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Große Sitzungsrevue der Stadtsoldaten

Volles Haus und buntes Programm

17.01.2017 - 17:31

Meckenheim. Die Freude war Kommandant Peter Klee förmlich anzusehen, als er am vergangenen Samstag kurz vor acht Uhr und damit vor dem offiziellen Programm das Mikrofon zur Hand nahm. In der voll besetzten Halle der Firma Ley, welche den Stadtsoldaten als Ausweichquartier für die abgerissene Jungholzhalle dient, gab er Informationen zu Fluchtwegen und sanitären Einrichtungen. Das in gewohnt humoristischer Art und Weise. Der Blick von der Bühne aus war aber auch fantastisch: Ein bunt geschmückter Saal voller kostümierter Narren und eine überaus gelungene Akustik. Das Provisorium hat sich dabei bestens bewährt, denn es gab reichlich Platz für die Verpflegungsstationen im Vorbereich, die Kellner hatten genügend Platz und die Luft war trotz 500 Besuchern stets mit ausreichend Sauerstoff angereichert.

Und so konnte das Stadtsoldatencorps dann auch pünktlich mit allem was Uniform trägt einmarschieren. An der Spitze natürlich der Musikzug, der sich selber begleitete, mit dem großen Schellenbaum voran. Dann gab es auf der Bühne bereits die ersten Tänze der Großen Mädchentanzgruppe. Diese wurden vom Publikum mit viel Applaus bedacht. Überhaupt hatte man eine recht gelungene Mischung von einheimischen und auswärtigen Kräften zusammengestellt, welche ein kurzweiliges Programm ohne erkennbare Längen auf die Bühne brachten.

Als Eisbrecher fungierte dabei die aus dem Swisttal stammende Gruppe „Sibbeschuss“, welche mit kölschen Tön begeisterte und es zunächst auch nicht so ganz einfach hatte. Aber als dann von den Höhnern der Song „Komm, loss mer fiere“ ertönte, da stand das Publikum von den Stühlen auf und ließ sich mitreißen. Da kamen dann die bekannten Songs von Brings und anderen kölschen Größen zur Aufführung und es wurde auch eine Zugabe gespielt.

Heimspiel hieß es anschließend für Kinderprinzessin Sina I. und Hofdame Svenja. Die beiden Namen sind sehr zum Verwechseln – Kommandant und Moderator Peter Klee gab zu, dass er es trotz Übung und Konzentration immer wieder schaffe, die beiden zu verwechseln, was ihm aber keiner übel nahm. So konnte die Prinzessin erneut mit den Meckenheimern feiern und legte einen gekonnten Auftritt hin. Nicht erkannt hatte sie wohl Bürgermeister Bert Spilles in dessen Kostüm, da die Prinzessin sonst stets darauf hinweist, dass der Stadtchef bis Aschermittwoch erst mal nichts mehr zu melden habe in der Apfelstadt.

Die Politik und Verwaltung hatte eine Art Honoratiorentisch in der Mitte des Saales besetzt. Die Sitzungsrevue der Stadtsoldaten ist sicherlich auch eine der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse im Jahreskalender von Meckenheim, denn wer Rang und Namen hat, der war da. Und erlebte nach der Kinderprinzessin Prinz Beukelar, der Erste „von der Rolle“. In vollem Ornat und gespielt ziemlich besoffen kam er auf die Bühne und stellte sich als Retter in der Not vor, für Karnevalsgesellschaften, welche sich kein Dreigestirn mehr leisten können. Quasi als Mietprinz oder „Rent a Prinz“. Sofort kokettierte er mit der Kellnerin und bat um ein flüssiges Hefeteilchen und einen „Gersten-Smoothie“. Zu Beginn seiner Rede nahm er dann einen Zettel raus und brauchte auch länger, bevor er merkte, dass dies der Einkaufszettel war. Einige Witze hatten auch eine gewisse Länge, so sein Gebet „Lieber Gott, ich liebe meine Frau, aber wenn Du sie noch mehr liebst…“. Leichte Buhrufe gab es aber, als er Meckenheim mit Mechernich verwechselte und sich bei den Rheinbacher Stadtsoldaten wähnte, bevor er die Kölner Prinzenproklamation kräftig aufs Korn nahm. Viel Applaus – und anschließend übernahmen die Stadtsoldaten wieder das Kommando.

Die Soldatenabteilung unter der Leitung von Spieß Stefan Hammerschlag zeigte, dass nicht nur die Mädels tanzen können, das mit dem „Stippeföttche“ klappte jedenfalls ganz hervorragend. Das war dann eher zum Lachen und Schunkeln angetan, das Tanzen sah bei den Mädels dann doch grkonnter aus. Showtanz ist harter Sport, wie Peter Klee treffend bemerkte. Wer dort in Meckenheim mittanzt, der hat zwei mal die Woche ein hartes Training hinter sich. Die Ergebnisse können sich aber sehen lassen. Betrauert wurde, dass Helmut Kessel das Solotanzpaar Cathrin Holzapfel und Kai Klimaschewski verabschiedete. Für beide gab es einen großen Applaus und jeweils eine künstlerisch gestaltete Figur der Stadtsoldaten.

