Wie die Singschule Koblenz durch die Corona-Pandemie kommt
„Mehr als Singen“
Gemeinsames Singen und Proben wird vermisst
Koblenz. Dicht stehen sie nebeneinander und überblicken die vollbesetzen Reihen. Die Menschen in den Kirchenbänken sind erwartungsvoll und freuen sich darauf, die jungen Menschen singen zu hören – bis dieses Bild wieder zur Normalität gehört, das wird noch einige Zeit dauern. Doch die 150 Kinder und Jugendlichen der Singschule Koblenz an der Liebfrauenkirche sind trotz der herben Einschränkungen der Corona-Pandemie nicht untätig, genau wie das Team, das hinter ihnen steht. Allen voran der neue künstlerische Leiter Wolfram Hartleif.
Als „Lotse auf Abstand“ bezeichnet der Vorstandsvorsitzende Dr. Achim Tieftrunk den neuen Singschulleiter Wolfram Hartleif. „Es ist ihm zu verdanken, dass die Singschule in dieser schwierigen Zeit zusammengehalten und mit neuen Ideen und Projekten weitergemacht hat“, erklärt Tieftrunk. Das „Lied zum Sonntag“, kleine Konzerte, virtuelle oder analoge Proben im Freien, Musikvideos unter anderem für ein Benefizevent: Das haben die Verantwortlichen mit viel Elan auf die Beine gestellt. „Kurzum – was irgendwie ging, wurde irgendwie auch gemacht“, fasst Tieftrunk das Engagement zusammen.
„Doch wir sehnen uns vor allem nach den Gottesdiensten, die wir gerne miteinander im Gesang feiern“, räumt Tieftrunk ein. Auch Geselligkeit muss in diesen Zeiten anders gelebt werden. Daher gab es beispielsweise einen Fotowettbewerb, um in Kontakt zu bleiben. „Die Kinder und Jugendlichen sollten zeigen, dass Singen auch in Zeiten von Corona Spaß macht“, erklärt Tieftrunk. Den Mitgliedern ist die Freundschaft untereinander nämlich sehr wichtig. Die Singschule hat sich „Mehr als Singen“ als Slogan auf die Fahne geschrieben. Zum Gemeinschaftsgefühl trugen auch die Idee eines Einkaufsservice für ältere Menschen und weitere soziale Projekte bei.
„Wir vermissen aber vor allem das gemeinsame Proben und Singen“, erklärt Hartleif und erinnert sich an die leuchtenden Augen der kleinen Gruppen von Sängerinnen und Sängern, die die Weihnachtsgottesdienste musikalisch begleiten durften. „Für diese Momente gehen wir viele Kompromisse, wie Abstand halten, ein“.
„Wir hoffen, dass wir im Frühjahr wieder im Freien proben können“, schaut Hartleif nach vorn. Gerne würden sie Konzerte aus 2020 nachholen oder auch die geplante Chorfahrt nach Italien machen. Doch bei allem gilt: „Wir fahren auf Sicht“, sagt Hartleif. So lange finden die Proben weiterhin als Videokonferenz statt. Allerdings ist gleichzeitiges Singen in diesem Format technisch nicht möglich. „Das ist ein großes Manko, das wir und alle Chöre haben“, weiß Hartleif. Trotzdem hilft das digitale Format, damit die jungen Sängerinnen und Sänger ihre Kondition behalten. Ähnlich wie bei einem Sportler ist ein regelmäßiges Training wichtig. Den Verlust einer guten Stimme durch das Üben allein daheim muss aber niemand befürchten, versichert Hartleif. Das unterstützt auch die Stimmbildung an der Singschule. Und so sind die Musikerinnen und Musiker für analoge Veranstaltungen vorbereitet, die hoffentlich in den kommenden Monaten wieder möglich sein werden.
Die Singschule Koblenz an der Liebfrauenkirche ist ein gemeinnütziger Verein, der zurzeit aus fünf unterschiedlichen Chören besteht. Finanziert wird sie durch Mitgliederbeiträge, Chorpatenschaften, Spenden und Projektmittel; die Pfarrei Liebfrauen stellt Räume zur Verfügung. Das Bistum Trier finanziert die Stelle des künstlerischen Leiters. Weitere Infos gibt es auf www.singschule-koblenz.de
Pressemitteilung Bistum Trier
Artikel melden
13.01.: Bad Neuenahr-Ahrweiler: Zahlreiche Schüler von der Polizei kontrolliert
- K. Schmidt: Richtig. Und dann weiter unten im Kreisel, wo der Radweg wenn man Richtung Neuenahr will die Ausfahrt kreuzt, kapieren gefühlte 90% der Radfahrer nicht, dass sie an der Stelle keine eingebaute, automatische...
- Kiefer: Wenn ich sehe wie viele von Landershofen runter nach Ahrweiler ohne Beleuchtung fahren dann wird es mir schlecht. Jeden Morgen dasselbe Spiel
Sternsinger bringen Segen
- Ulrich Manns : Sehr beeindruckend das Engagement! Eine schöne Kultur, die man unbedingt unterstützen sollte. Danke an alle Beteiligten ???
Mutmaßlicher Mord in Gimmigen: Mahnwache für Anna vor Prozessbeginn
- Anne: Wie gut, das jetzt keine Dorfkirmes ist am 19. Januar. Da gäbe es dann eher ein traditionelles Hahneköppen in ausgelassener Stimmung unmittelbar neben dem Tatort anstatt einer Mahnwache…
Grippewelle breitet sich auch in der Region immer weiter aus
Steigende Zahlen von Influenza im Kreis Ahrweiler
Kreis Ahrweiler. Die Grippewelle im Kreis Ahrweiler und in Rheinland-Pfalz nimmt weiter Fahrt auf: „Landesweit ist die Zahl der Meldungen gegenüber der Vorwoche um 46 Prozent gestiegen“, so Carolina Wicher, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung Ahrweiler.
Weiterlesen
Vornamen-Trends 2025: Klassisch trifft auf Modern
Emilia und Liam: Koblenzer Namensfavoriten 2025
Koblenz. In Koblenz haben sich im Jahr 2025 neue Spitzenreiter in der Vornamen-Statistik etabliert.
Weiterlesen
13 Konzerte für die Finanzierung einer neuen Orgel für die St. Anna Kapelle
Bachemer Musikfestival „Haste Töne!?“ startet im Februar
Bachem. Mit „Acoustic Alley“ startet am 08. Februar um 18.00 Uhr in der Sankt Anna Kapelle Bachem das Musikfestival „Haste Töne!? „. „Acoustic Alley“ ist der Name einer Band aus dem Umfeld von Bad Neuenahr-Ahrweiler, die seit 2019 auf sich aufmerksam macht. Bereits 2020 spielte die Formation beim Hoffest des Ahrweiler Winzervereins und später bei diversen Weinfesten in Bachem, Ahrweiler und Mayschoss.
Weiterlesen
