Mayener Radsportler des RSC Eifelland unterwegs an Unstrut, Saale und Ilm

Kanonenbahn, Kyffhäuser und Weimarer Klassik

28.09.2020 - 08:40

Mayen. Lange Zeit war unklar, ob die traditionelle Flüssetour des RSC Eifelland Mayen in diesem Jahr würde stattfinden können. Einige Wochen vor dem geplanten Start kam die erlösende Nachricht von Cheforganisator Thomas Eggen: Alle vorgesehenen Restaurants und Hotels haben gültige Hygieneregelungen und ein Konzept für die Mayener Radsportler selbst z.B. für die An- und Abreise wurde ebenfalls erarbeitet. So setzte sich die 18-köpfige Gruppe Anfang August Richtung Thüringen zum Start nach Lengenfeld unterm Stein in Bewegung. Am Anreisetag sollten laut Marschtabelle bereits 78 km bewältigt werden, doch direkt zum Start hatte Thomas Eggen eine Überraschung für die Teilnehmer parat: Die ersten 10 km legte man bei einem zünftigen Frühstück entspannt mit der Erlebnisdraisine „Kanonenbahn“ zurück. Die „Kanonenbahn“ erhielt ihren Namen aus dem Volksmund, da sie einst als rein militärische Strecke zum Transport von schwerem Kriegsgerät von Berlin über Koblenz nach Metz gebaut wurde. Um viele Informationen reicher und gut gestärkt wollten die Radler ihre Fahrt aufnehmen, einzig die bei den Brücken- und Tunnelbauwerken angebotenen Schnäpse und Liköre „Tunnellicht“ und „Brückenpfeiler“ hätten die Motivation oder besser die Leistungsfähigkeit noch bremsen können.

Nun auf dem Rad erreichten die Eifelländer mit der Unstrutquelle in Keffershausen schnell eine wichtige symbolische Wegmarke. Bis zum Tagesziel in Bad Langensalza und darüber hinaus für die kommenden Tage bis zur Mündung in die Saale bei Naumburg wurden die Radfahrer fortan von der Unstrut begleitet. Warme Temperaturen, sonniges Wetter und (im Vergleich zu so manchem Vorjahr) sportlich überschaubar anspruchsvolle Touren boten reichlich Möglichkeiten, in der Gastronomie am Wegesrand oder an dem ein oder anderen Badesee auch einmal länger zu verweilen. Besonders die zweite Etappe nach Bad Frankenhausen lud am einladenden Strand der Kiesgrube Leubingen zum ausgiebigen Gebrauch dieser Möglichkeiten ein.

Der Folgetag wartete gleich zu Beginn nach einem Zwischenstopp an der Barbarossahölle mit dem rund 7 Km langen Anstieg zum Kyffhäuserdenkmal auf. Bei diesem sportlichen Höhepunkt der Tour musste sogar mancher mit dem E-Bike teilnehmende RSCler vorausschauend fahren, um nicht gleich zu Beginn der Etappe seinen Akku unwiederbringlich zu leeren. Die Führung an dem beeindruckenden Kaiser-Wilhelm-Denkmal bot eine willkommene Verschnaufpause, die allerdings durch das kräftezehrende Erklimmen der 247 Stufen hinauf zur Spitze des Denkmals jäh unterbrochen wurde. Bei bestem Wetter öffnete sich den Eifelländern ein weiter Rundumblick bis zum Harz im Norden und dem Thüringer Wald im Süden. Zum Tagesziel Naumburg ging es von nun an zwar tendenziell nur noch bergab, doch die heißen und staubigen Bedingungen verursachten die ein oder andere Zwangspause mit dringend benötigtem kühlem Nass.

Das Erreichen der Unstrut-Mündung kurz vor Ende dieser 100 Kilometer langen Königsetappe und damit kurz vor dem Tagesziel in Naumburg markierte das Ende dieses Abschnitts. Von nun an ging es tendenziell „flussaufwärts“ – zunächst kurz entlang der Saale und dann von der nahe Bad Sulza gelegenen Ilmmündung eben dieser Ilm folgend zum Tagesziel nach Weimar. Der Anstieg zur Rudelsburg und zur Burg Saaleck forderte die Radsportler noch einmal besonders, ehe die Gruppe am Nachmittag die Kulturstadt Weimar erreichte. Eine Führung durch die Stadt Goethes und Schillers ließ die RSCler in die Weimarer Klassik und ihren Weltruf eintauchen. Das Finale führte die Mayener Radsportler über das herrlich auf einem Berg gelegene Schloss Belvedere zügig die restliche Ilm „hinauf“ bis zu den Ilmenauer Teichen, von wo der Bus die Gruppe wieder sicher in die heimische Eifel brachte. RSC-Vorsitzender Martin Reis zog ein sehr positives Fazit: „Den Tourorganisatoren Thomas Eggen und Gerhard Müller gilt dieses Mal ein besonderer Dank! Nicht nur, dass sie, wie schon so oft, eine großartige, spannende Tour geplant, sondern nun auch für alle Herausforderungen rund um Corona eine Lösung gefunden haben. In den Dank möchte ich aber ausdrücklich auch alle anderen Helfer und die disziplinierten Teilnehmer einbeziehen, es war sicher nicht selbstverständlich, dass diese Tour so reibungslos vonstattengehen konnte!“ Wer Interesse an den Aktivitäten des Radsportclubs hat, findet aktuelle Informationen unter www.rsc-mayen.de

Pressemitteilung

RSC Mayen

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Harald Zobel:
Gute Ideen und Lösungsvorschläge, die in der Pandemie dienlich wären, interessieren viele Menschen nicht. Auch nicht wenn es um Kinder geht. Die physischen und psychischen Spätfolgen, die unsere Kinder durch das Tragen einer "Schutzmaske" erleiden, sind noch garnicht abschätzbar. Die Kritiker des Kommentars von Herrn Dr. Bollinger, glänzen vor allem durch Desinteresse und Halbwissen. Sie leisten hier keinen positiven Beitrag. Es geht wie immer nur um das diskreditieren der AfD, aufgebaut auf abgedroschenen Phrasen. Herr Dr. Bollinger und Herr Bleck sind hervorragende Politiker in Kommunal-, Landes-, und Bundespolitik. Sie interessieren sich noch für die Probleme der Bevölkerung. Was die Politiker der anderen Parteien in den letzten Jahren mit oder ohne "Abschluss" zustande gebracht haben, liest sich wie ein "Schwarzbuch der Politik" !
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.

Auf nach Bayern

juergen mueller:
Was heißt vor Kurzem? Eine mehrtägige Reise ausgerechnet nach Bayern, unter anderem nach Berchtesgaden. Interessant wäre zu erfahren, WER von den durchweg älteren Teilnehmern mittlerweile positiv getestet wurde bzw. entsprechende Symptome aufweist. Nicht immer auf den "Jungen" herumhacken - den "Alten" fehlt es ebenso an Vernunft, Einsicht und Rücksichtnahme. KEINER dieser Unvernünftigen trägt eine Maske, geschweige denn Abstand wird eingehalten. Wenn infiziert - dann bloß nicht jammern.
Baruch Zuckerfeld :
Faktisch haben selbst die Unprofessionelln Ermittlungen seitens der Polizei den Verdacht auf Kindesmissbrauch erhärtet männliche DNA wurde definitiv laut Kriminalbericht und des Arzt Berichts der mir auch vorliegt gefunden so wurden auch Rötungen und Hämatome gefunden fest gestellt zudem sind die Erlebnisse und Schilderungen der kleinen zu Detailgetreu als das man das erfinden würde
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