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„Met Baachwasser jedäuf“ ist das neue Dreigestirn in Odendorf

Prinz, Jungfrau und Bauer regieren das närrische Volk

Prinz, Jungfrau und Bauer
regieren das närrische Volk

Prinz Toni I. (Toni Schüller), Bauer Klaus (Klaus Isenmann) , Jungfrau Waldtraud (Ewald Karst) mit Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel und Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner.Foto: EICH

13.11.2019 - 11:00

Ein Bericht von Alfred Eich

Odendorf. Am vergangenen Samstag war es wieder soweit. Die Dorfhalle in Odendorf war mit bunt kostümierten Karnevalisten gut gefüllt, als das designierte Dreigestirn von Odendorf pünktlich um 19.11 Uhr in die Halle einzog. Allen voran Toni Schüller als Prinz Toni I., gefolgt von Klaus Isenmann als Bauer Klaus I. und Ewald Karst als Jungfrau Waltraud. Der Einmarsch wurde musikalisch vom Tambourcorps Loreley, vom Musikverein Buschhoven-Essig-Morenhoven, unter der Leitung von Dieter Ramershoven, begleitet.


Rote Schuhe bleiben an


Bevor die eigentliche Proklamation vonstattengehen konnte, wurde das scheidende Prinzenpaar vom Vorjahr, Prinz Christoph (Knappe) mit seiner Lieblichkeit Ricarda von Schultheiß Jörg Freyer verabschiedet, der auch durch den Abend führte. Obwohl er seine Insignien abgegeben hatte, wollte er doch seine roten Schuhe anbehalten, was er auch den ganzen Abend tat.

Die Proklamation wurde wie in jedem Jahr von der Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel durchgeführt. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Swisttal, Petra Kalkbrenner, hatte zum Zeichen ihrer Unterwürfigkeit den Schlüssel des Rathauses und der Gemeindekasse an die neuen Tollitäten übergeben. „Ihr braucht euch aber nicht zu früh zu freuen. Die Gemeindekasse ist leer“, so die Bürgermeisterin mit einem zwinkernden Auge. Helmut Kessel vom Bund deutscher Karnevalisten überreichte dem proklamierten Dreigestirn den diesjährigen Prinzenorden.


rivater karnevalistischer Weihnachtmarkt veranstaltet


Die drei Mittfünfziger verbindet zusammen mit ihren Ehefrauen eine langjährige Freundschaft, die u. a. auf zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten rund um das Jahr basiert.

Da ist zuerst ein gemeinschaftlich organisierter Weihnachtsmarkt zu nennen, der im privaten Rahmen eine gut inszenierte Mischung aus weihnachtlichem und karnevalistischem Brauchtum bietet. Zudem besuchen sie gerne die vielfältig in Odendorf angebotenen Events, nicht nur in der Karnevalssession, sondern auch das Dorffest, den Tanz in den Mai etc. Und bei einem dieser gemeinsamen Abende entstand, quasi aus einer Bierlaune heraus, die Idee, dass das WMKO, kurz für Weihnachtsmarkt-Komitee Odendorf, doch mal die Tollitäten in einer Session stellen könnte.

Für Toni Schüller geht ein Kindheitstraum in Erfüllung: Der gebürtige Bonner kam im Alter von zehn Jahren mit seinen Eltern nach Odendorf. Seine Kindheit auf dem Lande war enorm prägend. „Hier wurde ich ein richtiger Junge“, sodass er sich selbst als waschechter Odendorfer wahrnimmt, zumal er nahezu in allen Vereinen aktiv war, z.B. in der Feuerwehr und bei den Sportschützen. Seit 1995 ist Prinz Toni I. Flötist und 2. Vereinsvorsitzender im örtlichen Tambourcorps Loreley.


