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Gymnasium Calvarienberg Ahrweiler

Calvarienberg-Schüler informierten sich über EnAHRgie

Calvarienberg-Schüler
informierten sich über EnAHRgie

11.01.2017 - 11:15

Ahrweiler. Im Rahmen der Unterrichtsreihe Wissenschaftstheorie besuchte der Philosophie-Grundkurs MSS 13 gemeinsam mit Kursleiterin Dr. Annette Gies die „European Academy of Technology and Innovation Assessment“ in Ahrweiler. Dort begrüßten sie Dr. Bert Droste-Franke, Head of Department „Energy“, um die Arbeit der Akademie insgesamt und im Speziellen das Forschungsprojekt „EnAHRgie“ vorzustellen.

Energieversorgung ist eines der Themen, denen sich die Europäische Akademie (EA) widmet. Dabei wird das Energiesystem wissenschaftstheoretisch, aber auch im Hinblick auf ethisch-gesellschaftliche Konsequenzen untersucht. Im wissenschaftlich-technischen Bereich zeigte Droste-Franke den Schülern auf, wie komplex die Systembeschreibung beginnend mit der Bestimmung der Ressourcen, der Erzeugung bis hin zu Verbrauch und Verteilung innerhalb der Gesellschaft sei. Im Hinblick auf die ethische Komponente gelte es, langfristige, zukunftsfähige Lösungen zu realisieren. Dabei habe die Akademie zwei Kriterien entwickelt: die dynamische Stabilität und die soziale Robustheit. Ersteres sei so zu verstehen, dass die zu entwickelnde Lösung gegenüber negativen Einwirkungen wie Wetterveränderungen oder technischen Sicherheitsmängeln stabil bleiben sollte bei gleichzeitiger Optionsoffenheit für positive Entwicklungen. Zweites Kriterium sagt aus, dass die anvisierte Lösung zum einen innerhalb verschiedener Wertesysteme akzeptierbar sein, zum anderen aber auch invariant gegenüber verschiedensten Interessen sein müsse, um tragfähig zu bleiben. Nur so könne eine wissenschaftlich robuste Politikberatung seitens der EA erfolgen.


Das Projekt „EnAHRgie“


Von Bedeutung für die Region ist das seit März 2015 laufende vierjährige Projekt „EnAHRgie“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird und sich um die nachhaltige Landnutzung mit einem Schwerpunkt auf der Energieversorgung dreht. Beispielhaft soll der Kreis Ahrweiler herangezogen werden, um darzustellen, wie unter anderem eine Umstrukturierung im Bereich der Energiewirtschaft mit einem umweltfreundlichen Schwerpunkt erfolgreich verlaufen kann. Dabei soll ein Konzept erarbeitet werden, wie man auf kommunaler Ebene den Kreistagsbeschluss „100 % Erneuerbare Energien bis 2030“ effektiv umsetzen kann. „Das Projekt hat jetzt Halbzeit und erste Ergebnisse sollen im August 2017 vorgestellt werden“, so Droste-Franke.

Basierend auf der Diskursethik von Jürgen Habermas finde nach Aussage des Referenten die Arbeit in einer inter- und intradisziplinären Expertengruppe mit Vertretern der Wissenschaft, aber auch der Praxis statt. Diese Innovationsgruppe entwickelt zurzeit eine Methode, die Szenarien beschreibt. Diese werden diskutiert und bewertet durch Experten, Interessensgruppen und Entscheider des runden Tisches, wo allen an diesem Prozess beteiligten Gruppierungen, Verbänden sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft Raum gegeben wird, ihre Belange, Erwartungen und Perspektiven darzulegen. Das fertige Energiekonzept wird eine Testphase in drei weiteren Landkreisen deutschlandweit durchlaufen. Anschließend werden Empfehlungen zur Entwicklung der Sektoren Strom und Wärme unter Berücksichtigung der Aspekte Speicherung und Effizienz vor dem Hintergrund rechtlicher, politischer, gesellschaftlicher und finanzieller Bedingungen gegeben.

