büchereien im AW-Kreis gehört.

25-jähriges Bestehen kann im Jahr 2016 der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer für den Landkreis Ahrweiler feiern; er wurde im Jahr 1991 von den SKFM-Ortsvereinen Adenau, Ahrweiler und Remagen gegründet. Im September 2016 hat der als dreigruppige Einrichtung eröffnete Städtische Kindergarten Unkelbach Silberjubiläum, im Monat darauf der Tennis-Club Brohl-Lützing 1991. An Weihnachten des Jahres 1991 wurden in Bad Breisig die Römer-Thermen eröffnet - zunächst der Badebereich, im Juni 1992 dann auch die Sauna-Landschaft.

Zehnjähriges Bestehen kann die Leitstelle Demenz im Kreis Ahrweiler der Caritas feiern, die am 1. Februar 2006 in der Caritas-Geschäftsstelle in Ahrweiler eröffnet wurde.

Am Tag darauf ist das Ärztenetz Rhein-Ahr e.V. gegründet worden. Und eine Woche später, am 9. Februar, wurde das Haus der Kultur in Burgbrohl eröffnet. Einige Unternehmer aus der Grafschaft - Oliver Piske, Norbert Köp, Axel Müller, Franz-Josef Floßdorf, Achim Kleser und der Kommunikationswirt und Werbetechniker Jörg Gaeb - bereiteten ab Februar 2006 die Gründung des Teams Grafschaft e.V. vor, dessen Gründungsversammlung dann im Juni 2006 in Lantershofen stattfand.

Im Juli 2006 wurde die DFB-Eliteschule des Fußballs für Mädchen und Frauen am Calvarienberg Ahrweiler gegründet, die neun Jahre später, nach dem Niedergang des Frauenfußballs in Bad Neuenahr, allerdings wieder geschlossen wurde. Immerhin hieß es bei der Schließung, eine Neuauflage des Talentzentrums sei nicht auszuschließen, sollte es dem SC 13 Bad Neuenahr gelingen, sportlich an Erfolge des liquidierten SC 07 anzuknüpfen. Zehn Jahre alt wird im neuen Jahr auch der Verein Musikschule im Kreis Ahrweiler.

Nachdem der Kreistag Ahrweiler beschlossen hatte, die kreiseigene Musikschule zum 30. Juni 2006 zu schließen, nahm dieser Verein als Zusammenschluss selbstständiger Musiklehrer nach den Sommerferien des Jahres 2006 seine Arbeit auf.

Der im Jahr zuvor gegründete Verein Ahrtrüffel e.V. legte im Herbst 2006 in ehemaligen Rebenhängen in Bad Bodendorf einen Trüffelhain an. Grund zum Feiern gab es dort bereits im Herbst 2015, als dort die ersten Trüffel geerntet werden konnten. Zehnjähriges kann auch die Ahrweiler Tafel feiern, die 2006 damit begann, in Geschäften der Region Lebensmittelspenden zu sammeln und sie an Bedürftige weiter zu geben. Und auf Initiative von Horst Felten schließlich wurde im Dezember 2006 auf dem Platz an der Linde in Bad Neuenahr erstmals eine Krippe aufgestellt - nicht mit Figuren, sondern mit lebenden Menschen sowie mit echten Schafen, Ponys und einem Kälbchen.

Anton Simons

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat Andreas Biebricher:"Die ... Grünen ... maßen sich an, alleine zu definieren, was richtig ist, was man sagen darf und was nicht, kurz: was politisch und moralisch korrekt ist. Andersdenkende werden in die Ecke gestellt und stigmatisiert. Das ist intolerant und undemokratisch." --- Wie Recht Herr Biebricher damit hat! Und meine Anerkennung, den Mut zu haben dies so klar zu formulieren!
juergen mueller:
Dieses Thema geht uns ALLE an und ich stelle einfach mal in den Raum, dass die überwiegende Mehrheit der Ratsmitglieder, u.damit meine ich in erster Linie diejenigen der CDU,Freie Wähler sowie natürlich die AfD, die sich in Sachen Integration ja bereits einen Negativ-Namen gemacht hat u.macht im Aufsuchen einer Badeanstalt eine Minderheit ausmacht.Deshalb wäre eine Bürgerbefragung das Ziel gewesen.Das was hier mal wieder "im kleinen Rahmen" beschlossen wurde nenne ich intolerant u.undemokratisch.Die Aufklärungsarbeit von CDU-Biebricher ist widersprüchlich u.spiegelt seine alleinige Auffassung/Meinung dar,die zumindest mich nicht im geringsten interessiert,da sie kein Maßstab für die der Bürgerschaft darstellt.Politisch wurde sich (auch) mal wieder selbst übertroffen,indem Bade- u.Schulordnung Gegensätze aufzeigen,die inakzeptabel sind.Das was Sie,Herr Biebricher, hier predigen hat mit Offenheit,Respekt,Toleranz u.Aufeinanderzugehen nicht das Geringste zu tun.Das ist pure Polemik.
Uwe Klasen:
Mit den Worten einer (berühmten) Zeitgenossin: "Nun sind sie halt da! - Wir schaffen das!"

„Verschwunden – Letzte Spur Lahnstein“

JAHN, SABIENE :
Danke der Redakteurin für diesen guten Beitrag, der detailverliebt die Stimmung des Abends wiedergibt. Eine schöne Sprache hat sie. Ein kleiner Fehler ist leider unterlaufen. Nicht in Lahnstein fließen Rhein und Mosel zusammen, sondern in Koblenz. Das aber schmälert nicht den ansonsten gut recherchierten Beitrag. Glückwunsch Lahnstein, es war ein schöner Anlass in dieser tollen Stadt zu gastieren. Feiert froh durch das neue Jahr, Euerm Jubiläumsjahr! Beste Grüsse, Sabiene Jahn
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