Platz für Trübsal gab es allerdings nicht, denn trotz Schneefall und alles andere als tollem Wetter kam nun „KnackiDeuser“ auf die Bühne. Der aus Funk und Fernsehen bekannte Kabarettist hatte viel zu erzählen und weiß stets Rat. So auch wenn einem das Leben zu langweilig wird. Sein Rat hierzu: Man möge doch mal seiner Politesse Trinkgeld geben oder bewusst seine Liebste im Bett mit falschem Vornamen ansprechen. Die Showtanzgruppe der Stadtsoldaten übernahm im Anschluss das Kommando und dann hieß es Bühne frei für das „Tanzcorps Rot-Weiß Bechen“ aus Kürten. Musikalisch machte das Trompetencorps „Dürwiß 1959 e.V.“ den Abschluss des Programes, welches den gesamten Abend über vom Musikverein Waldorf musikalisch begleitet wurde.

STF

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juergen mueller:
Na und. soll die Fähe Spargel fressen? Deutschland, ein Land der Dichter u. Denker (wäre wünschenswert) u.ein Meister in der Vergabe von Titeln. Großkarnivorenbeauftragter (Karnivoren, so werden FLEISCHFRESSER - wie z.B. der Wolf bezeichnet). Was für ein Titel. Ohne seine (sogar genetische) Probeentnahme vom Kadaver des Reh`s wäre eine Laboranalyse vielleicht nicht möglich gewesen u. man hätte den bösen Wolf nicht als Wiederholungstäter ausfindig machen können. Denn das ist wichtig für die Analyse, dass er bzw. sie im gleichen Gebiet gerissen hat, was ja auch gleich auf sein Bleiben schließen lässt, was CDU-RÜDDEL gleich in seiner Beurteilung der Wolfslage bestärkt:"Gefährdungsstufe für Zweibeiner - Der/Die muss weg", denn das reicht schon aus, um von einem/r "auffälligen" Wolf/Wölfin auszugehen. Es kann auch nicht sein, dass u.U. jeden Monat ein Wild gerissen wird - März u.April hatten wir ja schon. Der erwünschte Informationsaustausch (wäre er denn immer so) kommt also in Gang.

„Ich werde nicht schweigen“

juergen mueller:
Herr Kirsch,Danke für Ihren Artikel u.Ihre Zivilcourage,die in unserer Gesellschaft nicht (mehr) selbstverständlich ist. Vielmehr werden solche Aktionen von der Bevölkerung nicht als problematisch angesehen,ebenso wie die Verkennung der Tatsache,dass aus vielerlei Gründen solche Aktionen (neben vielen anderen) eine Generation anspricht,die von Frust, Unlust, Arbeits-,/Perspektiv- u.Respektlosigkeit geprägt ist,was sich in sinn- u.intelligenzlosen Aktionen widerspiegelt bis hin zur Gewaltbereitschaft.Alles schon dagewesen.Darüber zu spekulieren,ob dies eine False Flag = Falsche Flagge-Aktion (wir sind immer noch in DEUTSCHLAND) irgendeines rechtspopulistischen Haufens war oder nicht,ist scheißegal.Tatsache ist,dass solche Vorfälle unterschätzt werden,von Zivilcourage (was ist das?) ganz zu schweigen.Lieber wegsehen,weghören,vielleicht aber doch tatenlos zusehen,den Gaffer spielen,Handyfotos machen oder sich in klas(sichen),spekulativen Äusserungen ergehen.RECHTS ist GEFÄHRLICH.

Die Stadt grün „gebombt“

juergen mueller:
Damit es jeder versteht - mit FAIR-TRADE ist "Fairer Handel" gemeint.Wir leben hier in Deutschland,deutsch ist unsere Muttersprache.Warum muss man sich meist nicht verstehend (vor allem ältere Menschen) zusehends immer mehr mit Bezeichnungen auf "englisch" abgeben?Hört sich vielleicht COOL an (viele fühlen sich dann auch so,obwohl sie nichts verstehen),ist aber trotzdem FUCK u.ich finde damit auch UNCOOL.In englischsprachigen Ländern käme niemand auf die Idee die eigene Sprache mit deutschem Vokabular zu versauen. Heute benötigt man schon zum alltäglichen Gebrauch ein Wörterbuch (beherrscht man Denglisch nicht).Bevor man also zum nächsten Info-Stand einlädt,erst einmal sich der deutschen Sprache erinnern,zumindest aber zu einem Übersetzen bereit sein.Und was heisst überhaupt grün bomben?Nur weil das Thema Insekten/Bienensterben aktuell ist u.man den Kahlschlag jahrzehntelang wissentlich übersehen u.nichts getan hat?Das ist sowas von UNCOOL.
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