Die Europäische Akademie hat vor kurzem ihr 20-jähriges Jubiläum mit Festakt und Tagung in Bonn gefeiert, wo sie ihre Arbeit im Hinblick auf die „Grand Challenges“, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenschonung und Energiewende, vorstellte und Teilbereiche dieser Themenfelder diskutierte. Vorrangiges Ziel der Akademie unter der Leitung von Prof. Petra Ahrweiler ist es, neue Technologien und Innovationen zu untersuchen und ihre Folgen in technischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, aber auch ethischer Hinsicht zu erforschen und wissenschaftlich fundierte Folgeerscheinungen zu prognostizieren sowie robuste Empfehlungen zu geben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die 20 festen und über 160 freien Mitarbeiter der Akademie, die sich in erster Linie aus der Professorenschaft rekrutieren, aus den verschiedensten wissenschaftlichen Bereichen zusammensetzen. Darunter befinden sich Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ingenieure, aber auch Philosophen, Ethiker und Wirtschaftswissenschaftler.

Für die Schüler des Philosophiekurses wurde im Vortrag die theoretisch-pragmatische Ausrichtung der EA deutlich. In Ergänzung zur Forschung der Grundlagenwissenschaften wurde hier das an der faktischen Umsetzung interessierte und an der Verbesserung technischer Prozesse orientierte Arbeiten der EA am Beispiel des regional bedeutsamen Projektes EnAHRgie vorgeführt.

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Kommentare
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.
Gabriele Friedrich:
Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, ob mit oder ohne Corona. Was in anderen Ländern hervorragend funktioniert, scheint in Deutschland unmöglich. Auch die Pizza-Esserei auf der Straße, da braucht man sich nur einmal die städtischen Müllkörbe anzusehen. Wann raffen die Politiker endlich mal, das sie sich auch unbeliebt machen dürfen, wenn es Sinn macht. Keine Chance den Alkoholikern und so schützt man auch Jugendliche, die ohnehin schon zu viel "saufen" Wenn der OB sich beschwert, soll er halt seine Arbeit machen und zwar so, wie die Wähler das wollen.
Jean Seligmann:
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, könnt ihr nichts anderes mehr? Es ist doch klar Erkennbar das die Menschen diese immer mehr unterlaufen, lt. einer Studie haben sich 2/3 der Menschen in Deutschland nicht an die Corona-Verbote gehalten! Es geht auch anders, schaut euch Schweden an, sinkende Infektionszahlen! Und das ohne Panik schüren, Verbote, Strafe, hier wurden ganz wenige Maßnahmen ergriffen, die Freiheit der Menschen wurde nicht eingeschränkt!
Gabriele Friedrich:
Bei der AfD ist es eben schwierig die Leute auszusortieren, die rechtes Gedankengut haben. Ich finde auch, das man nicht generell alles ablehnen sollte, was von dieser Partei kommt. Lieber wäre mir, es würde sie gar nicht erst geben. Zu verdanken haben wir das der versagenden Bundespolitik und auch Landespolitik. [ Zitat] Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung [ Zitat Ende] "Das" können Sie auch ganz normal in Arztpraxen, Krankenkassen, öffentliche Stellen, auf der Straße und eigentlich überall erleben, wo Menschen sich begegnen. Ganz normale Deutsche diffamieren andere Deutsche, nur weil sie sich gegen etwas wehren, etwas einfordern wollen oder einfach nur freundlich behandelt werden wollen. Auch wer eine "andere" Meinung hat, wird verbal niedergetrampelt oder verächtlich gemacht. Deutschland ist nicht unbedingt mehr das Vorbild für andere. Die Menschen haben noch niemals aus der Vergangenheit gelernt, die Fehler geschehen immer in der Gegenwart!
Jean Seligmann:
"auf allen Ebenen der kommunalen politischen Arbeit Anträge der AfD abzulehnen, wurde dabei einstimmig beschlossen." So sieht das demokratische Verständnis der anderen Parteien also aus, INTOLERANT wäre noch geschmeichelt, hier werden Menschen diskriminiert ob ihrer politischen Ansicht, obwohl diese durch Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz im Grunde ausgeschlossen sein sollte. Aber soviel Verständnis für Andersdenkende darf von den anderen Parteien und im besonderen von GRÜNEN nicht erwartet werden! Wo die Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung von anderen Menschen hinführt, dass hat uns die Geschichte hinlänglich gelehrt!
juergen mueller:
Dieser sogenannte "Handlungsbedarf" wurde über JAHRE ignoriert. Jetzt, wo die Kacke am Dampfen ist, wird man munter. Dieses plötzliche Umdenken ist das was Politik ausmacht - erst dann, wenn die Öffentlichkeit auf etwas aufmerksam macht, was über Jahre vernachlässigt wurde, (vermeintlich) aktiv werden. Man sucht sich halt zu seinem persönlichen Vorteil das aus, was eben zur eigenen Profilierung gerade passt. Widerlich und anbiedernd.
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