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Verwaltungsrat der katholischen Pfarrgemeinde Gelsdorf

Pfarrkirche Gelsdorf strahlt jetzt nachts dank stimmungsvoller Außenbeleuchtung

Schon im Jahr 877 wird eine Kirche in Gelsdorf erwähnt - Nicht das letzte Projekt vor der Umsetzung der Synodenbeschlüsse

Pfarrkirche Gelsdorf strahlt jetzt nachts dank stimmungsvoller Außenbeleuchtung

Seit Kurzem besitzt die Pfarrkirche Sankt Walburga in Gelsdorf eine energiesparende Außenbeleuchtung, die vom Verwaltungsrat für insgesamt 7500 Euro angeschafft worden war.Foto: JOST

24.09.2019 - 10:02

Gelsdorf. Stolze 1142 Jahre lang lag die Gelsdorfer Kirche nachts im Dunkeln, doch seit wenigen Tagen hat dieser lichtlose Zustand endlich ein Ende. Der Verwaltungsrat der katholischen Pfarrgemeinde hat nämlich in Eigeninitiative dafür gesorgt, dass die Pfarrkirche Sankt Walburga jetzt eine stimmungsvolle Außenbeleuchtung besitzt. „Die dunkle Ecke mitten im Ort hat mich schon immer gestört, da musste etwas getan werden“, berichtet Verwaltungsrats-Vorsitzender Reinhard Eisenhart.

Gesagt, getan, schnell wurden insgesamt acht Außenstrahler angeschafft und in Eigenleistung montiert, jetzt werden das Kirchenschiff, der Turm und der barrierefreie Zugang an der Rückseite der Kirche mit warmem und sehr energiesparenden LED-Licht angestrahlt. Zuvor hatte man sich Rat bei den Kollegen in Ringen geholt, die erst vor Kurzem ihre Pfarrkirche mit einer Außenbeleuchtung ausgestattet hatten und ihre Lampen den Gelsdorfern sogar kollegial zum „Probeleuchten“ ausliehen.


Dämmerungsschalter erleichtert die Arbeit


Dabei achtete der Verwaltungsrat nicht zuletzt aus Kostengründen auch auf eine möglichst große Arbeitserleichterung, denn die Strahler mit insgesamt „nur“ 114 Watt besitzen einen Dämmerungsschalter, der die Lampen automatisch ein- und ausschaltet. „Bis Mitternacht brennen die Lampen in voller Stärke, dann werden sie auf 60 Prozent Leistung gedimmt bis zum Morgengrauen“, so Eisenhart. Durch das angenehme Licht ohne Wärmeabstrahlung werden auch die Fledermäuse, die sich im Turm und im Kirchenschiff angesiedelt haben, nicht beeinträchtigt. Alles in allem hat der Verwaltungsrat hier für 7500 Euro ausgegeben, wovon das Bistum Trier einen Zuschuss von 2000 Euro gewährte. Doch damit dabei will man es nicht bewenden lassen, in nächster Zeit soll die Pfarrkirche weiter verschönert sowie neue Parkplätze am Pfarrheim geschaffen werden. Und das alles, bevor die Beschlüsse der Synode umgesetzt und die Grafschafter Katholiken der noch zu gründenden Großpfarrei Ahrweiler zugeschlagen werden. Dieses ist nach derzeitigem Stand für 2022 geplant.


Lange und bewegte Geschichte der Kirche


Die Gelsdorfer Pfarrkirche hat bereits eine sehr lange und bewegte Geschichte, die Paul Clemen in seinem Buch „Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz“ beschreibt. Demnach gab es in Gelsdorf bereits im Jahr 877 eine Kirche. Wie sie aussah und wo sie stand, ist jedoch nicht mehr bekannt. Für die Jahre 1156 bis 1158 ist ein Pfarrer namens „Widiko von Geldisdorp“ dokumentiert. Dann ist erst wieder im Jahr 1684 von dem Gotteshaus zu lesen: die Gelsdorfer Kirche befinde sich in sehr schlechtem Zustand. Nur sechs Jahre später wurde Gelsdorf samt Kirche im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekrieges von den Franzosen eingeäschert. Anschließend muss es wohl einen Neubau gegeben haben, denn 1718 wird der Turm und 20 Jahre später das Kirchenschiff als Saalbau erstmals in einem Dokument erwähnt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte man den bis dahin barocken Hallenraum der Kirche durch einen neugotischen Altar sowie Heiligenfiguren, einen Kreuzweg und einen farbigen Anstrich der Wände im gotischen Stil restauriert. Im Winter 2008/2009 wurde die Kirche mit einem Aufwand von 200.000 Euro innen saniert. Drei Jahre zuvor war das Gotteshaus außen renoviert worden.


Eines der ältesten Vesperbilder weltweit


Den Mittelpunkt des Altares bildet das um das Jahr 1440 geschaffene Vesperbild eines unbekannten Künstlers, das zu den ältesten Darstellungen dieser Art weltweit zählt. Außergewöhnlich ist darüber hinaus, dass auf dem Bild nicht nur die Heilige Jungfrau Maria mit dem Leichnam Jesu dargestellt wird, sondern zusätzlich auch noch der Apostel Johannes. In einem gläsernen Schrein mit Silbereinfassung, der sich in einer kleinen Nische neben dem Altar befindet, sowie in einer etwa 30 Zentimeter hohen Monstranz um 1730 werden Reliquien von St. Walburga, der Patronin der Kirche, aufbewahrt.

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Kommentare
juergen mueller:
Ja - das Ordnungsamt ist viel mehr als nur "Knöllchen". Dafür braucht es auf dem Foto keiner mediengeiler politischer Vertreter, die keinen Anlaß auslassen, mit ihrer gestellten Anwesenheit darauf hinzuweisen, dass ohne sie nichts geht - ein Trugschluß, den noch nicht jeder begriffen hat. Man sonnt sich halt bei jeder Gelegenheit in Situationen, die anscheinend ohne künstlich politisch inszenierte Sonneneinstrahlung offensichtlich verblassen würden. Und die Farbe offenbart es dann doch - man bleibt halt "blass".
juergen mueller:
Wenn einem die Felle davon schwimmen, dann greift man halt nach etwas, was man mit seiner (un)sozialen Einstellung Jahrzehnte ganz einfach wissentlich ignoriert hat. Seit wann interessiert die SPD-Fraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Lipinski-Naumann MENSCHEN mit niedrigen/mittleren Einkommen? Bisher konnten mit deren unverhohlenen Zustimmung Investoren ohne Rücksicht auf eine "soziale Quote" bauen auf Teufel komm raus. Diese plötzliche vermeintlich soziale Kehrtwende stinkt nur noch. Das einzig sinnvolle Instrument war bisher nur das, dessen Töne in den eigenen Kram passten. Diese Schleimer- u.Anbieterei um Wählerstimmen ist nur noch erbärmlich.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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