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Konzert des Kultur- und Heimatvereins Niederzissen e.V.

Klezmer Duo Tangoyim überzeugt mit abwechslungsreichen Liedern

Musikalische Reise von Osteuropa über den Balkan ins Amerika der 20er Jahre

Klezmer Duo Tangoyim überzeugt
mit abwechslungsreichen Liedern

Stefanie Hölzle und Daniel Marsch bestritten als Duo Tangoyim den Abend mit Geige, Bratsche, Klarinette, Akkordeon und Gesang. Foto: Kultur- und Heimatverein

17.09.2019 - 10:31

Niederzissen. Mit ihrer dritten musikalischen Klezmerreise überzeugte jetzt des Duo Tangoyim, Stefanie Hölzle und Daniel Marsch, erneut in der ehemaligen Synagoge Niederzissen. Von beiden Künstlern gekonnt moderiert, führte die Reise durch Osteuropa, über den Balkan bis hin zur versunkenen Welt des jüdischen Shtetl und weiter ins Amerika der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Gerade in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebten das jiddische Theater und das jiddische Musical am Broadway und an der Second Avenue eine Blütezeit. In dieser Zeit entstanden viele bekannte Lieder und Melodien.


Musikalischen Zeitreise


Die begeisterten Zuhörer erlebten mit der musikalischen Zeitreise ein weiteres Highlight im Angebot des örtlichen Kultur- und Heimatvereins. Das lag wesentlich daran, dass Hölzle und Marsch nicht nur technisch sehr anspruchsvoll musizierten, sondern dabei auch grundsympathisch und bodenständig auftraten.

Mit Geige, Bratsche, Klarinette, Akkordeon und Gesang interpretierten die beiden Künstler eindrucksvoll traditionelle Klezmermusik, jiddische Lieder und jiddische Tangos in einer wunderbaren Mischung mit Walzern und Liedern aus Osteuropa. So bot der Abend den Zuhörern tatsächlich mehr als den stets mitreißenden Klezmer mit Klarinette, Geige und Akkordeon. Mal traurig, mal heiter und oft mit einem Augenzwinkern, erzählten die Lieder von der einsamen, leidenden schwarzen Katze, die niemand mochte und selbst von den Artgenossen gemieden wurde, als auch von den in Taschen gesammelten Sünden, die ins fließende Gewässer gekippt werden, um anschließend fröhlich zu feiern, eindrucksvoll in hellen Tönen durch Hölzle mit der Klarinette interpretiert.

Neben den Hochzeitstänzen, der Sehnsucht nach einem besseren Leben in der neuen Welt, sowie dem goldenen Pfau, der als Fabelwesen die Liebenden in New York als Erinnerung an die alte Heimat besucht, erklang immer wieder der jiddische Tango. Er zieht sich wie ein roter Faden durch die Kompositionen in den 20er, 30er und 40er Jahren, denn der aus Argentinien stammende Tango war in dieser Zeit auch in Europa äußerst beliebt. Gerade in Osteuropa bildeten sich eigene regionale Tangostile heraus (Russland, Rumänien, Polen). Es dreht sich dabei immer um die Liebe, gepaart mit viel Alkohol und Seelenschmerz. Zwischen den Liedern rundeten wehmütige Klezmermelodien und Tänze voll überschäumender Lebensfreude das Programm ab. Dazwischen ließ der häufige Wechsel von getragenen und atemberaubend schnellen Tänzen bei den Zuhörern keine Langeweile aufkommen.

Marsch versprühte dabei mit dem Akkordeon auf seine ganz natürliche Weise ein Flair, das einen direkt ein wenig sehnsüchtig werden ließ. Verstärkt wurde das auch durch das leidenschaftliche Geigenspiel Hölzles. Sie bearbeitete ihr Instrument nämlich auf sehr emotionale Art und Weise, sodass es manchmal herzzerreißend jammerte, bevor sie es dann wieder himmelhoch jauchzen ließ. In beiden Fällen steckte sie aber gleichermaßen viel Herzblut hinein, was indes auch auf Hölzles Klarinettenspiel zutraf und sowieso auf das flinke, leichte und verspielte Akkordeonspiel Marschs. Den beiden Musikern merkte man an, dass sie schon lange Miteinander musizieren. Viel der Verständigung untereinander lief über kurze Augenkontakte, die Dynamik im Spiel und Gesang war sehr ausgeprägt und die Einsätze saßen perfekt.

Daniel Marsch sang mit seiner angenehm rauchigen Stimme von Liebe, Heirat und der jiddisch/englischen Frage „What can you makh, s’iz Amerike“, vom Verfall der Sitten gegenüber den strengen Gebräuchen in der alten Heimat. Stefanie Hölzle verfeinerte mit Geige und Bratsche den rauen Ton und umspielte kraftvoll den voluminösen Klang seiner Stimme und seines Akkordeons und überzeugte selbst mit ihrem hellen Gesang.

