Oberbürgermeisterwahl im Blick

Wer wird neuer Chef in der Bäckerjungenstadt?

25.10.2022 - 15:12

Am Sonntag, 13. November 2022, werden die Bürgerinnen und Bürger Andernachs an die Wahlurne gerufen. Gesucht wird ein neuer Oberbürgermeister und die Fußstapfen, die der bisherige Amtsinhaber Achim Hütten (SPD) hinterlassen hat, sind groß. Gleich vier Kandidaten fühlen sich berufen, Hüttens Erbe anzutreten: Claus Peitz (CDU), Udo Dames (SPD), Christian Greiner (Freie Wähler) und Franz Haas (Unabhängiger Kandidat) möchten der Bäckerjungenstadt den Weg in die Zukunft ebnen. Dass die Bürgermeisterwahl in eine Stichwahl münden könnte, klingt angesichts der vielen Kandidaten als wahrscheinlich. Terminiert wäre die Entscheidungswahl für den 27. November.

In der vergangenen Woche hatten Hermann Krupp, Chefredakteur von BLICK aktuell und Geschäftsführer des Krupp Verlags, und Junior-Chefin Corinna Seidel, geborene Krupp, zum Redaktionsgespräch in das Krupp Medienzentrum nach Sinzig eingeladen. Inhaltlich drehte sich das sehr vitale Gespräch um Themen wie Verwaltung, Energiekrise und Digitalisierung. Unisono gaben die Kandidaten zu Protokoll, dass Andernach eine Stadt sei, in der man gut und gerne lebe. Doch hier und dort gäbe es trotzdem gewisse Stellschrauben, an denen gedreht werden müsse.

(Anm. der Redaktion: Der Kandidat Christian Greiner konnte aus persönlichen Gründen an dem Gespräch nicht teilnehmen und reichte die Antworten schriftlich ein.)

Zu Beginn der Runde verlangte Corinna Seidel eine kurze, persönliche Vorstellung der Bewerber und der SPD-Kandidat Udo Dames machte den Anfang. Der Sozialdemokrat ist 57 Jahre alt, ist in Miesenheim groß geworden und lebt seit 2010 in der Andernacher Südstadt. Der Soldat lebt in einer Patchworkfamilie mit zwei Kindern und ist laut eigenem Bekunden stark mit Andernach verwurzelt. Als Ehrenamtler sei er seit vielen Jahren engagiert, so zum Beispiel im Karneval. Stadtratsmitglied ist der SPD-Mann seit 2009.

Als „Andernacher Urgestein“ bezeichnet sich Franz Haas. Der unabhängige Bewerber ist gelernter Landwirt, arbeitet seit 2020 bei der Stadt und trat bereits bei der letzten OB-Wahl gegen Achim Hütten an. Seine Motivation bezöge er daher, dass ihm viel an der Stadt läge. Gerade die vielfältigen Traditionen Andernachs zu bewahren, sei ihm ein großes Anliegen.

Claus Peitz ist 60 Jahre alt, Familienvater und vielen Andernachern seit zwölf Jahren als Bürgermeister bekannt. Der CDU-Bewerber ist studierter Jurist und konnte nach dem Studium politische Erfahrung als Referent von Bundestagsabgeordneten sammeln, bevor er als selbständiger Anwalt seine eigene Kanzlei gründete. Kommunalpolitisch wurde Peitz erstmals 1983 aktiv. Seit 12 Jahren ist er Bürgermeister in Andernach.

Der Kandidat der FWG Andernach ist Christian Greiner. Der 42-jährige Andernacher ist Berufssoldat, studierter Pädagoge und Vater dreier Kinder. Greiner ist vielfach ehrenamtlich aktiv, so zum Beispiel in Schulen und Kitas sowie Sportvereinen. Auch in der Kommunalpolitik sammelte er bereits vielfältige Erfahrungen. Greiner ist Mitglied des Stadtrates, des Ortsbeirats Namedy und besetzt Posten in diversen städtischen Ausschüssen.


Medizin und Energie im Fokus


Auf Verbesserungspotenziale in der Stadt zielt Hermann Krupps erste Frage. „Was könnte in Andernach unter Ihrer Führung besser werden?“, fragte der BLICK aktuell-Chef.

Franz Haas möchte sich als Oberbürgermeister der Energieeffizienz widmen. So möchte er sich für eine LED-Beleuchtung der Straßenlaternen einsetzen, insofern dies eine Minderung der Kosten mit sich zöge. Des weiteren wünsche er sich eine Belebung der Stadt. Gelingen soll dies beispielsweise durch kostenloses Parken. Um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, soll die Verkehrsführung in der Innenstadt auf den Prüfstand. Derzeit gäbe es aufgrund der herrschenden Vorfahrtsregelung viel „Stop and Go“-Verkehr, was für die Umwelt nicht gut sei. Haas spricht sich zudem gegen Windkraftwerke aus, insofern diese in Naturschutzgebieten errichtet werden sollen.

