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Neuwahlen bei der BUND-Kreisgruppe

Reinhard van Ooyen ist alter und neuer BUND-Kreisvorsitzender

Reinhard van Ooyen ist alter und neuer BUND-Kreisvorsitzender

27.03.2017 - 11:47

Bad Neuenahr/Kreisgebiet. Im Mittelpunkt der gut besuchten Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Ahrweiler des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) standen die Neuwahl des Vorstandes sowie Berichte über Aktivitäten sowie zur Situation der Umwelt.

Bei den Vorstandswahlen im „Hotel Krupp“ wurde Reinhard van Ooyen (Bad Neuenahr-Ahrweiler) einmütig als Kreisvorsitzender des BUND bestätigt, ebenso wie Georg Schiffer (Ahrbrück) als Stellvertreter sowie Uli Vogel aus Winnerath als Schatzmeister. Reinhard van Ooyen übt diese Tätigkeit bereits seit sechs Jahren aus. Schon sehr lange im Umweltbereich aktiv ist auch Georg Schiffer. So beim Einsatz gegen den Weiterbau der A 1 und im Gewässerschutz. Das BUND-Urgestein Uli Vogel übt seine Tätigkeit als Schatzmeister der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler seit nunmehr fast 40 Jahren aus - ein Novum auch im Landesverband. Zum erweiterten Vorstand zählen zudem die Leiterinnen- und Leiter der zahlreichen Arbeitskreise. Bei allen bedankte sich Reinhard van Ooyen mit einem Weinpräsent für ihr Engagement. Sämtliche Funktionen werden ehrenamtlich ausgeübt. Zunächst referierte Klaus Puchstein über die Auswirkungen von Straßenbau, Zersiedlung und damit einhergehende Verinselung sowie konventioneller Landwirtschaft auf Kleinlebewesen und Insekten. Und nannte beunruhigende Zahlen: Mittlerweile ist der Insektenbestand um 80 Prozent zurückgegangen. Dies bedeutet in der Nahrungskette eine starke Einschränkung des Nahrungsangebots für Vögel und Fledermäuse. Bei Amphibien (Frösche, Kröten, Molche) ist die Situation ebenso bedenklich. Reinhard van Ooyen sprach zunächst die zahlreichen Exkursionen und Pflegeeinsätze der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler an. In seinen umfangreichen Ausführungen hatte er Lob, aber auch viele mahnende Worte parat.


Lob für Verkehrskonzept


Lob zunächst für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler für das angekündigte Verkehrskonzept anlässlich der Landesgartenschau 2017. Ebenso für das aus Bundesmitteln geförderte Renaturierungsprogramm des Kreises Ahrweiler an der Oberahr. An den Kreis gingen gleichzeitig aber auch mahnende Worte wegen der unbefriedigenden personellen Situation bei der Unteren Landespflegebehörde. „Und dies in einem Kreis mit vielen FFH-Flächen und einem Landschaftsschutzgebiet“, monierte van Ooyen ruhig und sachlich. Er schilderte den Zustand der Welt als „bedrohlich“: Immer häufiger und heftiger auftretende Umweltkatastrophen, von denen der Ahrkreis im vergangenen Jahr auch erstmals massiv betroffen war, dramatischer Anstieg der Meere sowie Schmelzen der Eisberge, bei gleichzeitig steigenden Dürrephasen, etwa in Afrika. Die Fischbestände würden gnadenlos ausgebeutet. Und darüber hinaus die Meere als Nahrungsgrundlage extrem stark belastet, etwa durch Plastik und illegale Einleitungen. Alle Faktoren, so van Ooyen, führen in der Summe zu einem dramatischen - vielfach gar nicht erkennbaren - Artensterben und damit dem Zerfall der Nahrungskette. „An dessen Ende wird immer mehr der Mensch sichtbar,“ mahnte der überzeugte Umweltschützer sehr nachdenklich. „Wir könnten noch agieren, aber unsere Kinder und Enkel bald wohl nur noch reagieren,“ so Reinhard van Ooyen weiter. Spannend werde es für den BUND, wie die notwendige Energiewende umgesetzt werden soll; etwa im Bereich der Windkraft oder der Speichermöglichkeiten für Strom.


A 1: Keine Genehmigung


Nicht hinnehmbar sind für BUND und andere Umweltorganisationen die Planungen für den Weiterbau der A 1 durch die westliche Vulkaneifel. Die bislang an der A 1 von den Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen stets praktizierte „Salami-Taktik“ für einzelne Abschnitte räche sich jetzt. Der Weiterbau der A 1 durch die westliche Vulkaneifel gehe zudem am Bedarf vorbei. Jetzt bestätige es sich, dass alternative Möglichkeiten bislang nicht ernsthaft geprüft worden seien. Zudem herrsche in Fachkreisen Einigkeit, dass die Eingriffe für die geplante A 1 nicht ausgleichbar seien. Und damit müsse es dort nach geltendem Recht in der Konsequenz zu einer „0-Lösung“ kommen - eine Genehmigung dürfe aus diesen Gründen nicht erteilt werden. Mittlerweile hätten auch die Juristen im Bundesverkehrsministerium dies wohl erkannt und das Bundesministerium selbst schon offen von „einem sehr problematischen Abschnitt“ gesprochen. Van Ooyen ist daher sehr gespannt, ob die Planungen dennoch weiter betrieben werden. Im Falle einer Plangenehmigung haben BUND und andere Umweltverbände aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bereits Klagen gegen das Vorhaben angekündigt.


