Politik | 08.03.2021

Umgestaltung und Sanieung der BImA-Siedlung

Chance für modellhaften Ausbau der E-Ladeinfrastruktur

Carl-Bernhard von Heusinger. Foto: privat

Koblenz. Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Koblenz ist die Berücksichtigung jener Stadtteile, in denen Geschosswohnungsbau überwiegt, eines der wichtigsten Anliegen der GRÜNEN Stadtratsfraktion. Zuletzt hatte daher Carl-Bernhard von Heusinger, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Ratsfraktion, in einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses nachgefragt, welche Möglichkeiten die Stadtverwaltung sieht, privaten Anbietern vor Mietshäusern, an öffentlichen Parkplätzen aber auch an Straßen Raum zur Installation von Ladesäulen zur Verfügung zu stellen.

Carl-Bernhard von Heusinger macht deutlich: „Koblenz muss eine Ladeinfrastruktur bekommen, die auch den Menschen, die ihr Auto nicht auf ihrem eigenen Grundstück abstellen und laden können, den Einstieg in die Elektromobilität ermöglicht.“ Zu den großen Wohnquartieren in Koblenz gehören die Wohnsiedlungen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) auf der Pfaffendorfer Höhe und im Pollenfeld. Der rheinland-pfälzische GRÜNE Bundestagsabgeordnete Dr. Tobias Lindner ist der Auffassung: „Der bundeseigenen BImA kommt als einer der größten Wohnungseigentümerinnen Deutschlands eine Vorbildfunktion zu, nicht nur was die Energieeffizienz der Gebäude betrifft, sondern auch bei der Mobilität der Mieter*innen.“ In einer Berichtsbitte hatte Lindner daher nachgefragt, wie die BImA den Umstieg auf die E-Mobilität fördert, ob es auf BImA-Liegenschaften schon E-Ladestationen gibt, ob die BImA in absehbarer Zeit Elektro-Ladestationen auf den Parkplätzen von Wohnsiedlungen

schaffen wird, in welchem Zeitraum dies geschehen soll und welche Standorte vorgesehen sind.

Die nunmehr vorliegende Antwort aus dem Finanzministerium, in dessen Verantwortlichkeit die BImA liegt, ist aus GRÜNER Sicht ähnlich enttäuschend wie das am

vergangenen Montag vorgelegte Konzept der Stadt für die Ladeinfrastruktur. Zwar bekennt sich die BImA dazu, bundesweit die Förderung der Elektromobilität durch die Bundesregierung zu unterstützen. Gleichwohl verweist die BImA lediglich auf die Möglichkeit der Mietparteien von bundesanstaltseigenen Wohnungen, die Genehmigung ur Einrichtung von mietereigenen Elektro-Ladestationen an Mehrfamilienhäusern für lektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge zu erhalten. Für den BImA-Wohnungsbestand in oblenz gebe es allerdings keine den jeweiligen Mieter*innen exklusiv zugewiesene arkplatzflächen. Das GRÜNE Ratsmitglied Gordon Gniewosz weist hierzu darauf hin, dass es abweichend on dieser Antwort Einzelgaragen gibt – und auf den Stellplätzen für Mieter*innen die

Möglichkeit zur Anbindung halböffentlicher Ladesäulen, die allen Mieter*innen zur erfügung stehen.

Ratsmitglied Gniewosz sieht jetzt den Moment gekommen, in den Wohnsiedlungen der ImA etwas auf den Weg zu bringen: „Die aktuell erfolgende Sanierung der BImAWohnungen nd die anstehende städtebauliche Neuordnung der Pfaffendorfer Höhe, in eren Rahmen durch Aufstockung zweistöckiger Gebäude zusätzliche Wohnungen eschaffen werden sollen – Thema in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Mobilität nd Stadtentwicklung – , eröffnet die Möglichkeit, dass hier Stadt, Energieversorger und ImA partnerschaftlich die notwendige Ladeinfrastruktur entwickeln.“ Der

Bundestagsabgeordnete Lindner hofft: „Hier könnte die Wohnsiedlung in Koblenz für ndere BImA-Liegenschaften im ganzen Bundesgebiet zum Vorbild werden.“

Pressemitteilung der

Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die

Grünen Koblenz

Carl-Bernhard von Heusinger. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
10.03.202100:36 Uhr
juergen mueller