Bevor sich Claus Peitz dem Verbesserungspotenzial widmete, betonte er, dass Andernach derzeit gut aufgestellt sei. So sei der Einzelhandel relativ gut durch die Corona-Zeit gekommen. Beim Thema Energie müsse nun auf Nachhaltigkeit und lokale Produktion gesetzt werden. Photovoltaik, Windkraft und Biomasse seien hier Stichwörter. So können sechs Windkraftwerke alle Privathaushalte Andernachs mit Strom versorgen, auch die ansässige Industrie könne partizipieren. Ideal wäre ein Windparkprojekt als Genossenschaft. Neben der Versorgungssicherheit könnten die Bürger hier direkt beteiligt werden. Im medizinischen Sektor sei die Stadt gut aufgestellt, ausruhen dürfe man sich trotzdem nicht. Die Grundversorgung sei besser als in vielen anderen Kommunen. Dennoch werden auch die niedergelassenen Hausärzte älter und die Stadt fördere bereits neue Praxen mit einem Existenzgründerkredit von 20.000 Euro. Eine Überlegung sei eine radiologische Praxis in der Stadthausgalerie, die zu einer zusätzlichen Belebung des Umfelds beitrage.

Geht es nach Christian Greiner, müssen bei der medizinischen Versorgung innovative Wege beschritten werden und die Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und Ärzten intensiviert werden. Ein Herzstück dabei sei das Andernacher Krankenhaus. Auch beim Tourismus, der Wirtschaftsförderung und beim Stadtmarketing müssen Prozesse reorganisiert werden. Greiner spricht sich für einen Citymanager für den Einzelhandel aus, der die Bedürfnisse der Unternehmer kenne und gezielte Maßnahmen zur Förderung anbiete. Zusätzliche wünsche sich Greiner eine transparente Verwaltung, die dem Bürger Lösungen anbiete, Dies gelte für Mitarbeiter ebenso wie den Oberbürgermeister, der nahbar sein soll. Ein wichtiger Teil seiner Ziele sei zudem der Hochwasserschutz mit effizienten Rückhaltebecken und einem besseren Frühwarnsystem.

Udo Dames findet, dass Andernach im Grundsatz eine Stadt sei, in der es sich gut leben lasse. Die medizinische Versorgung sei gut, allerdings gäbe es andernorts „gewisse Schwierigkeiten“. Dames nennt hier die Energiekrise. Die fordere nun das Handeln aller und Photovoltaik auf den Dächern würde allein nicht ausreichen. Vielmehr fordere Dames die vollständige Energieautarkie Andernachs und dies schnellstmöglich. Gemäß dem Motto „Gemeinsam aus der Krise“ halte er eine interkommunale Zusammenarbeit zum Beispiel bei Windparks - Dames nennt hier die VG Pellenz - für sinnvoll. Auch Energiegewinnung per Biomasse und Photovoltaik seien eine sinnvolle Zwischenlösung, um final auf Wasserstofflösung hinzuarbeiten. Bei den gegenwärtigen und kommenden Krisen müsse der Oberbürgermeister dafür sorgen, dass die Stadt zusammengehalten werde. Im medizinischen Sektor sei Andernach tatsächlich besser aufgestellt als viele andere Orte. Verbesserungspotenzial sähe er jedoch im Bereich der Digitalisierung, so auch bei der medizinischen Versorgung. Damit die Angebote gut bleiben, befürworte er eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Krankenhäusern.

Vielfältige Schwerpunkte

„Wo würden Sie in ihren ersten Monaten als Oberbürgermeister Schwerpunkte setzen?“, lautet die nächste Frage von Corinna Seidel. Claus Peitz betont, dass bezahlbarer Wohnraum bei ihm weit oben auf der Agenda stehe. Gleichzeitig gibt er zu bedenken, dass es als Verwaltung durchaus Schwierigkeiten gäbe, diesen zu schaffen. Eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft könne hier Abhilfe schaffen. Wenn Flächen zu Verkauf stehen, könne die Stadt bisher kaum mithalten, so Peitz. Weitere sofort anfallende Aufgaben, wären die Bewältigung der Energiekrise und auch Corona sei noch nicht vom Tisch. Um die Herausforderung anzugehen, helfen ihm seine zwölf Jahre Erfahrung in der Verwaltung. „Ich kann morgen anfangen, und das zum Wohle der Bürger von Andernach“, so Peitz.