Mehr Engagement


Abschließend äußerste Reinhard van Ooyen die Hoffnung, dass sich wegen der dramatischen Umweltsituation wieder mehr Jugendliche im Umweltbereich engagieren. Wer Interesse hieran hat, kann sich wie folgt informieren:

Kreisgruppe Ahrweiler des BUND

Reinhard van Ooyen,

Tel. (0 26 41) 57 44

E-Mail: ahrweiler@bund-rlp.de

Internet: www.ahrweiler.bund-rlp.de

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Kommentare
juergen mueller:
Die SPD ist weder sozial noch bunt. Das letzte Aufbäumen einer Partei, der schon lange nichts mehr einfällt, ausser REDEN. Die deutsche Politik allgemein ist letzten Endes gar nicht bereit, um Besserungen zu bewirken - macht was sie will, verpulvert Millionen an Steuergelder - der Dumme ist der Steuerzahler - drückt sich vor ihren Aufgaben, legt ein Showgehabe an den Tag und zwar kommunal, landes- wie vor allem bundesweit, dass es einen nur noch ankotzt. Wie TV-Philosoph Precht mit Recht sagt:"Wir leben in einer (kranken) Gesellschaft, in der die Eliten das untere Drittel aufgegeben haben". Die Zahl der Menschen, die Gefahr laufen, da weiter herunterzurutschen, ist enorm - Dank einer Politikerkaste, die in erster Linie nur an sich denkt - baut sie Scheiße, wird ohne Konsequenz zurückgetreten.
K. Schmidt:
Das Schlimme ist ja eigentlich, dass es vermutlich wirklich eine nennenswerte Zahl von Leuten gibt, die glauben, mit bunten Lichtern in der Hand tatsächlich etwas bewirken zu können. Man könnte genauso gut Aktionen erfinden wie z.B. "Käsebrot für den Weltfrieden", und jeder der morgens ein Käsebrot frühstückt kann sich als Hüter des Weltfriedens feiern. Das ist der Welt und den Kriegstreibern zwar egal, aber fürs eigene Gemüt hat man was tolles auf die Beine gestellt. So wird auch dieser bunte Laternenumzug. Stupide Symbolpolitik, von Menschen die außer solchen Symbolen ansonsten wenig bewirken, gegen Menschen denen die Symbolik am Allerwertesten vorbeigehen wird. So wird die AfD nicht geschwächt, die SPD nicht wieder erstärken, und die Welt nicht verändert.
Stefan Knoll:
Man muß kein Fan der SPD sein, um diesen absolut notwendigen Widerstand gegen die AfD zu unterstützen. Gerade bei der AfD Rheinland-Pfalz potenziert sich stark rechtes Gedankengut und politische Unfähigkeit zur einer höchst gefährlichen Mischung. Genannt seien hier nur die Namen des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Uwe Junge und Justin Cedric Salka, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der AfD Westerwald, die beide im Verfassungsschutzbericht zur AfD erwähnt werden.
Juri Kanzow:
Sie war, trotz anderem Bemühen, nicht echt. Die Gossensprache der Frau Nahles kam unwirklich und gekünstelt herüber - und genau das ist eben nicht das Kennzeichen der echten Gossensprache. Die Frau wollte sich mit der Gossensprache bei den Kleinen Leuten anbiedern. Die aber durchschauten, dass da ein Emporkömmling es in die abgehobene Paukerkommune namens SPD-Führung geschafft hatte und in Wirklichkeit von oben herunter abwimmelte und vernebelte. Den katastrophalen Druck, den die unkontrollierte Einwanderung auf die Kleinen Leute ausübte (ihre bezahlbaren Wohnungen fast weg, ungekannter Konkurrenzkampf um schlecht bezahlte Arbeitsplätze trotz Mindestlohn, Sozialleistungen fast pari für deutsche Malocher und entlegene Einwanderer usw.) hat Frau Nahles konsequent in die rechte Ecke verschoben und das SPD-Desaster damit katalysiert. Der Absturz ins Bodenlose geht für die Partei so lange weiter, wie die genannten Themen auf dem Verbots-Index der Partei stehen.
Wally Karl:
Gott sei Dank!
Horst Daleki :
Ich kenne seit ihrem 17 Lebensjahr sie hat am Ende richtig gemacht leider hat sie meine Wahrung vor den Schmarotzer und Schleimer nicht wahrgenommen.
Uwe Klasen:
In einem Dokument auf der Webseite von AI zeigt diese NGO, dass Objektivität, Wahrheit und Wissenschaftlichkeit für sie keine Rolle spielen, wenn es um Israel geht. Damit ist AI als sogenannte "Menschenrechtsgruppe" gut Aufgehoben unter den Antisemiten dieser Welt!
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