Allgemeine Berichte | 16.04.2021, 15:38 Uhr

Fachstelle Frühe Hilfen

Sprachanregungen für die Allerkleinsten

Logopädin Anne Kastor gab wichtige Tipps Kinder beim Sparerwerb zu begleiten

Online präsentierte die Referentin Bücher und Spiele, die zur Sprachförderung geeignet sind. Foto: Frühe Hilfen
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Kreis MYK. Im Online-Seminar „Sprachanregungen für die Allerkleinsten“ der Fachstelle Frühe Hilfen gab Logopädin Anne Kastor viele wertvolle Tipps. So erfuhren die elf teilnehmenden Eltern und Großeltern, wie sie ihre Kinder und Enkelkinder beim Erwerb der Sprache begleiten und schon den Allerkleinsten Sprachanregungen geben können.

Kinder lernen von sich aus zu sprechen und eignen sich ihre sprachlichen Fähigkeiten aus eigenem Antrieb an. Die Phasen der Sprachentwicklung und ihre Abfolge sind vermutlich bei allen Kindern gleich. Von Kind zu Kind ist es aber verschieden, in welchem Alter es zu sprechen beginnt, wie schnell es seinen Wortschatz erweitert, Wörter richtig ausspricht und wann es wie gut Sätze bilden kann. Die Referentin erklärte, wie der Spracherwerb auf vielfältigen Sinneserfahrungen aufbaut und verdeutlichte dies an einem „Sprachbaum“, der beim Online-Workshop eingeblendet wurde. Anne Kastor: „Damit Ihr Kind gut sprechen lernen kann, muss es gut hören können. Sie sollten also hin und wieder bewusst darauf achten, wie gut Ihr Kind hört und auf Geräusche reagiert.“

Besonders gemeinsame Lausch- und Horchspiele sind dazu bestens geeignet. Die Logopädin stellte einige praktische Beispiele und Ideen vor, wie Eltern das genaue Zuhören und die Hörfähigkeit bei ihren kleinen Kindern unterstützen können. Doch auch andere Sinneswahrnehmungen wie das Sehen, das Spüren von Berührungen, der Tastsinn und Bewegungen, das Riechen und Schmecken sind für die sprachliche Entwicklung von Bedeutung. Auch das Schauen von altersgerechten Bilderbüchern, die bereits bei kleinen Kindern sehr beliebt sind, fördert die kindliche Sprachkompetenz. Ist das Kind in der Lage, Dinge zu benennen, können die Erwachsenen dazu weitere Geschichten erfinden, um den Wortschatz des Kindes zu erweitern. „Wichtig ist es, mit Freude dabei zu sein“, so die Logopädin. Und sie stellte einige Bilderbücher und erste Spiele vor, um die Sprachentwicklung der Allerkleinsten zu fördern. Auch das Singen von einfachen Liedern, das Spielen von Fingerspielen und Reimen unterstützt die Kinder beim Erlernen der Sprache. Ebenso helfen Alltagssituationen, etwa das An- und Ausziehen, das Essen, das gemeinsame Spielen und Spazieren. Es sind Situationen, die zum Spracherwerb und Spiel mit Sprache genutzt werden können, indem Eltern ihre Handlungen sprachlich begleiten, erklärte Anne Kastor, „denn Sprechen lernt man durchs Sprechen! Die ersten Wörter sind für alle Kinder ein Riesenschritt. Dann merken sie, was man mit Wörtern alles anstellen kann.“

Isabel Schönig und Christa Fröhlich von der Fachstelle Frühe Hilfen im Landkreis Mayen-Koblenz – eine Kooperation von Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und Evangelischer Kirchengemeinde auf dem Maifeld – haben diesen Online-Vortrag in Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte Mayen angeboten. Und sie bedankten sich bei Logopädin Anne Kastor für die gelungene Online-Veranstaltung.

Nächstes Online-Seminar

Das nächste Online-Seminar zum Thema „Wann empfiehlt sich eine Vater/Mutter-Kind-Kur?“ findet am Donnerstag, 29. April 2 um 9.30 Uhr statt.

Anmeldungen: info@fruehehilfen-myk.de oder Tel. (0 26 51) 98 69 -1 01. Pressemitteilung

Caritas MY

Online präsentierte die Referentin Bücher und Spiele, die zur Sprachförderung geeignet sind. Foto: Frühe Hilfen

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