Karnevalist mit Leib und Seele


Klaus Isenmann, aufgewachsen in Rheinbach und seit über 30 Jahren in Odendorf beheimatet, ist Karnevalist mit Leib und Seele. Nicht nur, dass er bereits Adjutant für die Prinzenpaare der Sessionen 2014 und 2019 war, er moderiert auch seit mehr als 20 Jahren den Rosenmontagszug in der Odendorfer Germanenstraße. Seine Erfahrungen, die er als Prinzenführer sammeln, und die Kontakte, die er dabei zu den Karnevalsgesellschaften der umliegenden Gemeinden knüpfen konnte, werden Bauer Klaus, einem exzellenten Organisationstalent, auch auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner karnevalistischen Karriere von Vorteil sein.


Jungfrau aus der Eifel


Der Dritte im Bunde, Ewald Karst, ihre Lieblichkeit Jungfrau Waldtraud, stammt gebürtig aus der Vulkaneifel und lebt seit 1994 in Odendorf. Er freut sich besonders darauf, gemeinsam mit seinen Freunden das künftige Odendorfer Dreigestirn zu sein und damit den Karneval mal hautnah aus einer anderen, durch und durch aktiven Perspektive erleben zu dürfen.

Unterstützt wird das Dreigestirn in der Session 2019/2020 von den Ehefrauen Karin Schüller, Roswitha Isenmann und Petra Karst, die als Adjutantinnen debütieren.

Es heißt, wer im Orbach gelegen hat, wird zum Odendorfer. Daher wurden in den vergangenen Jahren einige zugezogene Bürgerinnen und Bürger aus dem Umfeld des Dreigestirns von Toni Schüller als „Pastor“ getauft. So erging es auch Jungfrau Waldtraud und Bauer Klaus. Daher steht die Regentschaft des Dreigestirns zu Recht unter dem Motto „Met Baachwasser jedäuf“.

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M.R:
Ich verstehe nicht wie man in Corona Zeiten noch diese Ehrungen vornimmt, kommen da immer noch Mitglieder trotz Versammlungsverbot zusammen ? Wie soll sich da die Jugend an Verbote halten ? wenn hier noch Übertretungen veröffentlicht werden ?
Antje Schulz:
Die AfD Rheinland-Pfalz besteht bei ihren Bundestags- und Landtagsabgeordneten aus überbezahlten Nichtskönnern.
juergen mueller:
Die AfD ist das Letzte,was man mit Demokratie u.Sozial in Verbindung bringen sollte. Da amüsiert man sich öffentlich über die Corona-Infizierung der Kanzlerin - man marschiert mit "mehreren" Personen in ein Krankenhaus um Blumen zu überreichen,Blumen,die man noch nicht einmal selbst bezahlt,sondern geschenkt bekommen hat - da prangert "Opa GAULAND" jetzt schon die Fehler der Bundesregierung in der Corona-Krise an - da spricht ein vom Virus des Nationalsozialismus verseuchter HÖCKE von einem Ende seines rechten Flügels,indem er lustig weiter agieren darf - da tönen MEUTHEN u.Co.von einer Zerschlagung des Höcke-Flügels,sitzen mit ihm aber weiterhin auf einer Bank - eine steuerflüchtige Schreiblase namens WEIDEL u.eine völlig braun-verblendete von STORCH schreien sich die Lunge aus dem Hals,indem sie gegen alles schießen was nicht deutsch ist. Die AfD, ein gefährlicher,intriganter,täuschungswilliger,konzeptloser,der Vergangenheit näher als der Gegenwart,zusammengewürfelter Haufen.
Markus H:
Ein Fünf-Punkte-Plan für eine Krise wie die aktuelle zeigt das Problem schon im Namen. Es existieren keine einfachen Lösungen für komplexe Probleme - also wird ein Fünf-Punkte-Plan auch das aktuell quasi komplexeste Problem überhaupt nicht lösen.
juergen mueller:
Die Aufenthaltsqualität wird ganz sicher erhöht ... wenn genügend Klopapier vorhanden ist.
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