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Deutsche Bahn hält am Verkauf fest und signalisiert Gesprächsbereitschaft

Was wird aus dem Bahnhof?

Was wird aus dem Bahnhof?

Die Deutsche Bahn möchte das Empfangsgebäude in „nicht allzu langer Zeit“ verkaufen. Foto: FF

17.02.2020 - 08:58

Neuwied. Ende Januar hatte der Neuwieder Stadtrat auf Antrag von CDU/Grüne und FWG beschlossen, dass die Stadtverwaltung Kontakt zur Deutschen Bahn aufnimmt, um das Staatsunternehmen vom Verkauf des Neuwieder Bahnhofs abzubringen. Auf Anfrage von BLICK aktuell teilte Stadtsprecher Erhard Jung mit, dass Oberbürgermeister Jan Einig voraussichtlich Ende April mit Bahnvertretern sprechen wird. Mal davon abgesehen, dass die Einflussnahme der Stadt auf die Deutsche Bahn gering sein dürfte, gibt es dennoch Redebedarf. Bekanntlich hat das Staatsunternehmen mehrfach bekräftigt, dass der Neuwieder Bahnhof verkauft werden soll. Ein Verkaufsexposé soll Ende des zweiten Quartals 2020 auf der Homepage der Bahn (www.bahnliegenschaften.de) und auf Immoscout veröffentlicht werden. Die Prüfung sei weitgehend beendet, lediglich Detailfragen seien noch zu klären. Will die Deutsche Bahn den Bahnhof veräußern, muss das Gelände entwidmet werden. Zuständig dafür ist das Eisenbahnbundesamt. „Dann greift der Bebauungsplan der Stadt Neuwied“, erklärt Erhard Jung. Vorgegeben ist ein Gewerbegebiet. Potenzielle Käufer müssten sich also nicht nur mit der Bahn verständigen, sondern sich bei der Stadt Neuwied bezüglich der Nutzungsbedingungen kundig machen. „Vergnügungsbetriebe wie Spielhallen oder Bordelle sind nicht möglich. Kneipen und Kultureinrichtungen dagegen schon“, unterstreicht der Pressesprecher. Nach dem Bekanntwerden des Verkaufs wurden auf den sozialen Netzwerken schon unterschiedliche Ideen für die Nutzung diskutiert. CDU-Chef Martin Hahn ist alles andere als zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Prozesses. In einem Brief an die Bahn zeigte er sich erstaunt, dass in Zeiten, in denen die Bahn eine Investitionsoffensive ausruft, Strecken erneuert und vielerorts in Bahnhöfe investiert, es paradox und ein Schlag ins Gesicht der Neuwieder sei, wenn lapidar der Beginn des Verkaufsprozesses angekündigt wird. Der Fraktionsvorsitzende forderte die Verantwortlichen Ende Januar auf, sich mit der Verwaltung an einen Tisch zu setzen und über Möglichkeiten einer gemeinsamen Vorgehensweise und Nutzung des Gesamtgeländes zu beraten. Ziel seien Lösungen, die allen Beteiligten zugutekommen.


Intervention zeigt Wirkung


Die Beschwerde von Martin Hahn zeigte Wirkung. Ende vergangener Woche ging Klaus Vorhusen, der Deutsche Bahn Konzernbevollmächtigte für Rheinland-Pfalz, in die Details. Tatsächlich zum Verkauf stünde nur das Empfangsgebäude. Der Bahn würden die finanziellen Mittel fehlen, um das Gebäude positiv zu entwickeln. Keinesfalls würde das Gebäude aber verkauft, ohne die Kommune einzubinden. Klaus Vorhusen bestätigte das Abstimmungsgespräch mit der Stadt Neuwied. Einen „Fire-Sale“ werde es zwar nicht geben, aber ein Käufer sollte in nicht allzu langer Zeit gefunden sein. Der Konzernbevollmächtigte bringt gleichzeitig die Stadt als potentiellen Käufer ins Gespräch: „Es gibt in Deutschland bereits eine Vielzahl von der DB an Kommunen oder Dritte verkaufte Empfangsgebäude, die nun eine Zierde sind für die jeweilige Kommune und auch für die Fahrgäste, die dort in den Zug einsteigen. Das sollte auch in Neuwied zu schaffen sein“. Einig ist sich die Kommunalpolitik, dass der Bahnhof mit seiner zentralen und identitätsstiftenden Funktion eine große Bedeutung für Neuwied hat. Aus diesem Grund möchte die Politik die Situation mitgestalten und nicht am Ende vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Von größter Wichtigkeit ist den Bürger/innen und Politikern, dass der Informations- und Fahrkartenschalter weiterhin betrieben wird. FF

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S. Schmidt:
Ohne eine minimale Disziplin der Staatsbürger gerät diese Spaß- und Null-Risiko-Gesellschaft nun an den Rand des Scheiterns. Über die Jahre hat sich diese höchst fragwürdige Einstellung gegenüber Recht und Ordnung, Disziplin und Sorgfalt ausgebildet, ja sogar Menschen dies danach lebten und verlangten wurden in die „rechte“ Ecke phantasiert. Nun ist „Not am Mann“ und wir können in Teilen unserer Gesellschaft nicht auf ebendiese Tugenden zurückgreifen, die aktuell zum Schutz der Risikogruppen gebraucht werden.
juergen mueller:
Ja - Frau Dreyer, wissen WIR. Und da müssen WIR durch - auch ohne die andauernden Ermahnungen der Politik, auch wenn diese aufgrund der Uneinsichtigkeit eines Teiles der Bevölkerung man als notwendig erachtet. Sieht man sich die Medien an, dann geht alles an u.für sich normal weiter. Da ist ein Xavier Naidoo tagtäglich präsent in den Medien - dessen rechtspopulistische Gesinnung jedem bekannt sein müsste,der sich seine Texte einmal näher verinnerlicht,der jahrelang hofiert wird,dem seine Alben aus den Händen gerissen werden,ohne sich Gedanken darüber zu machen,was hinter seinen Texten wirklich steckt,einer,der mit der Blödheit u.auf Kosten seiner Fan`s zum Millionär geworden ist, einer, der mit seinen vermeintlich geistreichen Texten nur eines im Sinne hat, von seiner eigentlichen Gesinnung abzulenken, die er zu gegebener Zeit offen zur Schau tragen kann.
Jean Seligmann:
Ja, die gute alte SPD, auch sie hat sich verändert. So biedert sich Frau Esken bei den Linken an indem sie jetzt, wo viele Menschen vieles verlieren und gigantische Vermögenswerte vernichtet werden, eine Vermögensabgabe zur "Abmilderung der Coronafolgen" fordert. Gehts noch?

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juergen mueller:
Man sollte sich auch einmal in Krisenzeiten darüber im Klaren sein, dass man nicht auf die Kommunalpolitik angewiesen ist zu wissen, was falsch oder richtig ist, sondern einzig u.alleine der gesunde Menschenverstand zählt,den nicht jeder besitzt,was die Ausnahme sein dürfte.Politiker sind auch nur Menschen,die zwar meinen,etwas besser zu wissen u.für unser Wohl zu entscheiden,aber eben nur Menschen,die letzten Endes genauso Fehler in ihrem (ich-bezogenen) Denken machen,wie wir ebenso. Sich alleine auf das Denken anderer zu verlassen,vor allem politisches,damit macht man es sich zu einfach,beraubt sich seiner eigenen Selbstständigkeit u.liefert sich den Fehlern anderer aus.
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