Allgemeine Berichte | 09.07.2022, 12:24 Uhr

Sondersendung von SWR Aktuell und Landesschau Rheinland-Pfalz zum Jahrestag der Flut live aus Rech

Als die Flut ins Ahrtal kam – Das Jahr nach der Katastrophe

Am Donnerstag, 14. Juli 2022, 18:38 – 20 Uhr im SWR Fernsehen, Online und in der ARD Mediathek

Der Blick ins Ahrtal beim Winzerdorf Rech mit der zerstörten Nepomuk-Brücke.  Foto: © SWR/Michael Eiden
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Ahtal. Vor genau einem Jahr fluteten unvorstellbare Wassermassen das Ahrtal. 134 Menschen verloren ihr Leben, tausende Gebäude wurden beschädigt, hunderte zerstört. Warum kam es gerade hier zur Katastrophe? Wie geht es im und mit dem Ahrtal weiter? Die rund 90-minütige Gemeinschaftssendung „Als die Flut ins Ahrtal kam – Das Jahr nach der Katastrophe“ der Landesschau Rheinland-Pfalz und den Fernsehnachrichten von SWR Aktuell Rheinland-Pfalz berichtet live aus dem Winzerort Rech am Donnerstag, 14. Juli 2022, ab ca. 18:38 Uhr im SWR Fernsehen, als Livestream auf SWR Aktuell RP Online und in der ARD Mediathek. Moderation: Patricia Küll und Sascha Becker

Meteorologe Sven Plöger erklärt Wetterphänomen

Die Sendung erzählt mit Beiträgen, in Gesprächen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln von den Geschehnissen in der Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli 2021. So erklärt der ARD-Meteorologe Sven Plöger, welches Wetterphänomen dafür sorgte, dass die Ahr und ihre Nebenbäche so anschwollen. Plöger erklärt, welche Effekte das Ausmaß der Zerstörung im Ahrtal beeinflusst haben. Es werden die Ereignisse der Flut nachgezeichnet – von den ersten Überschwemmungen an der oberen Ahr und wie sich die Flutwelle ihren Weg durch das enge Tal bahnte bis hin zur Flussmündung.

Cornelia Weigand, Kämpferin für die Region

Als Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr hat Cornelia Weigand die Dimension der Wetterlage am 14. Juli früher erkannt als andere und sich schon am frühen Abend darum bemüht, Katastrophenalarm auszulösen. Mittlerweile ist sie die Landrätin für den Kreis Ahrweiler. Mit Moderator Sascha Becker spricht sie über die Bedeutung des ersten Jahrestages für sie persönlich und das Ahrtal. Es geht um die Entwicklungen und Probleme in Bezug auf den Wiederaufbau des Tals und die Unterstützung aus der Politik.

Geschichten von Rettung, Tod, zerstörter Heimat

Betroffene erzählen ihre Geschichten. Davon, dass geliebte Menschen wie Scherwans Freundin in Heppingen in der Flut umkamen. Und was das mit den Hinterbliebenen macht. Davon, dass Bewohner:innen wie Rebecca Arnoldy-Heimansfeld aus Dernau von ihren Dächern gerettet wurden – und wie sie ihren Retter:innen danken. Davon, dass im Tal nichts mehr ist wie vorher, wie zum Beispiel eindringliche Vorher-Nachher-Aufnahmen der zerstörten Nepomuk-Brücke in Rech zeigen. Aber nicht nur die Infrastruktur ist zerstört, sondern bei einigen Bewohner:innen auch das Gefühl von Heimat – so wie bei einer Betroffenen aus Sinzig, die darüber nachdenkt, das Ahrtal womöglich doch zu verlassen.

Große Solidarität, Hilfe und Unterstützung fürs Ahrtal

Nach den schrecklichen Bildern der Flut setzt eine vorher nie dagewesene Hilfsbereitschaft ein: Tausende freiwillige Helfer kamen, sie räumten auf, packten an. Die Sendung gibt Einblick in das Phänomen der SolidAHRität und lässt dieses Gefühl in eindrucksvollen Bildern und emotionalen Statements der Helferinnen und Helfer noch einmal aufleben. Moderatorin Patricia Küll spricht mit der Psychologin und Trauma-Therapeutin Anna Mainzer, die als Seelsorgerin direkt in den Wochen nach der Flut vor Ort im Einsatz war.

Wie geht es im und mit dem Ahrtal weiter?

Der Wiederaufbau schreitet voran, aber auch ein Jahr nach der Flut gibt es noch Probleme, wie bürokratische Hürden bei den staatlichen Wiederaufbauhilfen. Manche Menschen zögern Hilfen anzunehmen und Handwerker können nicht bezahlt werden, weil die Hilfen noch nicht ausgezahlt wurden. Wie steht es um einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren im Ahrtal – den Weinbau? Der Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr und die Inhaber des Weinguts Stodden aus Rech berichten über das, was wieder möglich ist, was ihnen Sorgen bereitet und was sie positiv in die Zukunft schauen lässt. Auch der Tourismus ist für das Ahrtal ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Immer noch sind viele Hotels und Ferienwohnungen mitten in der Sanierung. Wie viel Urlaub und Erholung sind schon möglich? Welche Lehren aus der Flutkatastrophe werden für die Zukunft in Sachen Katastrophenschutz gezogen?

Lichtblicke sind und bleiben die Menschen im Ahrtal. So wie das Paar, das sich beim Aufräumen kennengelernt hat. Sie ist Ahrtalerin, er hat ihr geholfen. Die beiden haben zueinander gefunden, er ist zur ihr ins Ahrtal gezogen – und kürzlich kam der kleine Liam zur Welt. Eine Hoffnungsgeschichte in all der Zerstörung.

SWR Sondersendung „Als die Flut ins Ahrtal kam – Das Jahr nach der Katastrophe“

Gemeinschaftssendung der Landesschau Rheinland-Pfalz und den Fernsehnachrichten von SWR Aktuell Rheinland-Pfalz live aus dem Winzerort Rech

Donnerstag, 14. Juli 2022, ab ca. 18:38 Uhr im SWR Fernsehen, als Livestream auf SWR Aktuell RP Online und in der ARD Mediathek.

Pressemitteilung Südwestrundfunk

Der Blick ins Ahrtal beim Winzerdorf Rech mit der zerstörten Nepomuk-Brücke. Foto: © SWR/Michael Eiden

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