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BJH-Musikprojekt feierte seine 25-jährige Erfolgsgeschichte auf der Festung Ehrenbreitstein

Jugendliche lieferten tolle Auftritte ab

24.06.2015 - 11:00

Koblenz-Ehrenbreitstein. Das Bundesjugendhilfe (BJH)-Musikprojekt, getragen vom Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e.V. (BvkE), feierte seine 25-jährige Erfolgsgeschichte jetzt mit einem Jubiläumskonzert auf der Sparkassenbühne der Festung Ehrenbreitstein. Zwei Tage zuvor waren nach deutschlandweiter Ausschreibung rund 80 Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien, Jugendhilfeeinrichtungen und Schulen in Begleitung ihrer Lehrer, Erzieher oder Betreuer aus acht Bundesländern nach Mayen gereist. In der Jugendherberge dort studierten die jungen Musikbegeisterten drei Tage lang in intensiver Probenarbeit die Lieder ein, die sie bei dem gemeinsamen Konzert-Auftritt als Abschluss des Projekts in Koblenz auf die Bühne bringen wollten. Dabei konnten die Teilnehmer ihre eigenen Fähigkeiten entdecken und sie von Musik-Profis und Musikpädagogen in den Arbeitsgruppen Chor und Chorbegleitband, Rockband, Percussion, Beatboxen und Hip-Hop fördern lassen. Vier Workshops erhielten prominente Verstärkung. Der Sänger und Komponist Roman Lob, der internationale Beatboxchampion Mando, Sänger Chris Laut von der Musikband „Ohrenfeindt“ und der Bassist der Rockformation „21Octayne“, Andrew „The Bullet“ Lauer, gaben ihre musikalischen Erfahrungen an die jungen „Kollegen“ weiter. Nach zwei Generalproben waren die Nachwuchsmusiker fit für den Auftritt.


Einmaliges Trommelerlebnis


Die Band „One Won Five“ der Musikschule der Stadt Koblenz machte den Auftakt und heizte mit Rocksongs wie „Highway to Hell“ bei eher herbstlichen Außentemperaturen dem vornehmlich jungen Publikum gehörig ein. Die „Trashdrumming Group“, ein Kooperationsprojekt der Musikschule der Stadt Koblenz und der Albert Schweitzer-Realschule Plus unter Leitung von Alexander Sauerländer bewies hörens- und sehenswert, dass rhythmisches Trommeln auch ohne teure Instrumente, einfach auf gewöhnlichen Plastik-Regentonnen aus dem Baumarkt, zudem mit einer unvermutet großen Klangvielfalt möglich ist. Die ausgefeilte und präzise ausgeführte Choreografie der Trommler begeisterte die Zuschauer.


„Auf Ehrenbreitstein brennt noch Licht“


Moderator des Abends war Mando, der die Bühne dann für die erste BJH-Formation freigab. Viele der Projektteilnehmer erlebten mit diesem Konzert ihren ersten Auftritt vor großem Publikum, erfuhren vermutlich zum ersten Mal, welche Emotionen beim gemeinsamen Musizieren entstehen können und wie beglückend der Applaus des Publikums sein kann. Als musikalischer Leiter stand ihnen „BJH-Urgestein“ Bernd Keffer zur Seite. Mit dem engagierten, mit Rap-Elementen verbundenen Adel Tawil-Lied „Zuhause“ landete gleich die erste Band einen echten Hit. Die große BJH-Popband sang und spielte „Wir sind Musik“, ein Stück, das viel über das Projekt sage, so Mando. Nachdem auch die von Chris Laut betreute Formation mit dem AC/DC-Rocksong „Highway to Hell“ die Bühne gerockt hatte, erwies die Gruppe dem Gastgeber ihre Reverenz mit dem abgewandelten Jan Delay-Liedtitel „Auf Ehrenbreitstein brennt noch Licht“. In ihrer Mitte der hoch motivierte Trommler Kevin, mit neun Jahren zweitjüngster Projektteilnehmer. Als perfekter Entertainer animierte Chris das Publikum unaufhörlich zum Mitmachen und rief ihm zu „Geil, dass Ihr alle da seid!“ Als Zwischenspiel ließ es sich der Hardrocker aus Hamburg natürlich nicht nehmen, ein paar eigene Songs, wie den 2013 produzierten „Auf die Fresse ist umsonst“ vorzutragen. Mit Hits, die um die Welt gingen, präsentierten sich Mitglieder der Schüler-Lehrer-Band „Bernard’s Hope“ aus dem Jugendhilfezentrum Bernardshof, Mayen. Dr. Klaus Esser, Leiter des Bethanien Kinderdorfs in Schwalmtal, freute sich, wie sein Schützling „Lorenzo“ als Bandmitglied ganz „cool“ die Bassgitarre spielte. Die musikalischen Beiträge, an denen sich auch Formationen der Musikschule Wagner und von Music Live e.V. aus Koblenz beteiligten, wurden umrahmt durch kurze Grußworte des Koblenzer Oberbürgermeisters, Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig und des Staatssekretärs David Langner, der Grüße von der Schirmherrin, der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer, überbrachte und seine Freude darüber bekundete, dass zum ersten Mal Rheinland-Pfalz Gastgeber für das Projekt war.