Christian Greiner möchte sich nach Amtsantritt dem Thema „Zukunftsfähige Innenstädte“ widmen und schnellstmöglich familien- und bürgerfreundliche Orte der Begegnung realisieren. Auch auf die Etablierung erneuerbarer Energien möchte er seinen Fokus legen. Stichworte seien hier Photovoltaik und Windkraft. Außerdem möchte er eine Kinder- und Jugendkommission einrichten, die mit eigenem Budget ausgestattet sind. Sorgen bereiten ihm derzeit die Zustände am Bahnhof und am Parkplatz am Bollwerk in puncto Sauberkeit und Sicherheit. Ordnungsamt sollen mit der Polizei kooperieren um der Lage Herr zu werden.

Der SPD-Kandidat Udo Dames meint, dass es schwer sei, als Außenstehender die dringendsten Baustellen innerhalb der Verwaltung richtig einzuschätzen. Es gelte, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen. Trotzdem möchte er sich unverzüglich für mehr Transparenz und eine Transformation in Bezug auf die Digitalisierung einsetzen. Dazu müsse man die Menschen an die Hand nehmen, gerade die ältere Generation. Den Bürgern müsse klar gemacht werden, dass die Verwaltung ein Dienstleister ist und wo welche Zuständigkeiten liegen. Gerne möchte Dames mit „Vorbild, Haltung, Engagement und Leidenschaft“ ans Werk gehen.

Der unabhängige Bewerber Franz Haas würde sich in seinen ersten Monaten als Oberbürgermeister für mehr Teamarbeit in der Verwaltung einsetzen. Er wünsche sich einen „pflegeleichten Umgang miteinander“ und eine Arbeit, die gerecht entlohnt werde. Auch der Service am Bürger müsse verbessert werden, so wünsche er sich mehr Terminflexibilität und mehr Einsatz für Menschen mit Behinderung.


Mit Innovationen in die Zukunft


Hermann Krupp interessiert sich für mögliche neue Angebote in der Bäckerjungenstadt. „Haben Sie innovative Ideen für Andernach?“, fragte er die Kandidaten.

Christian Greiner bringt das Stichwort Schwammstadt ins Gespräch: Regenwasser soll gespeichert werden, statt es zu kanalisieren. Dies soll dem Hochwasserschutz dienen. Außerdem könne er sich gut eine „Essbare Stadt 2.0“ vorstellen. Seine Idee sähe vor, die Erzeugnisse der essbaren Stadt vornehmlich für die Verpflegung der Andernacher Kinder in Kitas und Schulen zu nutzen. Um die Stadt zu beleben, benötige es nach Greiner kein neues Museum, da das dazu benötigte Geld an anderer Stelle mehr gebraucht werde. Stattdessen sollen die historischen Punkte der Stadt als lebendiges und digitales Museum miteinander verknüpft werden.

Geht es um das Thema Ideen, fordert Udo Dames, realistisch zu bleiben. Niemandem wäre geholfen, wenn „Wolkenkuckucksheime“ gebaut und Versprechen getätigt werden, die man nach der Wahl nicht halten könne. Andernach böte mit der Essbaren Stadt und dem First Friday schon jetzt viel Innovatives. In Sachen Tourismus müsse jedoch noch mehr kommen. Die Radwegesituation und die Angebote der Rheinschifffahrt müssen verbessert werden. Es gelte außerdem zu erörtern, wie Großfeste wie der Michelsmarkt besser in ein Gesamtkonzept integriert werden können. Hierzu bräuchte man Touristik-Experten, um dies zu realisieren. Die Wirtschaft stände gut dar, allerdings müsse auch hier nach vorne geblickt werden. Eine Idee, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten, wäre die Einrichtung von Tempo 30-Zonen.

Franz Haas wünscht sich, dass mehr für ältere Mitbürger, aber auch Kinder und Jugendliche gemacht werde. In Bezug auf die Infrastruktur halte er es für sinnvoll, „die Straßen schnell zu sanieren, ehe sie ganz kaputtgehen“. Vorteile brächten auch kostenlose Parkplätze. Außerdem setze er sich dafür ein, dass die Straßenausbaubeiträge abgeschafft werden. In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ginge es schließlich auch ohne diese Beiträge.

Claus Peitz betont, dass neun Millionen Euro an Fördergeldern für die Innenstadt verwendet werden sollen, die künftig ein Ort werden soll, in dem sich die Menschen noch mehr wohlfühlen. „Die Innenstadt muss einen Erlebnisfaktor haben“, so der CDU-Kandidat. Mit Ideen wie dem First Friday sei man auf einem guten Weg. Dass es zu wenig Parkplätze in der Stadt gäbe, sähe Peitz nicht. Es wären eher zu viele. Stattdessen schlägt er vor, Parkplätze abzuschaffen und stattdessen weitere Grünflächen zu planen Das beuge auch dem Problem der überhitzten Innenstädte vor. Der Tourismus müsse - gerade nach der Corona-Flaute - wieder ausgebaut werden.


