LG Rhein-Wied

Rhein-Wied-Nachwuchs gewinnt 57 Medaillen in Wittlich

Rhein-Wied-Nachwuchs gewinnt 57 Medaillen in Wittlich

Noah Seibel avancierte in Wittlich zum erfolgreichsten Athleten. Foto: LG Rhein-Wied

15.05.2024 - 09:42

Wittlich. Welch ein dominanter Auftritt der jungen Leichtathleten der LG Rhein-Wied bei den Rheinlandmeisterschaften der Altersklassen U20 und U16 in Wittlich, wo die Rhein-Wieder in allen statistischen Belangen Maßstäbe setzten. Sie stellten mit an die 50 Teilnehmern das größte Aufgebot, holten 29 Titel und insgesamt sage und schreibe 57 Medaillen.


U20:


Wer die Jahrgänge der Rhein-Wieder Talente kennt, der mag denken, es wäre in Wittlich um die Altersklasse der U18 gegangen. Zahlreiche Jugendliche der Jahrgänge 2007 und 2008 nutzten die Gelegenheit um hochzustarten. Mit dem Hineinschnuppern war es bei weitem nicht getan. Die Jüngeren zeigten ihre Konkurrenzfähigkeit auch auf dem nächsten Level. Unter den 25 Medaillengewinnern befanden sich 20 U18-Athleten. Dazu zählten im männlichen Bereich die Sprintsieger Robin Ott über 100 Meter (12,02 Sekunden) und Samuel Lehnart auf der halben Stadionrunde (23,46), der sich hier als jüngster Teilnehmer den Titel sicherte. Die geschlossen starke Sprintstärke spiegelte sich auch über 4x100 Meter wider. Robin Ott, Friedrich Godlewsky, Samuel Lehnart und Robin Franz liefen in 45,22 Sekunden zum Meistertitel. Franz kam im Weitsprung mit 6,75 Metern außerdem noch zu einem Einzeltitel. Ihm fehlten 25 Zentimeter zur DM-Norm, die in den nächsten Wochen fallen kann. Ein Meisterschafts-Neuling nahm bei seinen ersten Stadion-Titelkämpfen auf Anhieb einen ersten Platz mit: Maximilian Römer war mit übersprungenen 1,69 Meter der beste U20-Hochspringer in Wittlich.

Bei den jungen Damen stand in fast jeder Entscheidung eine Rhein-Wiederin auf dem Podest. Die Läufer, Springer und Werfer in den roten Trikots machten ihre Dominanz hier mit achtmal Gold, zweimal Silber und sechsmal Bronze besonders deutlich. Celina Medinger, die die 100 Meter Hürden (14,88 Sekunden) und den Weitsprung (5,25 Meter) für sich entschied, nahm genauso wie Marie Böckmann als Kugelstoß- (11,41 Meter) und Speerwurfsiegerin (33,93 Meter) zweimal Gold mit. Medinger bewies im spannenden Zweikampf mit ihrer LG-Kollegin Johanna Monschauer Nervenstärke, indem sie sich mit dem letzten Versuch steigerte und an die Spitze setzte. Monschauer nahm aber auch noch ihre Siegerurkunde mit – als Erste im Dreisprung mit 11,37 Metern. Die titelreife Leistung von Lotta Götz über 400 Meter Hürden war gut genug für die Qualifikation für die deutsche U18-Meisterschaft Anfang Juli in Mönchengladbah. Mit 1:06,11 Minute führte sie das Feld an. Die Qualifikationszeit bereits in der Tasche hat die siegreiche Sprintstaffel mit Lena Kuppert, Lotta Götz, Celina Medinger und Johanna Karst. Sie bestätigten diese Norm, diesmal in 49,69 Sekunden. Über die längste Strecke des Tages jubelte Laura Köhler. Sie kam mit persönlicher Bestleistung nach 11:45,76 Minuten im Ziel an.


U16


Noah Seibel avancierte in Wittlich zum erfolgsreichsten Athleten. Der deutsche M14-Neunkampf-Meister des vergangenen Jahres, der vor einer Woche die DM-Norm in Stabhochsprung erfüllte und nun noch die Zusatzleistung in einem Block- oder Mehrkampf nachlegen muss, um beim Heimspiel in Koblenz dabei sein zu dürfen, setzte diesmal andere Schwerpunkte. Er war über 100 Meter (12,30 Sekunden, Vorlauf 12,14 Sekunden), 80 Meter Hürden (11,89 Sekunden), im Weitsprung (5,97 Meter) und Kugelstoß (13,51 Meter) das Nonplusultra. Auch in der 4x100-Meter-Staffel trug er seinen Anteil zum Sieg bei. Samuel Plenert Fabing, Seibel, Finley Stricker und Philipp Veit unterboten mit 46,84 Sekunden deutlich die DM-Norm und verbesserten sich auf Platz acht der deutschen Jahresbestenliste. Vierfachmeister Seibel trumpfte zweimal mit dem letzten Versuch auf. Sowohl im Weitsprung als auch im Kugelstoß erzielte er im sechsten Durchgang seine Siegesweite. Zwei weitere Siege auf der Laufbahn heimsten Maro Tamke (800 Meter, 2:18,95 Minuten) und Tim Theisen (300 Meter Hürden, 48,46 Sekunden) ein.

Zu den spannendsten Entscheidungen der Veranstaltung zählten der M15-Lauf über 300 Meter, in dem Philipp Veit (37,89 Sekunden) um eine Hundertstelsekunde den Platz auf dem höchsten Podest verpasste, und der M14-Weitsprung. Hier lagen die drei Medaillengewinner nur fünf Zentimeter auseinander. Finley Stricker stand mit 5,34 Metern in der Ergebnisliste auf Rang eins. Elias Uffmann komplettierte mit Speerwurf-Gold (35,79 Meter) seinen Medaillensatz. Stark im W14-Bereich präsentierte sich Svea Weber, die mit 12,59 Sekunden die 80 Meter Hürden gewann und mit 12,88 Sekunden die beste Flachsprinterin war. In der W15 tat es ihr Lina Schmidt mit den Titeln über die identischen Strecken gleich. Für die 100 Meter benötigte sie 12,90 Sekunden, über 80 Meter Hürden steigerte sie ihre persönliche Bestleistung trotz starkem Gegenwind (1,9 Meter pro Sekunde) auf 12,08 Sekunden. Damit ist sie geteilte Neunte in der DLV-Jahresbestenliste und eine weitere Norm-Erfüllerin für die Heim-DM in Koblenz. Eva-Fabienne Stein spielte erneut ihre Stärke in den Wurfdisziplinen aus. Mit der Kugel (11,77 Meter) und dem Speer (35,96) war sie die Nummer eins.

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