Politiker sind ja prädestiniert dafür, bei jedem Thema mitzumischen, ohne sich um Details zu kümmern. Das schließt den Hyp um E-Autos nicht aus. Die Verblendung, mit der hier Forderungen gestellt werden, halte ich für unverantwortlich. Mit der steigenden Zahl von E-Autos steigt auch die Gefahr, dass die Stromer in Unfälle verwickelt werden u. sich dabei die Batterie entzündet. Ein solcher Brand kann sogar noch bis zu 48 Stunden nach dem Unfall aufflammen. Erschwerend: Zum Löschen des Feuers wird aufgrund der entstehenden Hitze sehr viel mehr Wasser benötigt (was wir ja auch nicht mehr im Überfluß haben). Bei einem Batteriebrand wird ein chemischer Prozeß in Gang gesetzt, der nur durch eine intensive Kühlung unterbrochen werden kann, d.h., Tausende Liter Wasser (man spricht von 11 300 Liter) sind nötig, um einen solchen Brand zu löschen. Auch die richtige Entsorgung von E-Batterien ist teuer u. aufwendig. Das ist noch nicht alles, aber deutlich. Fehlendes politisches Wissen schadet nur

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 1

  • Rüdiger Knieps: Kesseling im Kreis Ahrweiler
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
Dauerauftrag 2025
Anzeige "Rund ums Haus"
Anlagenmechaniker
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Suchen Auslieferungsfahrer
Kirmes Polch
Anzeige Lagerverkauf
Titelanzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Ausverkauf
Empfohlene Artikel
Der marode Zustand der L 83 ist in Kempenich Dauerthema.  Foto: Jochen Seifert
329

Der Artikel zeigt deutlich das Dilemma mit der Sanierung von Landes- und Kreisstraßen im Kreis Ahrweiler. Dem LBM ist der Zustand der L 83 von der K 18 bis nach Kempenich bekannt – das freut mich. Offensichtlich nicht bekannt ist der miserable und verkehrsgefährdende tatsächliche Zustand, denn dann hätte man die Straßen längst saniert. Der benannte Abschnitt der L 83 stand schon im Investitionsplan Landesstraßen der Landesregierung von 2019 – 2023 mit insgesamt 1,934 Millionen Euro.

Weiterlesen

Die CDU Rheinbreitbach freut sich auf viele Gäste beim Burgfest am 26. April.  Foto: Heinz-Werner Lamberz
21

Rheinbreitbach. Der CDU-Ortsverband Rheinbreitbach lädt ein zum Burgfest am Sonntag, 26.04.2026 ab 15:00 Uhr in und um die Obere Burg, Schulstraße 7a in Rheinbreitbach. Angeboten werden leckere, von Mitgliedern gebackene Kuchen, selbstverständlich auch Kaffee, Tee sowie andere alkoholische und alkoholfreie Getränke. Natürlich besteht Gelegenheit zu Gesprächen untereinander sowie mit Abgeordneten und Kommunalpolitikern.

Weiterlesen

Flutschäden im Juli 2021.  Foto: ROB
1033

Als Bürger dieses Landkreises fühle ich mich nicht gut beraten und auch nicht sonderlich beschützt, wenn man beim lesen des Artikels, in dem der Leiter der Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz im Kreis Ahrweiler Stellung bezieht. Man könnte den Eindruck erhalten, dass die PR-Maßnahme der Verwaltung auf jeden Fall eines bewirken soll – und zwar zu Beschwichtigen. In dem Artikel war besonders und in erstaunlicher Weise zu erfahren, was alles nicht geht oder länger dauern wird.

Weiterlesen

Weitere Artikel
14

Kostenlose Beratung und Unterstützung

Beratungsleistungen der Gemeindeschwesterplus

Kreis Neuwied. Die Gemeindeschwesterplus bietet kostenlose Beratung und Informationen zu gesundheitlichen Themen wie Sturzprävention, Ernährung, Bewegung und vielen weiteren Aspekten - auch bei Hausbesuchen.

Weiterlesen

Symbolbild.
77

Astrologische Vorschau für die KW 18: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 27. April bis 3. Mai 2026

Mit dem Übergang vom April in den Mai beginnt eine Woche, die von Aufbruch, Begegnungen und kleinen Wendepunkten geprägt ist. Rund um den 1. Mai rücken Feste, Traditionen und zwischenmenschliche Beziehungen in den Mittelpunkt. Das Feiern in den Mai hinein sorgt für Leichtigkeit, während alte Bräuche wie das Aufstellen des Maibaums für romantische Zeichen und neue Impulse stehen. Gleichzeitig fordert die Woche dazu auf, auf die eigene Balance zu achten und Chancen bewusst zu nutzen.

Weiterlesen

12

Jiddische Musik und Märchen

Klezmer märchenhaft

Koblenz. Klezmer märchenhaft - Jiddische Musik und Märchen am Samstag, 2. Mai 2026, 18 Uhr in der Christuskirche Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring / Hohenzollernstraße.

Weiterlesen

Imageanzeige Werbeplan 2026
Rund ums Haus "Baustellen / Wertstoffhöfe"
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Kirmes in Polch
neue Heizung?
Werksverkauf Anhausen
Rund ums Haus
Genusstage 17./18.04.
Floristik Meyer
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Kirmes Löhndorf
Löhndorfer Kirmes
Werbeplan 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Titelanzeige