Verwaltung als Dienstleister


Um das Thema Verwaltung ging es bei der nächsten Frage. Corinna Seidel: „Wie ist die Stadtverwaltung derzeit aufgestellt und was würden Sie verbessern?“, fragt die Junior-Chefin.

Udo Dames sagt, dass, um die Frage zu beantworten, zunächst ein umfassendes Bild von der gegenwärtigen Situation in der Verwaltung gemacht werden müsse. Wichtig sei aber stets, dass sich ein Oberbürgermeister hinter seine Mitarbeiter stelle. Digitalisierung sei sicherlich ein wichtiger Punkt. Um hier Tempo hineinzubekommen, wünsche sich der SPD-Mann einen Digitalisierungsbeauftragten, der auf die Wirtschaft zugehe um bei Digitalisierungsfragen zu unterstützen. Beim Thema Homeoffice sei die Verwaltung noch „hinter dem Pflug“. Ihm sei es ein Anliegen, vollwertige Homeoffice-Arbeitsplätze zu schaffen. Probleme gäbe es laut den Bürgern auch beim Ordnungsamt. Im Falle einer Wahl müsse man sich genau angucken, was hier zu verbessern sei.

Franz Haas findet, dass die Verwaltung „miserabel arbeite“. Es habe in der Vergangenheit viele negative Vorfälle gegeben. Nun gäbe es viele Punkte, an dem man den „Hebel ansetzen“ müsse. Gerade in der Personalabteilung müsse sich in Sachen Führungskompetenz etwas tun und hier „müsse jemand hin, der Plan hat“.

Dass das Rathaus digitaler werden müsse, findet auch Claus Peitz. In der Corona-Kernphase sei viel Neues umgesetzt worden - reichen würde dies aber nicht. Alles was digital machbar sei, solle auch tatsächlich machbar werden. Peitz betont jedoch, dass auch ältere Mitbürger, die nicht den gleichen Zugang zu Online-Aktivitäten wie die jüngere Generationen haben, alle Möglichkeiten behalten. Ansonsten sei die Verwaltung besser als ihr Ruf, so Peitz, und schon jetzt sei der Dienstleistungsgedanke groß. Peitz nennt ein Beispiel, in dem eine Andernacherin dringend an einem Sonntag einen vorläufigen Reisepass benötigte. Dies habe tatsächlich geklappt, sagt Peitz. Leider seien aber viele bürgerfreundliche Prozesse durch die „Fesseln der Aufsichtsbehörden“ eingeschränkt.

Christian Greiner sieht die Verwaltung als modernes, service- und leistungsorientiertes Dienstleistungsunternehmen. Dazu gehöre Leistungsfähigkeit und stetige Erreichbarkeit. Der eingeschlagene Weg der Digitalisierung soll weiter forciert werden und mit herkömmlichen Methoden kombiniert werden, um auf die Herausforderungen der Gegenwart zu reagieren. Im Falle seiner Wahl möchte Greiner einen modernen Führungsstil auf Vertrauensbasis pflegen und spricht sich für die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ämtern aus. Generell attestiert Greiner den Mitarbeitern im Rathaus eine hohe Leistungsfähigkeit.

Die letzte Frage, gestellt von Hermann Krupp, zielt auf die Zukunft Andernachs ab. „Wie sieht die Stadt Andernach unter Ihrer Führung in acht Jahren aus?“

Franz Haas machte den Anfang: „Wenn es so ist wie jetzt, ist es gut“, meint Haas. Er hoffe, dass bis dahin „viel passiert und viel gemacht“ wurde. „Der Rest werde sich erübrigen“, sagte Haas.

Claus Peitz sieht in Andernach eine Stadt, die bereits heute modern und zukunftsfähig sei und dies auch bleibe. Zudem wünsche er sich, dass die Menschen in Andernach gut leben können und dies mit einem großen Stück Heimatverbundenheit.

Christian Greiner wünscht sich ein Andernach, das in acht Jahren Chancen genutzt habe und dadurch sauberer, grüner, familienfreundlicher, lösungsorientierter und lebenswerter werde.

Udo Dames hofft, dass sich Andernach seine „liebenswerten Prädikate“ beibehalten werde und entsprechend weiterentwickeln werde. Die Stadt soll Heimat bleiben und ein Ort, an dem man gut lebe.

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