Bernd Schmitz hat zum 1. August die Leitung der Thermen übernommen

„Gemeinsam schaffen wir es“

03.08.2020 - 16:28

Bad Breisig. In der jüngsten Sitzung des Werksausschuss Eigenbetriebe wurde der neue Geschäftsführer der Römerthermen-Betriebsführungsgesellschaft mbH vorgestellt, der jetzt seine Tätigkeit aufgenommen hat.

BLICK aktuell: Sie haben mit der Geschäftsführung der Römer Thermen Betriebsführungsgesellschaft einen Job übernommen, um den Sie nicht jeder Bad Breisiger Bürger beneidet. Sie werden die finanzielle Lage der Stadt Bad Breisig in den kommenden Jahren ganz entscheidend mitbestimmen. Mit welchen Gefühlen treten Sie an?

Bernd Schmitz: Ich habe schon immer die beruflichen Herausforderungen gesucht. Im Vorfeld der Entscheidung konnte ich sehr viele Informationen über die Römer Thermen sammeln und weiß somit recht gut, was auf mich zukommt.

Nachdem nun die Entscheidung gefallen ist, gehe ich daher mit einem positiven Gefühl an die Aufgaben heran, weil ich überzeugt davon bin, dass wir noch viel bewegen können.

Bei den Mitarbeitern habe ich den Eindruck gewonnen, dass sie in den Veränderungsprozess mit eingebunden sein wollen. Sie sind hoch motiviert, an einer positiven Zukunft der Römer Thermen mitzuarbeiten. Das ist für mich enorm wichtig, denn diese Aufgabe ist nur zu bewältigen, wenn alle, auch die Vertreter und Organe der Stadt, an einem Strang ziehen. Hierfür sind klare politische Entscheidungen eine Grundvoraussetzung, die auch zugesagt wurden.

BLICK aktuell: Wie kam der Werksausschuss auf die Person Bernd Schmitz? Waren Sie vorgewarnt oder kam das Angebot für Sie überraschend?

Bernd Schmitz: Die ersten Gespräche wurden bereits Anfang Mai geführt. Somit kam das Angebot nicht überraschend für mich. Ich hatte ausreichend Zeit, mir Gedanken zu machen und mich über die Römer Thermen zu informieren.

BLICK aktuell: Sie bringen reichlich Erfahrungen im Managementbereich mit, u. a. auch im Vorstand des DRK-Bundesverbandes in Berlin oder als Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe - um nur zwei Bereiche zu nennen. Sie haben mittelständische Unternehmen geleitet. Sie sind Diplom Kaufmann und man findet Sie in Bad Breisig unter dem Eintrag Lohnsteuerberatungsverbund e. V.. Glauben Sie, dass Sie mit diesem Hintergrund das stark angeschlagene Schiff „Römer Thermen“ wieder etwas auf Kurs bringen können?

Bernd Schmitz: Klare Antwort: Ja! Aber trotz dieser Berufserfahrungen darf man kurzfristig keine Wunderdinge erwarten. Es gibt in den Römer Thermen eine Menge zu tun und die notwendigen Veränderungen müssen zügig angepackt und konsequent umgesetzt werden.

Und ich kann mich hier nur wiederholen: Alleine bewege ich hier gar nichts, sondern das geht nur, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen – Politik, Mitarbeiter und letztendlich auch die Besucher. Insbesondere muss es gelingen, auch wieder die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Bad Breisig von dem attraktiven Angebot der Römer Thermen zu überzeugen oder noch besser, sie dafür zu begeistern.

BLICK aktuell: Niemand kann erwarten, dass sich die Therme aus dem alljährlichen Minus, das so langsam auf die Milionenschwelle zusteuert, herausholen lässt. Es geht doch wohl eher um Schadensbegrenzung, also darum, die Verluste erträglicher zu gestalten. Dazu muss es wohl strategische Neuansätze geben. Wann werden Sie dazu ein Konzept vorlegen können?

Bernd Schmitz: In allererster Linie geht es zunächst einmal darum, mit einfachen Mitteln das Image, die Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität der Römer Therme zu erhöhen und sie aus den Negativ-Schlagzeilen herauszuholen. Wird dieses Ziel erreicht, steigt die Akzeptanz der Thermen bei den Bürgerinnen und Bürgern, was sich letztendlich dann Schritt für Schritt positiv auf die Besucherzahlen und damit auf die Einnahmen auswirkt. Auf der anderen Seite müssen alle Prozesse und Ausgaben auf den Prüfstand, um die Abläufe zu optimieren und den Verlust zu minimieren. Ziel muss es sein, die enorme finanzielle Belastung der Stadt zu reduzieren.

Natürlich muss man sich parallel Gedanken um die zukünftige strategische Ausrichtung der Römer Therme machen. Wann hierzu Konzepte vorgelegt werden können, ist schwer zu sagen. Zunächst muss man sich einen Überblick über die derzeitige Situation verschaffen und daraus alternative Konzepte und mögliche Strategien ableiten. So etwa in einem halben Jahr kann man etwas konkreter darauf antworten.

BLICK aktuell: Wie lauten Ihre langfristigen Ziele? Oder kommt diese Frage noch zu früh?

Bernd Schmitz: Eigentlich kommt diese Frage tatsächlich zu früh, aber ein mittel- und langfristiges Ziel sollte sein, dass die Römer Therme in einem strategischen Gesamtkonzept der Stadt eingebunden wird.

Wenn nicht bereits geschehen, ist es doch entscheidend und wichtig, zu wissen, welche Alleinstellungsmerkmale und Besonderheiten der Stadt Bad Breisig in Zukunft eine Rolle spielen und gefördert werden sollen.

Diese Strategie kann meines Erachtens nur gemeinsam mit allen Beteiligten, insbesondere der Stadt, der Tourist-Information, mit der Gastronomie, mit der Hotellerie und den Anbietern zum Beispiel von Wanderungen, Fahrradtouren o. ä. entwickelt werden. Entsprechend muss sich die Römer Therme in dieses Gesamtkonzept einfügen und hierzu passende Angebote entwickeln.

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juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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