Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Männerchor Thür feierte sein 110-jähriges Bestehen

Wandelkonzert zum Jubiläum

06.06.2015 - 12:55

Thür. Für den 110. Geburtstag ihres Vereins hatten sich die Sänger des Männerchores Thür mit ihrem Chorleiter Lothar Scheid etwas Besonderes ausgedacht: ein Wandelkonzert, das erste in der Vereinsgeschichte.


Wandelkonzert an drei Orten


Und es wurde ein voller Erfolg. Rund 100 Besucher erlebten eine eindrucksvolle Veranstaltung an drei verschiedenen Konzertorten. Beim Eintritt in den ersten Veranstaltungsort – die Thürer Pfarrkirche St. Johannes – erhielten alle ein Glas Wein. Und das hatte seinen guten Grund. Denn Pfarrer Ralf Birkenheier präsentierte einige der insgesamt 233 Bibelstellen aus dem Alten und Neuen Testament, die sich mit Wein beschäftigen. Unter dem Leitspruch des 104. Psalms „Der Wein erfreut des Menschen Herz“ zitierte und kommentierte er theologisch fundiert und zugleich humorvoll die ausgewählten Bibelstellen, ohne dabei auch auf Gegenwartsbezüge zu verzichten. Die Beiträge des Pfarrers wurden umrahmt von einem erstklassigen Chorprogramm der Männerchöre Thür und Wehlen sowie dem Gesangsquartett „4-Takt“. Der Männerchor Thür konnte mit dem „Ubi caritas et amor“ des norwegischen Komponisten Ola Gjeilo und dem „Abendfriede am Rhein“ von Mathieu Neumann ebenso überzeugen wie der Männerchor aus Wehlen mit dem „Agnus Dei“ von Matthias Merzhäuser und das Quartett „4-Takt“ (Barbara Krämer, Carolin Leizgen, Martin Schleimer, Lothar Scheid) beeindruckte mit dem Lied „Engel“ nach dem Text von Rammstein und im Arrangement von Oliver Gies.


Historisches Programm


Am Ende des 1. Konzertteils begleiteten Orgelklänge (gespielt von Lothar Scheid) die Besucher zum Kirchenausgang und zum Hof Berresheim, dem zweiten Konzertort. Im früheren Hof des Trierer Domkapitels gab es ein historisches Programm. Trompetenklänge (gespielt von Peter Wilkes, Achim Massion jun., Rolf Müller) stimmten auf das Mittelalter ein. In mittelalterlicher Tracht trat Inge Müller aus dem alten Wohn-Stall-Trakt des Domhofes und versetzte die Besucher mit einer Lesung aus dem Roman „Der Ritter und die Dirne“ (von Alois Schneider) in den Mai des Jahres 1112, als in „Thure“ Kirchweih gefeiert wurde. Und damit war der Tanzreigen der Tanzgruppe „Saltamus Gaudio“ eröffnet, die nun in bunten Gewändern mittelalterliche Tänze vorführte und damit Augen und Ohren viel Freude boten. Die Gruppe bewies, dass sie zu Recht den Namen „Saltamus Gaudio“ führt, denn sie war mit Freude und Begeisterung bei der Sache. Und zum Schluss ihrer Darbietungen sprang der Funke der Begeisterung auch auf die Besucher über, als diese in die Tänze mit einbezogen wurden. In der Tanzpause huldigten die Sänger aus Thür und Wehlen wieder dem Wein, als sie gemeinsam vor der Kulisse der ehemaligen Zehntscheune den Chorsatz „Bacchus, edler Fürst des Weins“ (von Franz Schubert) intonierten. Erneute Trompetenklänge geleiteten die Besucher zum dritten und abschließenden Konzertort, die Thürer Dorfscheune.


Chorgesang der Extraklasse


In der bis auf den letzten Platz besetzten Dorfscheune erwartete die Besucher im 3. Programmteil Chorgesang der Extraklasse, präsentiert von den Meisterchören aus Thür und Wehlen unter der Leitung ihres gemeinsamen Chorleiters Lothar Scheid sowie dem Gesangsquartett „4-Takt“. Während der Jubiläumschor aus Thür mit der irischen Volksweise „In der Fremde“ und den Spirituals „Little David“ und „Down by the riverside“ die Besucher in seinen Bann zog, konnten die Sänger aus Wehlen mit dem schwedischen Volkslied „Uti var hage“, dem Lied „Wie kann es sein“ von Daniel Dickopf und dem Augustin-Rap von Lorenz Maierhofer einen glänzenden Vortrag präsentieren. Ein weiterer Ohrenschmaus war der Auftritt des Quartetts „4-Takt“. Die Gesangsgruppe überzeugte mit „Fey oh“, einem haitischen Volkslied, mit „Das Beste“ (Silbermond) und mit „Build me up Buttercup“ sowie „Mambo“ von Herbert Grönemeyer im Arrangement von Oliver Gies.


„Abendfriede“


Friedrich Hermes und Rolf Müller als 1. bzw. 2. Vorsitzender des Männerchores konnten daher unter großem Applaus der Besucher allen Mitwirkenden des Wandelkonzertes danken für die hervorragenden Beiträge und Leistungen, die das Wandelkonzert zu einem besonderen Erlebnis werden ließen. Der gemeinsam von den Chören aus Thür und Wehlen vorgetragene „Abendfriede“ von Rudolf Desch bildete schließlich den stimmungsvollen Abschluss des offiziellen Teils des Wandelkonzertes.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Turnerschaft Bendorf 1861/1890 e.V.

