Stellungnahme des SV Ruitsch-Kerben um Bericht der FWG Polch, bzgl. der Errichtung eines Kunstrasenplatzes in Polch/Ruitsch, vom 16. Mai 24

Sanierung würde nur eine kurzzeitige Verbesserung der Situation erwirken

Sanierung würde nur eine
kurzzeitige Verbesserung der Situation erwirken

Die Sportanlage des SV Ruitsch-Kerben. Foto: privat

17.05.2024 - 13:24

Polch/Ruitsch-Kerben.Als Sportverein sind wir gemäß Satzung politisch neutral und haben uns in der Vergangenheit öffentlich auch immer so verhalten.

Wenn aber eine Partei Wahlkampf auf dem Rücken unseres Vereins und unserer Mitglieder betreibt, wie es die FWG Polch im oben angesprochenen Artikel getan hat, sehen wir uns gezwungen, dazu Stellung zu beziehen.

Im Artikel wird der Antrag des Ortsbeirats Ruitsch vom 28. März 21 angesprochen.

In diesem Antrag, der seinerzeit von nach wie vor führenden Mitgliedern der FWG Fraktion mit erstellt und dem Ortsbeirat, gemeinsam mit der Stellungnahme des Vereins, zur Antragstellung vorgelegt wurde, ist nirgends die Rede von einer Sanierung der Sportanlage, sondern von einer Modernisierung, sprich Umrüstung in einen Natur- oder Kunstrasen.

Eine Sanierung der Anlage wie sie von der FWG gefordert wird, würde nach derzeitiger Kostenschätzung der Verbandsgemeindeverwaltung mindestens 250.000 Euro kosten und würde nur eine kurzzeitige Verbesserung der Situation erwirken.

Dieser Umstand ist der Lage des Sportplatzes außerhalb der Gemeinde und der damit verbundenen fehlenden Kanalanbindung geschuldet.

Das Oberflächenwasser des Sportplatzes würde bei der Wiederherrichtung als Tennenplatz weiterhin schlammiges Wasser in die dann erneuerte Drainage spülen, das nirgendwohin abfließen kann.

Dies würde innerhalb weniger Jahre dazu führen, dass der Zustand der Sportstätte sich den heutigen, auch der FWG klar ersichtlichen, Missständen angleicht.

Des Weiteren wird angesprochen, dass man in der Vergangenheit stets positiv zu Investitionen an der Sportanlage in Ruitsch votiert habe.

Beispielhaft angeführt wird hierbei die Erneuerung der Flutlichtanlage, die Sanierung des Vereinsheims, sowie des Geländes als Solches.

Bei der Flutlichtanlage handelte es sich um eine energetische Modernisierung auf moderne LED-Technik, wie sie bei der Straßenbeleuchtung im gesamten Stadtgebiet sowie auch im

Leo-Schönberg-Stadion stattgefunden hat.

Dieser Entschluss geht zwar auf Initiative des SV Ruitsch-Kerben zurück, amortisiert sich aber durch den deutlich niedrigeren Energiebedarf innerhalb weniger Jahre, sodass die Stadt Polch damit sogar Kosten reduzieren kann.

Was die Sanierung des Vereinsheims angeht, so wurde hier weder eine Unterstützung durch die Stadt angefragt, noch durch den Stadtrat bewilligt.

Die Sanierung dieser städtischen Liegenschaft wurde vollständig aus Mitteln des Vereins, etwa 14.000 Euro Materialkosten, und durch die hervorragende, ehrenamtliche Unterstützung seiner Mitglieder verwirklicht.

Lediglich bei der Beseitigung eines Wasserschadens wurde die Verwaltung der VG Maifeld tätig, indem sie den Schaden der zuständigen Versicherung meldete und die Arbeiten beauftragte.

Da sich das Gebäude in städtischem Besitz befindet und die Versicherung innerhalb eines Rahmenvertrags der Verbandsgemeinde angelegt ist, ist dies gar nicht anders möglich.

