Wählergruppe Kreis Ahrweiler

Neuer Verein lädt Bürger zur Listenaufstellung für den Kreistag ein

09.04.2024 - 08:12

Bad Neuenahr-Ahrweiler.Am 13. April ab 18 Uhr findet im großen Sitzungssaal des Hotels „Zum Stern“ am Ahrweiler Marktplatz einen öffentliche Aufstellungsversammlung zur Aufstellung einer Listenwahl zum Ahrweiler Kreistag statt. Der Termin ist bürgeröffentlich, das heißt, alle wählbaren Bürgerinnen und Bürger vom Kreis Ahrweiler sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Aktives und passives Wahlrecht haben nach dem Willen der Mitglieder auch bei dieser Wahl alle im Ahrkreis gemeldeten Bürgerinnen und Bürger, bei denen der Gesetzgeber dieses nicht explizit ausschließt, ausgeschlossen sind damit insbesondere konkurrierend zu den Kommunalwahlen im Juni antretende Personen.

Um auch lediglich interessehalber teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Hausordnung des gastgebenden Hotels ansonsten absolute Meinungsfreiheit anzubieten und aufgrund des begrenzten Platzangebotes, bitte der Veranstalter ferner die Presse darum der Veranstaltung fernzubleiben.

Ferner sind ungefähre Sitzplatzreservierungen für die Planungen des Hotels sowie für den Veranstalter von Vorteil. Wir bitten interessierte Bürgerinnen und Bürger uns Reservierungen z.B. mit der Zahl „1“ oder „2“ im Betreff in einer Mail bekannt zu geben, unter schoppdaniel@googlemail.com.

Der Veranstalter der Listenwahl ist ein Verein, der sich entsprechend seiner allesamt parteilosen Mitglieder „Wählergruppe Kreis Ahrweiler“ (in Kürze e.V.) nennt, und der unter anderem zum Zweck dieser Wahl gegründet wurde.

Offizieller Zweck laut Satzung ist nämlich ganz allgemein „Die Optimierung der Lebensqualität im Kreis Ahrweiler“, insbesondere verwirklicht durch „Politische Aktivitäten“. Und eine reine Bürgerliste, die die Bürgerinnen und Bürger in Abgrenzung zu Parteien oder parteiähnlich agierenden Wählergruppen wieder mitnimmt, empfindet der veranstaltende Verein als richtiges Signal, in der Ansicht vieler erlebter Krisen in weiterhin unruhigen Zeiten.

Ein kommunales Wahlprogramm, an dem sich die übrigen Bürgerinnen und Bürger, Wählerinnen und Wähler, zur anstehenden Kommunalwahl orientieren können, soll im Anschluss an die Listenwahl gemeinsam unter den gewählten Kandidatinnen und Kandidaten erarbeitet werden.

Damit beim Verein auch jede engagierte Mitbürgerin, jeder engagierte Mitbürger mitmachen kann, wurde ein Mitgliedsbeitrag von Null Euro festgelegt. Der somit rein spendenfinanzierte Verein möchte bei persönlicher Vorstellung auf den allesamt bürgeröffentlich Terminen weiterwachsen. Vereinsaufnahmen sind vor Ort in Ahrweiler persönlich möglich, außerdem sowohl persönliche als auch per Mail geäußerte Unterstützungsangebote sind erwünscht.

Spendenquittungen können jedoch erst nach bestätigter Eintragung ausgestellt werden. „Dieser Verein sowie die Art der Listenwahl sind ein Modellversuch, für das es bislang kein bekanntes Vorbild gebe“, so der 1. Vorsitzende Daniel Schopp und der 2. Vorsitzende Dr. Axel Ritter. „Aber ungewöhnliche Ereignisse wie die Ahrtalflut, gepaart mit viel Politikverdrossenheit in der Bevölkerung aus unterschiedlichsten Gründen erfordern es einfach, die Demokratie ein bisschen weiter zu denken“, geben beide Vorsitzende der Presse bekannt. Der veranstaltende Verein freut sich entsprechend auf eine rege Beteiligung zur Aufstellungsversammlung für den Kreistag Ahrweiler und erinnert hiermit nochmal an die Voranmeldung per Mail, denn auch Sitzplätze sind im Zweifel begrenzt.

Eine möglicherweise entstehende Bürgerliste für den Kreistag Ahrweiler, die sich gegenseitig wählt und gemeinsam Unterstützungsunterschriften sammeln möchte, wird jedenfalls am Montagmorgen, 15. April, nach diesem Wahltermin am kommenden Samstag von dafür gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Kreisverwaltung Ahrweiler bekannt gegeben. Das weitere entscheiden nun die Bürgerinnen und Bürger, ob, oder inwieweit sie das Angebot des Vereins gerne nutzen möchten, oder vielleicht auch nicht.

Pressemitteilung

Wählergruppe Kreis Ahrweiler

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11.04.2024 10:26 Uhr
Amir Samed

Zitat:" ... einfach mal von der Meinungsfreiheit Gebrauch machen kann ohne ..." - Etwas was zu begrüßen ist, aber auch dass zeigt, wie weit Freiheit und Demokratie in diesem Land bereits eingeschränkt sind und weiter eingeschränkt werden (siehe Gesetze welche in der Planung sind). Der Verlust eines solch elementaren Freiheitsrechtes oder bereits dessen Einschränkung ist einer Demokratie unwürdig und läutet, unweigerlich, deren ENDE ein!