Spende für „Herzenssache“


Der Eintritt zu dem rund vierstündigen Inklusionsfest war frei, aber es durfte und sollte gespendet werden. Alle Einnahmen der Veranstaltung gingen zugunsten des Kooperationsprojekts „Herzenssache“, eine Kinderhilfsaktion des Südwestrundfunks, Saarländischen Rundfunks und der Spardabank. Renata Sappert, Leiterin des SWR-Studios in Koblenz, stellte „Herzenssache“ vor. 27 Millionen Euro seien in den 15 Jahren des Bestehens gesammelt und damit mehr als 700 Kinderhilfsprojekte in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Baden-Württemberg gefördert worden. Gerne unterstütze „Herzenssache“ das BJH-Musikprojekt, denn Musik führe zusammen und helfe Kindern dabei, sich und ihre Gefühle auszudrücken.


Die Entstehungsgeschichte


Wie das bundesweite Musikprojekt entstand, das erzählte sein Mitbegründer, Dr. Eckhart Knab, Gründungsdirektor i.R. des Instituts für Kinder- und Jugendhilfe. Die Grundidee, die musikalischen Ressourcen von Heimkindern zu fördern, um ihnen etwas Positives in ihrer Situation zu geben, habe schon immer bestanden. Die Initialzündung lieferte aber eine Band, die er - damals Leiter des St. Josephshauses in Klein-Zimmern - eines Tages im Autoradio hörte. Er stellte einen Musiklehrer ein, und schon bald konnte eine Hausband aus Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitern gegründet werden. Die Idee bundesweit umzusetzen, habe mit der Ausschreibung des ersten Musik-Workshops im Jahr 1990 für die Einrichtungen des BvkE ihren Anfang genommen. Das diesjährige Projekt stellte unter Beweis, dass die Idee heute besser denn je funktioniert. Bezüglich des Abschlusskonzerts zeigte sich Bernd Keffer besonders davon beeindruckt, wie sehr sich die professionellen Musiker zurückgenommen hatten, um die Kinder und Jugendlichen mit ihren musikalischen Qualitäten in den Vordergrund zu rücken.

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Kommentare
Armin Linden:
Fest steht, das der Kreis AW. mittlerweile bereits das grösste Altersheim im nördlichen RP. darstellt. In der Hoch-Eifel bereitsganze Gebiete "€ntvölkert". Das war vor 3O J. noch anders. Junge Leute - speziell Deutsche - gut ausgebildet, wandern aus. Die Gründe für Insider teils klar. Eine Migration enorm im Zulauf im AW.-Kreis. die Ökonomie des €. bestimmt dort die Einstellung & Gesinnung ! Industrie in MY-KO. auch weit grösser. Ich fürchte, die nächsten 2O J. wird sich vieles ändern. Besonders die völlige Unterschätzung u. das Ausbluten der "Eigenen Systeme" in der Migration. Für "eigene Landsleute u. Studenten" gab es keine Bürgen mit Winke.Winke.Syndrom. Das dürfe u. müsste auch dem BlickAktuell bekannt sein. Soviel Charakter sollte sein. Auch in der Veröffentlichung. A.L.
Armin Linden:
Das Thema, ist + wird in der Zukunft NICHT vom Tische sein. Auch selbst in der CDU gibt es - ausserhalb RP.- genügend Fachleute, die noch in der Realität zu Hause sind. Die Demographie im Kr. AW. ist dermaßen hoch, die Ausdünnung in der Besiedlung (Land) gravierend. In der Eifel, teils "Leer-Raum". In BNA - kaum Kinder u. Jugendliche mehr ! Außer Migration.- Gründe wohl Ökonomischer Natur. Das Kulturprogramm (Rollator-Krankenstühle) ausgerichtet. Der Vorteil Mayen-Koblenz allerdings, wesentlich mehr Industrie & Junge Leute ! Es sind rd. 4 Millionen gut ausgebildete JUNGE Deutsche Mädchen u. Jungs, nach der UNI bereits ausgewandert. Österreich - CH - Alle Nordländer - USA. Man lebt besser. Verdient mehr. Rente Faktor 3-5 ! Medizin (Privat). Nein, für vieles ist es leider zu spät. Der AW-Kreis wird zu den abgehängten einmal zählen. Auch die SPD.FDP wusste es. Sorgte aber für den Aufschwung West.Nord Africa - Maroco -Syrien.Lybien. Damit ist in England jetzt Schluss !
Uwe Klasen:
So sollten Schüler und Studenten für die Zukunft sorgen, mit Erfindungen und guten Ideen das Land und die Menschheit voran bringen und nicht sich instrumentalisieren lassen zum sogenannten "Friday for Future"!
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
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