Weitere Unterstützung „mit Herz“ für die Ponderosa 2.0

Bendorf. Was ist ein Projekt ohne Helfer? Und was ist ein Projekt ohne Unterstützer?! –Mit viel ehrenamtlichem Engagement werkelt die Turnerschaft Bendorf 1861/1890 e.V. bereits seit April 2020 an der Instandsetzung und Herrichtung des ehemaligen Freizeitzentrums Stromberg, jetzt: „Ponderosa 2.0“. Tatkräftig sind viele Helferinnen und Helfer fast täglich stundenlang im Einsatz. Vorne mit dabei ist... mehr...

Weitere Berichte
Flächendeckender Ausbau von Glasfaserkabel notwendig

CDU-Bürgermeisterkandidat Sascha Schoblocher

Flächendeckender Ausbau von Glasfaserkabel notwendig

Bendorf. Die Firma iOSXpert Business auf Mac & iPhone GmbH, mit Sitz in der Brauereistraße, erwartet, - wie übrigens fast alle Unternehmen - dass ihnen ein leistungsfähiger Glasfaseranschluss zur Verfügung gestellt wird. mehr...

Bendorfer „Donut“ mit Leben füllen

Stadt Bendorf am Rhein

Bendorfer „Donut“ mit Leben füllen

Bendorf. Wie viele andere Kleinstädte erlebt Bendorf seit einigen Jahren einen „Donut-Effekt“ in der Innenstadt: Wie bei dem süßen Gebäck entsteht im Stadtzentrum ein Loch, weil das Geld lieber am Rand... mehr...

Politik
Fontäne soll umkippen verhindern

FDP Stadtverband Bendorf

Fontäne soll umkippen verhindern

Bendorf. „Mit großer Sorge ist zu beobachten, dass offenbar die wenigen Fische, die noch im Schlossweiher leben, wegen des Sauerstoffverlustes im Wasser durch die extreme Hitze, einzugehen drohen. mehr...

Einsatz für den
Ortsteil Mülhofen

Fraktion der Freien Wählergruppe Umweltinitiative Mittelrhein e.V.

Einsatz für den Ortsteil Mülhofen

Mülhofen. Die Fraktion der Freien Wählergruppe Umweltinitiative Mittelrhein e.V. und Umweltinitiative Mittelrhein e.V. selbst wollen sich für die Wiederinstandsetzung der Brunnenanlagen, des Sprinklerbrunnens (Feuerwehrschlauch), und deren Sitz- u. mehr...

Barrierefreiheit ist das Ziel

Freien Wählergruppe WUM Bendorf

Barrierefreiheit ist das Ziel

Bendorf. Die Einrichtung einer öffentlichen barrierefreien Toilette im Stadtpark soll nach den Vorstellungen der WUM die Attraktivität der Innenstadt steigern. Aufgrund des sozialen und demografischen... mehr...

Sport
Geduldsprobe in Weinheimer Hitze

LG Rhein-Wied

Geduldsprobe in Weinheimer Hitze

Neuwied. Schneller als bei seinem WM-Bronze-Gewinn 2017 in London, schneller als bei seinem Olympia-Zehnkampf 2016 in Rio de Janeiro: Kai Kazmirek hat bei der Kurpfalz Gala in Weinheim über 110 Meter Hürden ein Ausrufezeichen gesetzt. mehr...

TSV Moselfeuer Lehmen - Leichtathletik

Lucia Sturm bei Pfungstädter Lauf-Gala erfolgreich

Lehmen. Einen ausgezeichneten Saisoneinstand über 800 Meter verzeichnete Lauftalent Lucia Sturm am ersten Augustwochenende bei der Lauf-Gala in Pfungstadt bei Darmstadt. Wie schon im letzten Jahr an gleicher... mehr...

Marco Seifert gewinnt das „Augustsegeln“

Wassersportverein Oberfell e.V.

Marco Seifert gewinnt das „Augustsegeln“

Oberfell. Marco Seifert gewinnt das Segeln im August vom Wassersportverein Oberfell knapp vor Marcel Pirmann. Beide beendeten die Serie punktgleich, aber Seifert lag in den letzten beiden Läufen vorn.... mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Debatte in Bundesländern um Abschaffung der Maskenpflicht - Was sagen Sie?

Nein, auf keinen Fall.
Ja, ich bin dafür.
Lieber eine Empfehlung statt Pflicht.
4954 abgegebene Stimmen
aktuelle Beilagen
 
Kommentare
Gabriele Friedrich:
Wenn der Mann eine Sauftour durch Melsbach gemacht hat, war er in Kneipen und man kennt sich.Also haben andere ihn auch fahren "lassen". Das ist heute kein Kavaliersdelikt mehr. Ein Taxi gerufen, Schlüssel abgenommen- so macht man das. Schön doof- trotzdem.
Gabriele Friedrich:
Ich wäre dagegen. Zum einen, weil die Jugendlichen noch gar nicht reif genug sind und zum anderen weil die meisten nicht mal genug Kenntnis über unser Land haben. Fragen Sie mal Jugendliche nach unseren Sozialgesetzbüchern oder wie viel Bundesländer es gibt, oder von welcher Stelle das Kindergeld überwiesen wird.Die meisten wissen einfach NICHTS ! NEIN- zum frühen Wahlrecht, auch weil viele mit zweifelhafter Gesinnung die AfD wählen könnten. Ich glaube, es hackt gewaltig im Land. Die Stimme der Jugend, kann man auch so hören- im Positiven wie auch Negativem. Und in der Politik haben wir schon genug Bübchen, Milchgesichter und Trampel.... weil es nun mal so ist !
Wally:
Lassen wir doch einfach bei der Geburt schon wählen und dann für die Zeit bis zur Volljährigkeit festschreiben.
Gabriele Friedrich:
Na Servus ! Und was kommt als nächstes wieder? Warum haben wir keine Wachen?
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.