Politik | 21.11.2023, 15:28 Uhr

Kompetente Referenten finden große Resonanz bei den Teilnehmern

Gebäudeenergiegesetz und seine Folgen

V.l.n.r.: Christian Mildenberger, Michael Birk, Dieter Braun  Foto: privat
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Wachtberg-Villip. Zu einem tagesaktuellen politischen Thema hatte Dieter Braun, Vorsitzender der Senioren-Union Wachtberg, ins Hotel Görres eingeladen. Was kommt auf den Verbraucher nach Verabschiedung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zu? Ein komplexes Thema, das in der letzten Zeit zu viel Verwirrung und Unsicherheit geführt hatte.

Christian Mildenberger, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW e.V., erläuterte in seinem Vortrag, unterstützt durch eine anschauliche Präsentation, den über 40 Teilnehmern den regulatorischen Rahmen und das Ziel des Gesetzes: Ab dem 1. Januar 2024 soll langfristig und schrittweise das Heizen nur noch mit erneuerbaren Energien erfolgen (fossile Energieträger werden reduziert und fallen weg). Bei zu errichtenden Neubauten müssen bereits ab dem 1. Januar 2024 Heizungen installiert werden, die zu mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. In bestehenden Immobilien kann eine funktionierende oder zu reparierende Heizung weiterhin wie gewohnt genutzt werden. Eine defekte und auszutauschende Heizungsanlage soll dem neuesten Standard – mit Übergangslösungen incl. Förderungsmöglichkeiten – entsprechen. Ab dem Jahr 2045 soll es dann keine mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizungsanlagen mehr geben. Eine bis 2028 von den Kommunen zu erstellende Wärmeplanung (Städte bis 2026) ist vorgeschaltet. Sobald die Gemeinde die Wärmeplanung erstellt hat, werden auch die neuen Regelungen des GEG verbindlich.

Neben Christian Mildenberger konnte Dieter Braun den erfahrenen Wachtberger Heizungsbauer Michael Birk als zweiten Referenten begrüßen. Herr Birk erläuterte aus seiner täglichen Praxis, was bereits heute auf seinen Betrieb zukommt und wie seine Kunden auf die kommenden Änderungen reagieren. Die tägliche Diskussion kreist um die Frage, was sinnvoll, machbar und zukunftsfähig ist: Je nach Gegebenheit werden Wärmepumpe, Solarthermie oder Geothermie diskutiert und angewendet.

In der anschließenden lebhaften und auch kontroversen Diskussion konnten viele Missverständnisse ausgeräumt werden. Individuelle Fragen wurden gestellt, wobei von der denkmalgeschützten Immobilie bis zum Mehrfamilienhaus viele Wohnformen im Meinungsaustausch berücksichtigt wurden.

Pressemitteilung

Senioren Union Wachtberg

V.l.n.r.: Christian Mildenberger, Michael Birk, Dieter Braun Foto: privat

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