Lokalsport | 04.05.2013

Feldkircher Korbballer wieder erstklassig

Mädels aus Feldkirchen wollen wieder ins Spielgeschehen der Bundesliga eingreifen

Für den TV Feldkirchen in Dittelbrunn waren: (Hinten v.l.) Daniela Frey, Katja Sallie, Laura Buchholz, Mercedes Hoffmann (Vorne) Trainer Gerd Jäger, Jacqueline Rünz, Marina Nußbaum, Luljeta Murseli, Veronika Haag, Trainerin Ingrid Wagler-Wolff. Privat

Feldkirchen. Nachdem man im letzten Jahr als Tabellenzweiter der Aufstiegsrunde noch auf eine Teilnahme in der höchsten Spielklasse im deutschen Frauenkorbball verzichtet hatte, möchten die Mädels aus Feldkirchen wieder ins Spielgeschehen der Bundesliga eingreifen. Beim Aufstiegsturnier in Dittelbrunn/Schweinfurt am letzten Wochenende zeigten die Spielerinnen um Trainer Gerd Jäger, dass sie im Feld der besten Zehn im Süden durchaus mithalten können. Bereits am Samstag konnten in der Partie gegen den Landesmeister aus Westfalen, den SUS Stemmen, mit einem deutlichen 9-4 die ersten beiden Punkte erkämpft werden. In den Spielen am Sonntag hatte man es dann mit dem Ersten der Bayernliga, der SG Sennfeld und dem bayrischen Absteiger, dem TV Oberndorf zu tun. Bayernmeister Sennfeld, mit einem 9-8 Sieg gegen den Konkurrenten Oberndorf im Rücken, wurde von der Feldkircher Spielstärke kalt erwischt. Kreisspiel mit einem Korberfolg durch Katja Sallie, einem Konterkorb durch Luljeta Murseli und einem ansehnlichen Treffer von Laura Buchholz nach tollem Anspiel durch Mercedes Hoffmann brachten den TVF nach zehn Spielminuten mit 3-0 in Führung. Doch dann entwickelte sich das Spiel immer ausgeglichener und zur Halbzeit stand es nur noch 4-3 für Feldkirchen. Auch die zweite Halbzeit begann für den TVF eher schlecht, ein Strafwurf-Korb für Sennfeld nach einem Konter, zwei unhaltbare Körbe aus der rechten Ecke und plötzlich waren die Sennfelder mit zwei Körben vorn. Bis zur 35. Spielminute konnten die Gastgeber aus Bayern mit ihren 150 Zuschauern im Rücken den zwei-Körbe-Vorsprung halten, doch geduldig spielten die Damen vom Mittelrhein ihre Spielzüge aus und kamen durch einen verwandelten 4m-Strafwurf und einem Sprungwurf nach tollem Kreisspiel in der 38. Minute zum 8-8 Ausgleich. Eine heiße Schlussphase bescherte dem TVF schließlich durch einen Sprungwurf aus der Mitte durch Katja Sallie den 9-8 Sieg und damit die Punkte drei und vier. Somit hätte gegen den aus Bundesligazeiten bekannten TV Oberndorf ein Punkt zum Wiederaufstieg gereicht. Doch damit wollten sich die Feldkircher nicht zufrieden geben. Aber meisten kommt es anders. Nach fünf Minuten 3-0 für Oberndorf. Aber nun war der TVF an der Reihe: 1-3 durch einen Heber von Luljeta Murseli und Konter von Mercedes Hoffmann und Luljeta Murseli brachten zur Halbzeitpause den 3-3 Ausgleich. Nach der Halbzeit tat sich mit Körben nicht mehr viel. Die Korbhüter auf beiden Seiten schienen den Korb nahezu verriegelt zu haben. Konnte der TVF in der 25. Minute noch nach Kreisspiel das 4-3 erzielen, musste er doch bei drei 4m-Strafwürfen der Oberndorfer um den Sieg zittern. Der letzte 4m wurde dann in der 40. Spielminute zum 4-4 Ausgleich genutzt. Leider nur ein Punkt, der aber den TVF-Mädchen zum Turniersieg reichte und damit den Aufstieg in die Bundesliga-Süd bescherte. Der TV Oberndorf, der eigentlich durch die Niederlage gegen Sennfeld und das Unentschieden gegen Feldkirchen die Koffer bereits gepackt hatte, sah plötzlich im letzten Spiel einen munter aufspielenden SUS Stemmen. Niemand hatte eigentlich daran gezweifelt, dass Sennfeld die nächsten zwei Punkte und damit den Aufstieg sicher nach Hause schaukeln würde, doch Stemmen wurde immer sicherer und Sennfeld immer nervöser. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Sennfeld konnte der SUS Stemmen gar zum 9-9 ausgleichen. Ein Strafwurf-Pfiff fast mit dem Abpfiff bescherte Sennfeld dann doch noch die Chance zum Aufstieg, doch der Ball rollte über den Rand am Korb vorbei. Glück für Oberndorf, Riesenpech und nur die Erfahrung für die SG Sennfeld. Obwohl der große Rückhalt des TV Feldkirchen, Korbhüterin Katja Sallie in der nächsten Saison nicht zur Verfügung stehen wird, zum einen wird Katja weiterhin der zweiten Volleyball-Bundesliga den Vorzug geben, zum andern verhindert eine Regeländerung der zulässigen Korbhüter-Größe auf 1,78 Meter die Spielberechtigung, wollen die Feldkircher die Teilnahme an der Bundesliga wagen. Mercedes Hofmann wird die Korbhüter-Position übernehmen und die nachgerückten Jugendspielerinnen Marina Nußbaum und Laura Buchholz den Kader verstärken. Durch die Regeländerung werden die im wahrsten Sinne des Wortes „überragenden“ Korbhüter (bisher war eine Größe bis 1,80 Meter zulässig) ihre Spielberechtigung verlieren und unangemeldete Messungen an den Bundesliga-Spieltagen zu große Korbhüter raus messen. Die Bundesliga wird somit neu sortiert. Wir sind gespannt, wie der TV Feldkirchen sich in diesem Feld behaupten wird.

Die Ergebnisse vom Wochenende:

SG Sennfeld - TV Oberndorf, 9-8, TV Feldkirchen - SUS Stemmen, 9-4, SG Sennfeld - TV Feldkirchen, 8-9, SUS Stemmen - TV Oberndorf, 5-7, TV Oberndorf - TV Feldkirchen, 4-4, SUS Stemmen - SG Sennfeld, 9-9.

Endstand:

1. Platz, TV Feldkirchen, 22:16 Körbe, 5:1 Punkte, Aufsteiger, 2. Platz, TV Oberndorf, 19:18 Körbe, 3:3 Punkte, Aufsteiger, 3. Platz, SG Sennfeld, 26:26 Körbe, 3:3 Punkte, 4. Platz, SUS Stemmen, 18:25, Körbe 1:5 Punkte.

Für den TV Feldkirchen in Dittelbrunn waren: (Hinten v.l.) Daniela Frey, Katja Sallie, Laura Buchholz, Mercedes Hoffmann (Vorne) Trainer Gerd Jäger, Jacqueline Rünz, Marina Nußbaum, Luljeta Murseli, Veronika Haag, Trainerin Ingrid Wagler-Wolff.Foto: Privat

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