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„Schütze dich vor dem Herzstillstand“

Vortrag der Kardiologen im St. Nikolaus-Stiftshospital war bis auf den letzten Platz besetzt

„Schütze dich vor dem Herzstillstand“

Chefarzt Dr. Ralph Rüdelstein und Team informierten rund um das Thema Herzstillstand (v.l.n.r.): Gerhard Kilian, Dr. Benedikt Bininda, Dr. Leilani Sell, Dr. Martin Rosenthal, Dr. Ralph Rüdelstein. Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Petra Dettmer

07.12.2023 - 08:43

Andernach. Medizinische Aufklärung rund ums Herz ist äußerst gefragt. Dies zeigte sich wieder bei dem Vortrag „Schütze dich vor dem Herzstillstand“ im Großen Saal des St. Nikolaus-Stiftshospitals, zu dem der Chefarzt der Kardiologie Dr. Ralph Rüdelstein zusammen mit seinen Oberärzten Dr. Benedikt Bininda, Dr. Leilani Sell und Gerhard Kilian sowie dem Facharzt Dr. Martin Rosenthal eingeladen hatte. Rund 170 Teilnehmer verfolgten den Vortrag vor Ort sowie online mit großem Interesse.

Ursachen für einen Herzstillstand

„Der Herzstillstand ist ein wichtiges Thema“, begann Dr. Rüdelstein seinen Vortrag. „65.000 Personen sind in Deutschland jährlich davon betroffen, deutlich mehr Männer als Frauen.“ Die Ursachen sind u.a. Herzmuskelerkrankungen, die durch eine verschleppte Infektion entstehen können, Herzschwäche, Drogen- und Medikamentenmissbrauch oder auch angeborene oder genetische Herzfehler. Ein Herzstillstand kündigt sich häufig nicht an, deshalb ist er so gefährlich.

Oberarzt Gerhard Kilian erklärte die unterschiedlichsten Herz-Rhythmusstörungen: „Nicht jede Störung ist gleich gefährlich. Vorhofflimmern- oder flattern ist bspw. sehr gut medikamentös oder durch eine Verödung einstellbar.“ Kammerflimmern- oder flattern hingegen sei gefährlich, das sich oft durch Luftnot bei Belastung, durch Herzstolpern, Antriebslosigkeit oder innere Unruhe bemerkbar machen kann.

„Bei lebensbedrohlichen Herz-Rhythmusstörungen ist der Einsatz von implantierbaren Defibrillatoren eine gute Wahl“, führte Dr. Leilani Sell aus. Je nach Gerät wird es unterhalb des Schlüsselbeins oder unter der Haut implantiert. „Es passt auf, überwacht den Körper und greift nur ein, wenn das Herz plötzlich zu schnell schlägt.“ Zudem habe jeder Defibrillator auch eine Schrittmacherfunktion.


Operative Behandlungsmöglichkeiten


Dr. Benedikt Bininda, Leitender Oberarzt und Leiter der Herzkatheterlabors, gab Einblicke in die operativen kardiologischen Behandlungsmöglichkeiten. Herzinfarkte entstehen durch nicht durchlässige Gefäße. Um die Gefäße offen zu halten und zu stützen, werden Stents eingesetzt. „Wir arbeiten mit den modernsten Stentsystemen“, betonte Bininda und skizzierte einen typischen OP-Verlauf. Sind Gefäße sehr hart und verkalkt, führt der Leitende Oberarzt zuerst eine Rotablation durch. Dabei wird mit einem Diamantbohrer die Plaquebildung abgetragen. Anschließend wird ein Stent gesetzt. Bei schwierigen Komplexbehandlungen kommt zusätzlich die Herzpumpe zum Einsatz, die während der Operation das Herz entlastet.

Wie kann man helfen, wenn jemand einen Herzstillstand erleidet? „Wichtig ist es, dass man handelt“, so Dr. Martin Rosenthal. „Prüfen Sie, ob die Person bewusstlos ist, wenn ja, den Notruf tätigen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen.“ Im Schnitt kommt der Notarzt innerhalb von 7 Minuten. Die Gehirnzellen beginnen jedoch bereits nach 5 Minuten ohne Sauerstoff abzusterben. „Haben Sie keine Scheu zu helfen“, betont Rosenthal. „Das einzige, was Sie falsch machen können, ist nicht zu handeln.“

Abschließend nahmen sich die Ärzte Zeit, um auf die Fragen aus dem Publikum individuell einzugehen.

Pressemitteilung

St. Nikolaus-Stiftshospital GmbH

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