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Gelungene Premiere mit Einaktern

Chateau Pech spielt in dieser Saison Stücke von Curt Goetz

Liebe, Schande und ein Pakt mit dem Teufel

09.10.2019 - 10:56

Wachtberg. Wenn eines der kleinsten Theater im weiten Umkreis im Herbst seine Tür zur neuen Spielzeit öffnet, dürfen sich die Besucher des Chateau Pech auf anspruchsvolle Bühneninszenierungen nah am Ursprungswerk freuen. Während hier in der Vergangenheit schon Stücke wie „Amphitryon“, „Arsen und Spitzenhäubchen“ oder „Mutter Courage und ihre Kinder“ zu sehen waren, liegt in diesem Jahr der Schwerpunkt auf dem Werk von Curt Goetz. Unter dem Titel „Ergoetzliches“ präsentierte das Ensemble unter der Leitung von Gundula Schroeder „Der fliegende Geheimrat“, „Minna Magdalena“ und „Der Hund im Hirn“. Der Teufel will ihn holen, den Geheimrat. Weil nämlich der Pfuscher, dessen Patienten wegen falscher Behandlung häufig schneller als nötig versterben, seine Praxis schließen will. Damit ist er dem Sensemann leider nicht mehr nützlich. Eine Chance hat der Mediziner allerdings noch, ehe er in die Hölle fahren soll. „Ich garantiere dir weitere zehn Jahre“, verspricht der personifizierte Tod. Das gelte aber nur dann, wenn der Geheimrat in eben diesen zehn Jahren weiterhin praktiziert. Findig handelt der Arzt mit dem Teufel einen Pakt aus: Der Tod holt ihn so lange nicht, wie er weiterhin die Praxis geöffnet lässt. Der Teufel schlägt ein, aber der Geheimrat hat noch andere Pläne in der Hinterhand. Schwerer hat es da das Hausmädchen Minna, weil die Herrin sicher ist, dass sie mit ihren zarten 16 Jahren schwanger sei. Weil ein Verantwortlicher her muss, zitiert man den Vater des Mädchens ins Herrenhaus, noch ehe der Brief mit der vollständigen Information des Arztes ankommt. In heller Aufregung kann man den Vater davon abhalten, seiner Tochter in rasender Wut etwas anzutun. Gott sei Dank, denn kurze Zeit später trifft die Nachricht des Arztes ein…

Nicht ganz so harmlos ist das, was Frau Professor so mit ihrem Liebhaber tut, wenn der Gatte auf Reisen ist. Allerdings kommt ebenjener früher als erwartet zurück und macht sich daran, unterstützt von seinem treuen Diener, die Gattin und den Liebhaber zu einem Geständnis zu bewegen. Knapp 50 Zuhörer verfolgten gespannt und amüsiert heitere und ebenso nachdenklich stimmende Wendungen in den drei Werken, deren Grundthemen in äußerlich abgewandelter Form nach wie vor aktuell sind. Zu sehen sein werden die drei Stücke noch im Oktober am 5., 11., 13., 16., 18., 19., 22., 25., 27., 29 und 31. sowie im November am 2., 5., 8. und 10. Eine Übersicht findet man unter www.chateau-pech.de.

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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