Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Rathaussturm

Narren übernehmen Regentschaft

Sina I. löst Bert „Bob, der Baumeister“ Spilles ab

20.02.2017 - 10:35

Meckenheim. Mehrere hundert Besucher hatten sich am vergangenen Sonntagvormittag auf dem Platz vor dem Meckenheimer Rathaus eingefunden, um mit anzusehen, wie dieses von den Jecken gestürmt wurde.

Bürgermeister Bert Spilles hatte sich kräftige Unterstützung besorgt in Form von Stellvertreterin Heidi Wiens, dem Beigeordneten Holger Jung sowie Vertretern der Ratsfraktionen und der Verwaltung. Kinderprinzessin Sina I. hatte jedoch dem Stadtchef schon vor geraumer Zeit den Kampf angesagt und war gleich mit großem Gefolge aufmarschiert. Natürlich mit der Prinzengarde sowie den Stadtsoldaten im Schlepptau. Und mit deren stimm- und redegewaltigen Kommandanten, Friedel Groß und Peter Klee. Da hatten es die Verteidiger schon schwer, obwohl man sich mit genügend Wurfmaterial versorgt hatte. Aber was ist da schon „genug“?

Bert Spilles wurde aufgrund der Baustellen in der Stadt schnell nur noch als „Bob der Baumeister“ tituliert und damit das mit dem Umzug besser klappt, hatten die Jecken schon mal einiges an Umzugskartons mitgebracht. Auch hatten die Jecken einen neuen Bauplan für das Rathaus: Da wird das Büro des Stadtchefs in den Keller verfrachtet, aber mit Spiegel auf den Waldfriedhof, damit er eine Perspektive hat. Der andere Spiegel geht dann auf die Saunalandschaft des Schwimmbades.

Die Jecken spotteten dann auch mit ihren fünf Umzugskartons, dass darin das Wissen aller Rathausmitarbeiter passen würde. Bert Spilles entgegnete schlagfertig, dass diese noch zu viel seien, denn es gebe in Meckenheim das papierlose Büro.

Prinzessin Sina I. wollte dann den Stadtchef vom Wagen locken mit der Übergabe eines Ordens von den Senioren, damit er wenigstens einen Löffel Humor abbekommen würde. Streit hatte es bereits beim gemeinsamen Frühstück gegeben, da ging es aber nur um Nutella.

Aber auch die Prinzessin hatte so ihre Spielereien mit dem Thema Bau. Denn an so manchen Bauten ist das mit dem elektrischen Strom noch nicht so richtig gelungen. Und die Jecken hätten gerne sowohl bei der Culinaria wie auch beim Oktoberfest der Stadtsoldaten gerne mehr Beleuchtung. Und weil die Stadt ja arm wie eine Kirchenmaus ist, hatte man ein Fahrrad mitgebracht. Aber nicht als Ersatz für den Dienstwagen des Stadtchefs, vielmehr sollte dieser darauf strampeln und zusätzliche Energie erzeugen. Bert Spilles machte auf dem Rad jedenfalls nach kurzer Übung eine gute Figur und auch das Licht bei den Stadtsoldaten begann zu leuchten. Dass man mit dem Rad auch Kunststücke machen kann, das wollte Bert Spilles auf Vorschlag von Hofdame Svenja gerne mit der Prinzessin vorführen. Doch da hatten die Verantwortlichen dann etwas dagegen, da das Ornat der Prinzessin da wohl doch gelitten hätte. So versprach der Stadtchef anlässlich des Blütenfestes, sich als Rikschafahrer für Prinzessin und Blütenkönigin zu verdingen. Die Kanonen der Stadtsoldaten

gaben mehrere Warnschüsse ab und schließlich kapitulierte die Stadt und Prinzessin Sina I. übernahm die närrische Regentschaft, wobei die stellvertretende Bürgermeisterin Heidi Wiens recht unglücklich schaute – dabei hatte sie sich nichts vorzuwerfen, denn sie hatte tapfer verteidigt, musste aber dann auch dem Charme der Prinzessin erliegen. Bürgermeister Bert Spilles nahm es gelassen und kündigte an, in Urlaub zu fahren, jetzt wo er eh nichts mehr zu sagen hatte.

Doch dann hieß es runter auf den Platz und noch einige Runden tanzen. Für die richtigen Töne sorgten da der Musikzug der Stadtsoldaten sowie das Fanfarenkorps der Prinzengarde. Und zum Schluss nutzte Bert Spilles dann wieder, ganz Bürgermeister, die Gelegenheit sich bei allen Besuchern und vor allem auch bei den vielen Helfern zu bedanken, ohne die ein solches Spektakel gar nicht möglich wäre. Er betonte die Notwendigkeit des Brauchtums und gab der Hoffnung Ausdruck, dass auch viele Neubürger dieser Faszination erliegen mögen. STF

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

Ein Festival der besonderen keramischen Art

Europa zu Gast beim Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen

Höhr-Grenzhausen. „Der Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen hat unter den gleichartigen Märkten in Deutschland einen herausragenden Stellenwert“, ist sich Bürgermeister Michael Thiesen sichzer. Der diesjährige Keramikmarkt Höhr-Grenzhausen findet am 2. und 3. Juni statt. Wie in den Vorjahren werden etwa 25.000 bis 30.000 Besucher in der Töpferstadt erwartet, für die Organisatoren eine besondere logistische... mehr...