Die Besucher des Konzertes gingen im zweiten Teil begeistert mit, beteiligten sich mehrfach bei Refrains, sangen, klatschten im Rhythmus und entließen die beiden Musiker nach zwei Zugaben mit dem Versprechen, 2021 wieder in der ehemaligen Synagoge Niederzissen zu spielen.


Nächster Termin


Das nächste Konzert des Kultur- und Heimatvereins ist ein Klezmerkonzert am Sonntag, 13. Oktober, 17 Uhr, mit dem Duo NIHZ mit jiddischen Liedern, klassischer Musik und Klezmer. Der Eintritt beträgt 14 Euro, Einlass ist ab 16.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Tickets und Info unter Tel. 0 26 36/64 82, E-Mail info@ khv-niederzissen.de oder www.duonihz.de

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Kommentare
juergen mueller:
Die SPD ist weder sozial noch bunt. Das letzte Aufbäumen einer Partei, der schon lange nichts mehr einfällt, ausser REDEN. Die deutsche Politik allgemein ist letzten Endes gar nicht bereit, um Besserungen zu bewirken - macht was sie will, verpulvert Millionen an Steuergelder - der Dumme ist der Steuerzahler - drückt sich vor ihren Aufgaben, legt ein Showgehabe an den Tag und zwar kommunal, landes- wie vor allem bundesweit, dass es einen nur noch ankotzt. Wie TV-Philosoph Precht mit Recht sagt:"Wir leben in einer (kranken) Gesellschaft, in der die Eliten das untere Drittel aufgegeben haben". Die Zahl der Menschen, die Gefahr laufen, da weiter herunterzurutschen, ist enorm - Dank einer Politikerkaste, die in erster Linie nur an sich denkt - baut sie Scheiße, wird ohne Konsequenz zurückgetreten.
K. Schmidt:
Das Schlimme ist ja eigentlich, dass es vermutlich wirklich eine nennenswerte Zahl von Leuten gibt, die glauben, mit bunten Lichtern in der Hand tatsächlich etwas bewirken zu können. Man könnte genauso gut Aktionen erfinden wie z.B. "Käsebrot für den Weltfrieden", und jeder der morgens ein Käsebrot frühstückt kann sich als Hüter des Weltfriedens feiern. Das ist der Welt und den Kriegstreibern zwar egal, aber fürs eigene Gemüt hat man was tolles auf die Beine gestellt. So wird auch dieser bunte Laternenumzug. Stupide Symbolpolitik, von Menschen die außer solchen Symbolen ansonsten wenig bewirken, gegen Menschen denen die Symbolik am Allerwertesten vorbeigehen wird. So wird die AfD nicht geschwächt, die SPD nicht wieder erstärken, und die Welt nicht verändert.
Stefan Knoll:
Man muß kein Fan der SPD sein, um diesen absolut notwendigen Widerstand gegen die AfD zu unterstützen. Gerade bei der AfD Rheinland-Pfalz potenziert sich stark rechtes Gedankengut und politische Unfähigkeit zur einer höchst gefährlichen Mischung. Genannt seien hier nur die Namen des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Uwe Junge und Justin Cedric Salka, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der AfD Westerwald, die beide im Verfassungsschutzbericht zur AfD erwähnt werden.
Juri Kanzow:
Sie war, trotz anderem Bemühen, nicht echt. Die Gossensprache der Frau Nahles kam unwirklich und gekünstelt herüber - und genau das ist eben nicht das Kennzeichen der echten Gossensprache. Die Frau wollte sich mit der Gossensprache bei den Kleinen Leuten anbiedern. Die aber durchschauten, dass da ein Emporkömmling es in die abgehobene Paukerkommune namens SPD-Führung geschafft hatte und in Wirklichkeit von oben herunter abwimmelte und vernebelte. Den katastrophalen Druck, den die unkontrollierte Einwanderung auf die Kleinen Leute ausübte (ihre bezahlbaren Wohnungen fast weg, ungekannter Konkurrenzkampf um schlecht bezahlte Arbeitsplätze trotz Mindestlohn, Sozialleistungen fast pari für deutsche Malocher und entlegene Einwanderer usw.) hat Frau Nahles konsequent in die rechte Ecke verschoben und das SPD-Desaster damit katalysiert. Der Absturz ins Bodenlose geht für die Partei so lange weiter, wie die genannten Themen auf dem Verbots-Index der Partei stehen.
Wally Karl:
Gott sei Dank!
Horst Daleki :
Ich kenne seit ihrem 17 Lebensjahr sie hat am Ende richtig gemacht leider hat sie meine Wahrung vor den Schmarotzer und Schleimer nicht wahrgenommen.
Uwe Klasen:
In einem Dokument auf der Webseite von AI zeigt diese NGO, dass Objektivität, Wahrheit und Wissenschaftlichkeit für sie keine Rolle spielen, wenn es um Israel geht. Damit ist AI als sogenannte "Menschenrechtsgruppe" gut Aufgehoben unter den Antisemiten dieser Welt!
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