10.04.2024 17:31 Uhr
Nadine Schopp

Mit einem Lächeln im Gesicht lese ich die hier verfassten Kommentare. Ich möchte auch nicht auf ein politisch "rechts" oder "links" eingehen. Die Veranstaltung am Samstag soll nämlich unter Ausschluss der Presse stattfinden, damit jeder Mitbürger auch einfach mal von der Meinungsfreiheit Gebrauch machen kann ohne daß er sich am nächsten Tag in der Presse wiederfindet. Es geht nämlich bei der Wählergruppe um den Menschen und nicht um die Selbstdarstellung, Huldigung oder Defragmierung einzelner Personen sondern um das "Mensch sein". Eben eine Wählergruppe von Menschen für Menschen.



10.04.2024 14:24 Uhr
Thomas Graf Jödicke von Roit

Herr Huste,

kritische, eventuell unliebsame, unbequeme Fragen stellen sich in der Regel stets gegenüber ganz konkreten Punkten und daraus resultierenden realen Entscheidungen und nicht schon bei einer obligatorischen Vereinsvorstellung. Und was Herrn Ritter betrifft so zeichnet ihn aus, dass er das ganze Gegenteil von Ihnen ist und es jederzeit auch sein Recht ist, solange nach einer politischen Heimat für sich zu suchen, wie er will. Dafür zeichnet sich bei Ihnen ab, dass Sie definitiv nicht zur Willenserklärung des Vereines gehören , der eben für alle Menschen da sein möchte und sich eben nicht politisch spalten lassen möchte von ewig Gestrigen.

Ich wünsche dem Verein einen guten und unvoreingenommenen Start mit viel Unterstützung von und mit allen Bürgern des Kreises Ahrweiler.


Thomas Graf Jödicke von Roit



10.04.2024 12:29 Uhr
Daniel Schopp

Mal angenommen die Politik in Bund, Land und Kommune wäre in der Lage Menschen mitzunehmen und zu erreichen, dann würde es nicht immer wieder neue Parteien oder Wählergruppen geben, wie sie z.b. der Vertreter der Partei "Die Linke" Herr Huste hier kritisiert einfach nicht geben. Tatsache trotz geschönt Wahlumfragen bleibt aus meiner Sicht, daß die "Partei der Nichtwähler" inzwischen oft die Größte ist. Gefolgt von der Partei der "Notlösungswähler" und in der Kommune noch gefolgt von Wählern der Kleinparteien.
Falls Herr Huste der mit seiner Partei nur ca 4% der Wähler, also rund 2 Prozent der Bevölkerung vertritt, also Angst davor hat, das parteilose Menschen bei einem Termin der neuen "Wählergruppe Kreis Ahrweiler" mal den Mund aufmachen dürfen ohne seinen Kommentar dazu hören zu wollen, so sagt das viel über die aktuelle "Arroganz der Macht" in den Parteien aus. Und falls ein Gast der Veranstaltung zum Beispiel spontan weinen möchte, so gehört das deshalb längst nicht in die Presse



10.04.2024 09:21 Uhr
K. Schmidt

Herr Huste hat ja auch schon für (fast) alles mögliche kandidiert. Man könnte sich nun fragen, wieso man solche Bürger/Wähler nicht in die eigene Partei und Programmatik integriert bekommt, oder vielleicht auch wieso nicht mehr (verbinde ich den Namen Schopp nicht auch mit den Linken?). Aber nein, stattdessen wird direkt von rechten Splitterparteien fabuliert. Wer nicht meiner Meinung ist, ist halt zu weit rechts. Genau das ist doch die Denkweise, weshalb es überhaupt Splittervereinigungen oder gerade auf kommunaler Ebene auch solche offenen Listen gibt. Denke mal auf den Stimmzetteln im Juni werden einige dieser Listen auftauchen. Und die etablierte Politik von links nach rechts kapiert weiter nicht, wieso bei ihnen der Zuspruch und Zulauf sinkt. Das zeigt Herr Huste hier beispielhaft sehr deutlich. Das macht mir politisch gedacht deutlich mehr Sorge, als die AfD, BSW oder sonstwas. Dienen Parteien demnächst nur noch als "Förderverein der Politikverdrossenheit"?



09.04.2024 16:24 Uhr
Wolfgang Huste

Mal sehen, ob zur Gründung mehr als 15 Personen kommen werden. Die hiesige Presse fernzuhalten, mit dem Argument, dass im Hotel (angeblich!) zu wenig Platz vorhanden ist, werte ich als eine Farce, als ein vorgeschobenes Argument, um kritische, eventuell unliebsame, unbequeme Fragen zu vermeiden. Presseöffentlichkeit ist wohl nicht aus Platzmangel unerwünscht, sondern aus anderen Gründen. Öffentlichkeit und Transparenz sieht anders aus! Ich bin gespannt, wie sich die Programmatik dieses Wahlvereins signifikant von der Programmatik der AfD und von den ebenfalls rechten Splitterparteien Die Basis und BSW unterscheidet. Herr Ritter hat ja schon für (fast) alles Mögliche kandidiert. Nun ja....



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