Mittwochswanderer

Wanderung an der Nette

Neuwied. Am 6. Juni sind die Mittwochswanderer mit Werner Schönhofen auf dem Nette-Schiefer-Pfad unterwegs. Die Strecke ist circa zehn Kilometer lang und führt durch das ehemalige Schieferabbaugebiet bei Trimbs. Die Strecke hat Höhenunterschiede. Die Wanderer treffen sich um 12.30 Uhr auf dem Parkplatz neben dem Finanzamt Neuwied und fahren mit Pkw nach Trimbs. mehr...

TV Rieden 1913 e.V.

Jahreshauptversammlung 2018

Rieden. Am Freitag, dem 15. Juni, findet die diesjährige Jahreshauptversammlung des TV Rieden statt. Beginn ist um 20 Uhr im Landgasthaus Silberdistel. mehr...

Tennisclub Mendig

Tag der offenen Tür

Mendig. Am Samstag, 16. Juni, öffnet der TC Mendig seine Anlage für alle, die Interesse am Tennisspiel habe, oder eben einfach nur mal schnuppern wollen. Von 14 bis 19 Uhr stehen die Plätze allen offen, die den Spaß am Spiel in die Tat umsetzen möchten. Eingeladen sind selbstverständlich auch alle Mitglieder des TC Mendig, die mal wieder auf „ihrer“ Anlage in der Brauerstraße vorbeischauen möchten. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. mehr...

Weitere Artikel

Polizei sucht Fahrradeigentümer

Wem gehören die Fahrräder?

Mendig. Im Rahmen eines Anfangsverdachtes wegen strafrechtlicher Ermittlungen, konnten nach einem Zeugenhinweis, in der Garage eines 20-jährigen Tatverdächtigen aus Mendig, drei Fahrräder sichergestellt werden, die aus Diebstählen bzw. Unterschlagungen stammen könnten. mehr...

DSV Nordic aktiv Walkingzentrum SRC Heimbach-Weis 2000 e.V.

Nordic Walking- Gesundheitsgrundkurse

Heimbach-Weis. Unter dem Motto „Machen Sie mehr mit Stöcken - optimieren Sie Ihre Nordic Walkingtechnik“ finden jeden Donnerstag im DSV Nordic aktiv Walkingzentrum SRC Heimbach-Weis 2000 e.V. in Kooperation mit dem DSV Nordic aktiv Ausbildungszentrum Skiverband Rheinland e.V. Nordic Walking Gesundheitsgrundkurse statt. Treffpunkt für alle Interessenten am Nordic Walkingtraining ist jeden Donnerstag von 18 bis 19.30 Uhr am Parkplatz Sportplatz Kieselborn. mehr...

Bürgergespräch von Ich tu‘s

Diskussion um Bäume auf dem Marktplatz

Neuwied. Wie jeden 1. Mittwoch im Monat lud die Bürgerliste Ich tu‘s im Mai zum Bürgergespräch ein, um mit den Einwohnern Neuwieds über die Stadtpolitik, aktuelle Vorhaben und geplante Entwicklungen zu sprechen, sowie einen regen Austausch von Kritik und Ideen zu pflegen. Dieses Mal stand die Planung des Marktplatzes im Mittelpunkt. mehr...

Jahrgang 1959/60 Mendig

Einladung zum Stammtisch

Mendig. Der Jahrgang trifft sich am Freitag den 29. Juni um 18.00 Uhr im Gasthaus „Zum Lüscher“ (Jupp). mehr...

Weitere Artikel

Deutschlands beste Nachwuchsforscher beim 53. Bundesfinale in Darmstadt ausgezeichnet

Max von Wolff (18) vom Megina-Gymnasium Mayen wurde Physik-Bundessieger

Darmstadt. Die Siegerinnen und Sieger des 53. Bundesfinales von „Jugend forscht“ stehen fest. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung sowie Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e. V., hat in Darmstadt Deutschlands beste Jungforscher und ihre herausragenden Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ausgezeichnet. mehr...

Toleranz war Thema am „Offenen Mikrofon“ von Pulse of Europe Neuwied

Großes Interesse bei Kundgebung in Neuwied

Neuwied. Eine ältere Dame aus Frankreich erzählte eindrucksvoll von ihren Integrationserfahrungen in Deutschland. Vor 40 Jahren war sie der Liebe wegen nach Deutschland gekommen. Dabei habe es schwierige Zeiten gegeben, aber schließlich sei sie mit Freundschaften belohnt worden. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron sei ein Gewinn für Europa und schon befanden sich die rund 40 Teilnehmerinnen... mehr...

