Mathematische Modellierung in der Orientierungsstufe des MDG

Selbst die Jüngsten können schon große Aufgaben lösen

Fortführung der Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau

08.02.2020 - 09:15

Lahnstein. Bereits zum dritten Mal hatte das Marion-Dönhoff-Gymnasium Lahnstein im Rahmen der Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau im Netzwerk Campus-Schulen Gäste des Mathematischen Instituts im Haus, die das Projekt „Mathematische Modellierung“ federführend mit den Schüler*innen der 5. und 6. Klassen durchgeführt haben. „Wie teuer ist meine Handy-Nutzung?“, „Wasser sparen“, „Schlafen ist gesund“ - so lauteten drei Alltagsprobleme, mit denen sich die 5. und 6. Klassen des Marion-Dönhoff-Gymnasiums Lahnstein vom 27. bis 29. Januar beschäftigt haben, um sie mathematisch zu modellieren und auf diesem Weg eine alltagstaugliche Lösung zu finden. Hinter Titeln wie den oben genannten verbargen sich 23 Alltagsprobleme, die die Studierenden des Mathematischen Instituts der Universität Koblenz-Landau unter Leitung von Herrn Ralf Wilhelm Holzmann im Seminar entwickelt und den Schüler*innen mitgebracht hatten. Nach einer allgemeinen Einführungsveranstaltung und Verteilung der Themen ging es direkt los: in Kleingruppen machten sich die 108 Orientierungsstufenschüler*innen daran, ihr Thema zu erkunden und versuchten, eine Fragestellung, die sich mathematisch ergründen ließ, zu entwickeln. Dabei waren den Schwerpunkten und der Interessenlage der jungen Menschen keine Grenzen gesetzt: So telefonierte ein Team der 5a beispielsweise mit mehreren Zoos, um genaue und verlässliche Informationen zum Verhalten von Schildkröten zu bekommen, andere starteten kleine Umfragen in den Klassen, um verwertbare Daten zu erhalten, und im Internet wurde ausgiebig nach brauchbaren Daten und Informationen recherchiert Die Gruppe mit dem Thema „Wasser sparen“ aus der 6a entwickelte kurzerhand ein reales Modell zum Wassersparen, indem sie aus Teilen einer Klarsichthülle und einem Haarband einen Aufsatz bauten, durch den deutlich weniger Wasser aus dem Wasserhahn kam als ohne.

Um angemessene mathematische Modelle zu bilden und damit Ergebnisse zu erzielen, konnten die Studierenden der Universität Koblenz-Landau jederzeit befragt werden. Manchmal stießen die Schüler*innen noch an unüberwindbare Grenzen der Mathematik, wenn zum Beispiel mit der ihnen noch unbekannten Zahl pi ein Kreis hätte berechnet werden können. Aber dann fanden sie gemeinsam mit den Studierenden eine alternative Lösungsmöglichkeit, um auch ohne pi ein Ergebnis zu ihrer Frage zu erhalten.

Fast ganz nebenbei wurde auch noch gelernt, wie man eine Präsentation am Computer erstellt und die Ergebnisse dann - geübt und durch Tipps der Studierenden unterstützt - vor der jeweiligen kompletten Jahrgangsstufe am Ende des dritten Projekttages vorstellt. Trotz verständlicherweise teils großer Nervosität - wann präsentiert man mit 10, 11 oder 12 Jahren schon einmal etwas vor mehr als 50 Mitschüler*innen zuzüglich Lehrkräften und Studenten? - gaben sich die Schüler*innen sehr professionell und präsentierten stolz, was sie in den vorangegangenen 2,5 Unterrichtstagen erforscht, berechnet und herausgefunden hatten. Dafür wurden sie am Ende der Veranstaltung mit einem Zertifikat der Universität Koblenz-Landau belohnt.

Insgesamt befanden die Schüler*innen, aber auch die Lehrer*innen sowie die Studierenden die mathematische Modellierung als gelungenes Projekt, an dem viel ergründet und gelernt werden konnte, mit größtenteils sehr viel Spaß und vielen Freiheiten, die solche Projekte mit sich bringen.

„Das Projekt war toll, da wir nicht nur Mathematik gemacht haben sondern auch mit dem Computer recherchieren konnten und unsere Ergebnisse später allen vorstellen durften“, berichtet Philipp aus der 5. Klasse einen Tag später der Schulleiterin Christa Keßler. Erneut stellten besonders die Lehrer*innen positiv fest, wie hervorragend selbst die Jüngsten am MDG schon große Aufgaben lösen und präsentieren können, wenn sie ein bisschen Unterstützung an der richtigen Stelle und die Zeit zum freien Arbeiten zur Verfügung haben.

Für die wieder einmal gelungene Zusammenarbeit und die spannenden Aufgaben galt das Lob der Schulleiterin Christa Keßler, der zuständigen Professorin Dr. Ute Sproesser, dem Projektleiter Ralf Wilhelm Holzmann und seinem Kollegen Marco Böhm sowie den Studierenden Robin Bertram, Debora Ukëhaxhaj, Tim Hölzenbein, Sebastian Grab, Alina Gramsch, Nadezda Klein, Pascal Schiffers, Maurice Winkler und Ricardo Neufeld. Ein besonderes Lob galt der schulischen Ausbildungsleiterin Frau Julia Özdemir, die dafür gesorgt hatte, dass die Veranstaltung stattfinden konnte und die als ständige Kommunikationspartnerin die Wünsche der Schule und die Bedürfnisse der Universität koordiniert hatte. Bereits jetzt freut sich das Marion-Dönhoff-Gymnasium Lahnstein auf die weitere Zusammenarbeit und neue Modellierungstage für die zukünftigen fünften Klassen.

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