Politik | 23.03.2021

Parents for Future unterstützten die weltweite Klimademonstration in Bonn

„Keine leeren Versprechungen mehr“ zum weltweiten Klimaschutz

Die Pandemie hielt die Aktivisten von „Fridays/Parents for Future“ nicht davon ab, für die Forderungen zum Stopp des Klimawandels wieder zu demonstrieren. Foto: privat

Wachtberg/Bonn. Es war inzwischen schon die dritte Großdemonstration der weltweiten „Fridays for Future“ Bewegung, die am 19. März 2021 stattfand. So wie in Bonn demonstrierten in 880 weiteren Städten weltweit die Aktivisten der Klimaschutzbewegung für die Umsetzung der global erforderlichen Klimaziele. Sie verwiesen mit vielen ideenreichen Plakaten auf die Einhaltung des Kohleausstiegs bis 2030 sowie auf die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad. Wichtiges Thema auf vielen Spruchbändern war auch die Forderungen einer klimaneutralen Energieerzeugung spätestens bis zum Jahr 2035. Der internationale zentrale Slogan der Demonstrationen lautete „#Nomoreemptypromises“ (zu Deutsch etwa: Keine leeren Versprechungen mehr). Wie bei den vorangegangenen Demonstrationen beteiligten sich die Wachtberger Parents for Future wieder aktiv an der zentralen Kundgebung auf der Hofgartenwiese in Bonn. Es folgten zwei Demonstrationszüge durch die Stadt und in Richtung Rheinufer, die sich dann zur Abschlusskundgebung wieder auf der Hofgartenwiese vereinigten. Alles lief in Absprache zwischen den Veranstaltern und der Stadt Bonn mit einem streng überwachten, coronakonformem Hygienekonzept ab. Die Abstandsvorgaben der Veranstalter von ca. 2 Metern konnten auf der weitläufigen Hofgartenwiese zu jeder Zeit problemlos eingehalten werden. Auch der Maskenpflicht wurde durchgehend entsprochen. Dafür sorgten zahlreiche Ordner, die stets die Beachtung der Hygieneregeln im Blick hatten. In einer Pressemitteilung wiesen die Parents darauf hin, dass diese globalen Forderungen auch für Wachtberg gelten müssten. Auch vor Ort in Wachtberg sei man für die Entscheidungen auf kommunalpolitischer Ebene verantwortlich. Hierzu gehörten nicht nur das konsequente Anstreben der Klimaneutralität Wachtbergs bis 2035 sondern ebenfalls die nachhaltigen Anstrengungen im Umwelt-, Arten- und Naturschutz. „Auch für die Wachtberger Kommunalpolitik gilt: Keine leeren Versprechungen mehr“, mahnen die Parents an, die damit den Bogen für ihre globalen Forderungen nach Wachtberg spannen. Man müsse endlich beginnen, die in der schwarz-grünen Ratskoalition vereinbarten Zielvorstellungen auch beherzt umzusetzen. Der ca. 3 km lange Fahrradweg, der entlang der K 57 von Gimmersdorf nach Villip geplant sei, wäre zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber es sei in Sachen konsequenter Umweltprojekte und in Sachen Klimaneutralität noch viel Luft nach oben, merken die Parents ermunternd an.

Man wolle auch weiterhin „aus der Sicht von Wachtberger Bürgerinnen und Bürgern“ die Ratsarbeit außerparlamentarisch kritisch begleiten, um gemeinsam „die ambitionierten, aber machbaren Ziele“ zu erreichen. So werde auch der neue Fahrradweg dahingehend von den Bürgerinnen und Bürgern „umweltbilanziert“, indem darauf geachtet wird, dass nicht wie am Gut Holzem dafür hunderte von Bäumen gefällt werden. „Es macht wenig Sinn, vorne etwas werbewirksam aufzubauen und ‚mit dem Hintern‘ wieder einzureißen“, so in der Pressemitteilung.

Pressemitteilung
Parents for Future, Wachtberg

Die Pandemie hielt die Aktivisten von „Fridays/Parents for Future“ nicht davon ab, für die Forderungen zum Stopp des Klimawandels wieder zu demonstrieren. Foto: privat

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