Da die Kosten dieser Gebäudeversicherung aber vom Verein getragen werden, ist das hier ebenfalls gegenstandslos.

Bei der Ertüchtigung des Vereinsgeländes ging es um die Herstellung der Verkehrssicherung, welche der Verein stellvertretend für die Stadt als Verpächter in Eigenleistung erstellt hat. Hierbei hat die Stadt auf Beschluss des Rats das benötigte Baumaterial zur Verfügung gestellt.

Im Detail handelte es sich um die Einfriedung eines bis dato frei zugänglichen Flüssiggastanks, sowie das Ebnen und Schottern der Parkfläche.

Weiterhin wird die Modernisierungsmaßnahme in Ruitsch mit der Begründung abgelehnt, dass wahrscheinlich keine weitere Förderung von Land, Kreis und Verbandsgemeinde zu erwarten ist, da eine Solche bereits für den Sportpark in Polch vereinnahmt wird.

Diese Förderung würde für den Sportplatz in Ruitsch, im besten Falle 150.000 Euro betragen.

Im Gegensatz zum Bau der Großsportanlage im Sportpark in Polch, hat sich der SV Ruitsch-Kerben aber bereits mit Antrag des Ortsbeirats aus dem März 21 bereit erklärt, Eigenleistungen bei der Einfriedung und Befestigung der Sportanlage im Gegenwert von ca. 130.000 Euro zu leisten.

Auch der Verweis auf den Bericht des Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) scheint uns hier alles andere als sinnvoll.

Zum einen war die Sportstätte in Ruitsch, entgegen der Behauptung im Bericht, von Anfang an Teil dieses Sportstättenentwicklungskonzepts, zum anderen stammt dieser ISE-Bericht aus dem Juni 2017 und kann den aktuellen Bedarf gar nicht wiedergeben.

Das Ergebnis dieses Berichts war nämlich, dass seinerzeit neben den beiden Sportanlagen in Ruitsch und dem Leo-Schönberg Stadion in Polch keine weitere Großsportanlage in Polch benötigt wird.

Weder die Vereine noch die Schulen hatten damals einen weiteren Bedarf angemeldet.

Der Modernisierungsbedarf in Ruitsch wurde aber auch hier schon erkannt.

Seitdem hat sich allerdings viel getan.

Die Grundschule Polch hat seit dem vergangenen Jahr erstmals 5 erste Klassen.

Alleine der SV Ruitsch-Kerben konnte, durch eine Umstrukturierung im Jugendbereich, seine Zahl an Jugendspielern in den vergangenen 2 Jahren versechsfachen.

Derzeit sind etwa 140 Kinder in der Jugendabteilung der JSG Ruitsch-Kerben/Rüber aktiv, davon etwa 80 Prozent aus Polch.

Der SV Ruitsch-Kerben ist der mit Abstand größte Verein im Stadtteil Ruitsch und liegt mit seinen derzeit 385 Mitgliedern in der Stadt Polch vermutlich auf Platz 2.

Neben dem sportlichen Bereich, trägt der Verein mit der Durchführung von Veranstaltungen im Stadtteil, aber auch zum Beispiel bei der Unterstützung der Kirmes in Polch oder den Kooperationen mit der Grundschule Polch oder der KiTa Schwalbennest, in hohem Maße zum Gemeinwohl innerhalb der Stadt bei.

Wir empfinden es zudem äußerst befremdlich dass eine Maßnahme, die letztlich von allen Fraktionen als notwendig erachtet wird oder zumindest wurde, im Kommunalwahlkampf zu einem Politikum gemacht wird.

Hier betreibt man, wie zu Beginn erwähnt, Wahlkampf auf dem Rücken unseres Vereins und unserer Kinder.

Pressemitteilung

des Vorstandes der

SV Ruitsch-Kerben

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