Heinrich-Haus Seniorenzentrum

Zehnten Geburtstag gefeiert

Neuwied. Mit einem Familienfest für Mitarbeiter und Bewohner feierte das Heinrich-Haus Seniorenzentrum sein zehnjähriges Bestehen. Im April 2008 zogen die ersten Bewohnerinnen ein - beide waren zuvor jahrelang für das Heinrich-Haus tätig. Von Anfang an dabei war auch die heutige Einrichtungsleiterin Mechtilde Neuendorff. In ihrer Rede im Rahmen des Familienfestes freute sie sich sehr, dass die Zahl... mehr...

neues format
Regionale Kompetenzen

 
gesucht & gefunden
Kommentare
juergen mueller:
Na und. soll die Fähe Spargel fressen? Deutschland, ein Land der Dichter u. Denker (wäre wünschenswert) u.ein Meister in der Vergabe von Titeln. Großkarnivorenbeauftragter (Karnivoren, so werden FLEISCHFRESSER - wie z.B. der Wolf bezeichnet). Was für ein Titel. Ohne seine (sogar genetische) Probeentnahme vom Kadaver des Reh`s wäre eine Laboranalyse vielleicht nicht möglich gewesen u. man hätte den bösen Wolf nicht als Wiederholungstäter ausfindig machen können. Denn das ist wichtig für die Analyse, dass er bzw. sie im gleichen Gebiet gerissen hat, was ja auch gleich auf sein Bleiben schließen lässt, was CDU-RÜDDEL gleich in seiner Beurteilung der Wolfslage bestärkt:"Gefährdungsstufe für Zweibeiner - Der/Die muss weg", denn das reicht schon aus, um von einem/r "auffälligen" Wolf/Wölfin auszugehen. Es kann auch nicht sein, dass u.U. jeden Monat ein Wild gerissen wird - März u.April hatten wir ja schon. Der erwünschte Informationsaustausch (wäre er denn immer so) kommt also in Gang.

„Ich werde nicht schweigen“

juergen mueller:
Herr Kirsch,Danke für Ihren Artikel u.Ihre Zivilcourage,die in unserer Gesellschaft nicht (mehr) selbstverständlich ist. Vielmehr werden solche Aktionen von der Bevölkerung nicht als problematisch angesehen,ebenso wie die Verkennung der Tatsache,dass aus vielerlei Gründen solche Aktionen (neben vielen anderen) eine Generation anspricht,die von Frust, Unlust, Arbeits-,/Perspektiv- u.Respektlosigkeit geprägt ist,was sich in sinn- u.intelligenzlosen Aktionen widerspiegelt bis hin zur Gewaltbereitschaft.Alles schon dagewesen.Darüber zu spekulieren,ob dies eine False Flag = Falsche Flagge-Aktion (wir sind immer noch in DEUTSCHLAND) irgendeines rechtspopulistischen Haufens war oder nicht,ist scheißegal.Tatsache ist,dass solche Vorfälle unterschätzt werden,von Zivilcourage (was ist das?) ganz zu schweigen.Lieber wegsehen,weghören,vielleicht aber doch tatenlos zusehen,den Gaffer spielen,Handyfotos machen oder sich in klas(sichen),spekulativen Äusserungen ergehen.RECHTS ist GEFÄHRLICH.

Die Stadt grün „gebombt“

juergen mueller:
Damit es jeder versteht - mit FAIR-TRADE ist "Fairer Handel" gemeint.Wir leben hier in Deutschland,deutsch ist unsere Muttersprache.Warum muss man sich meist nicht verstehend (vor allem ältere Menschen) zusehends immer mehr mit Bezeichnungen auf "englisch" abgeben?Hört sich vielleicht COOL an (viele fühlen sich dann auch so,obwohl sie nichts verstehen),ist aber trotzdem FUCK u.ich finde damit auch UNCOOL.In englischsprachigen Ländern käme niemand auf die Idee die eigene Sprache mit deutschem Vokabular zu versauen. Heute benötigt man schon zum alltäglichen Gebrauch ein Wörterbuch (beherrscht man Denglisch nicht).Bevor man also zum nächsten Info-Stand einlädt,erst einmal sich der deutschen Sprache erinnern,zumindest aber zu einem Übersetzen bereit sein.Und was heisst überhaupt grün bomben?Nur weil das Thema Insekten/Bienensterben aktuell ist u.man den Kahlschlag jahrzehntelang wissentlich übersehen u.nichts getan hat?Das ist sowas von UNCOOL.
Neues Format
anzeige
Service
Lesetipps
GelesenBewertet