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Kultur- und Heimatverein Niederzissen hatte das „Duo Nuances“ zu Gast

Das „Unseriöse“ hörte sich sehr seriös an

Das „Unseriöse“ hörte sich sehr seriös an

Anke Kreuz und Achim Busch begeisterten als Duo Nuances in der ehemaligen Synagoge Niederzissen.Foto: privat

24.11.2015 - 13:24

Niederzissen. Zum ersten Mal in den dreieinhalb Jahren der Konzerte in der ehemaligen Synagoge Niederzissen erklang Musik in der Kombination Gitarre und Querflöte, meisterhaft vorgetragen vom Duo Anke Kreuz aus Wachtberg-Pech und Achim Busch aus Bad Godesberg. Dabei beeindruckte Anke Kreuz mit ihren drei Querflöten (C-, Alt- und Bassflöte) durch gefühlvolles Spiel. Achim Busch zeigte mit der Konzertgitarre bereits beim ersten Stück, dem Preludio von Nathan Kolosko, wie einfühlsam beide die Geschichte, die hinter der Komposition steht, interpretierten. So war der amerikanische Künstler Nathan Kolosko zu der Komposition durch John Steinbecks Buch „Die Perle“ inspiriert, das den Fund eines jungen Fischers beschreibt, der gegen alle Warnungen die kostbare Perle aus einer Muschel birgt, um seine Familie ernähren zu können.

Mit den drei Sätzen Villanesca, Oriental und Andaluza aus den zwölf spanischen Tänzen von Enrique Granados, dem Sohn eines Kubaners und einer Katalanin, die ursprünglich für Klavier komponiert waren, setzten sie das Konzert mit der temperamentvollen, im Stil der feurigen spanischen, mit orientalischen Einflüssen durchsetzter Musik fort. Mit zwei Werken des 1959 im serbischen Belgrad geborenen und in den USA lebenden Komponisten Miroslav Tadic („Zajdi, Zajdi“ und „Sonnenuntergang“) und dem mazedonischen Tanz „Pajdushka“ endete der erste Teil des Konzerts.

Im zweiten Teil knüpften die beiden Musiker an den Beginn des Konzerts an und setzten mit „Coyotito duerme“ von Nathan Kolosko die tragische Geschichte des jungen Fischers fort, der die Perle im Roman Steinbecks fand. Mit den Sätzen zwei („Café 1930“) und drei („Nightclub 1960“) aus Astor Piazzollas Werk „Historie du Tango“ setzten Anke Kreuz und Achim Busch ihre Weltreise der Musik in Argentinien fort. Astor Piazzolla, der eigentlich Bandoneon spielte, studierte in Paris und bleibt durch die Hinweise seiner dortigen Lehrerin Nadia Boulanger beim Tango, den er fortan als Musik zum Hören und nicht nur zum Tanzen komponierte. Dies zeigten die beiden Künstler eindrucksvoll. Für die meisten Besucher des Konzerts war ihre Art, Astor Piazzolla zu spielen, vollkommen neu. „Mystical Uniting“ heißt das Stück des 1955 in Tartu (Estland) geborenen Komponisten Peeter Vähi, der sich im Verlauf seiner komponistischen Tätigkeit immer mehr japanischer und tibetischer Musik zuwandte. Durch die erläuterten Worte der beiden Interpreten eingestimmt, fiel es den Zuhörern nicht schwer, vor allem Anklänge indisch-tibetischer Musik herauszuhören. Beim abschließenden „Gajdarsko Oro“, einem von Miroslav Tadic komponierten Hochzeitstanz, und dem, wie Busch bemerkte, nicht seriösen „Jovka Kumanovka“ endete das zweistündige Konzert mit viel Applaus der begeisterten Besucher, unter denen sich auch ein Gitarrenschüler Achim Buschs befand. Mit launischen Worten und dem Hinweis, dass das „Unseriöse“ sich sehr seriös und wohltuend angehört habe, dankte der Vorsitzende des Niederzissener Kultur- und Heimatvereins, Richard Keuler, den beiden Musikern, die ihrem Namen „Duo Nuances“ alle Ehre machen. Auch mit den beiden Zugaben haben sie, wie beim zweistündigen Konzert zuvor, durch ihr ausbalanciertes Ensemblespiel gefesselt und vor allem klanglich und musikalisch beeindruckt. Er wies im Anschluss auf die nächste Veranstaltung in der ehemaligen Synagoge hin. So findet am zweiten Adventssonntag, 6. Dezember, um 17 Uhr die Märchenlesung „…und war reich, reich für sein Lebtag“ aus der Sammlung der Brüder Grimm statt. Monika Krämer und Barbara Ristow tragen vor, die musikalische Untermalung gestaltet Stephanie Troscheit am Klavier. Einlass ist um 16.30 Uhr. Karten- und Platzreservierung beim Kultur- und Heimatverein Niederzissen, Tel. (0 26 36) 64 82, oder unter info@khv-niederzissen.de.

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Kommentare
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.
Gabriele Friedrich:
Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, ob mit oder ohne Corona. Was in anderen Ländern hervorragend funktioniert, scheint in Deutschland unmöglich. Auch die Pizza-Esserei auf der Straße, da braucht man sich nur einmal die städtischen Müllkörbe anzusehen. Wann raffen die Politiker endlich mal, das sie sich auch unbeliebt machen dürfen, wenn es Sinn macht. Keine Chance den Alkoholikern und so schützt man auch Jugendliche, die ohnehin schon zu viel "saufen" Wenn der OB sich beschwert, soll er halt seine Arbeit machen und zwar so, wie die Wähler das wollen.
Jean Seligmann:
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, könnt ihr nichts anderes mehr? Es ist doch klar Erkennbar das die Menschen diese immer mehr unterlaufen, lt. einer Studie haben sich 2/3 der Menschen in Deutschland nicht an die Corona-Verbote gehalten! Es geht auch anders, schaut euch Schweden an, sinkende Infektionszahlen! Und das ohne Panik schüren, Verbote, Strafe, hier wurden ganz wenige Maßnahmen ergriffen, die Freiheit der Menschen wurde nicht eingeschränkt!
Gabriele Friedrich:
Bei der AfD ist es eben schwierig die Leute auszusortieren, die rechtes Gedankengut haben. Ich finde auch, das man nicht generell alles ablehnen sollte, was von dieser Partei kommt. Lieber wäre mir, es würde sie gar nicht erst geben. Zu verdanken haben wir das der versagenden Bundespolitik und auch Landespolitik. [ Zitat] Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung [ Zitat Ende] "Das" können Sie auch ganz normal in Arztpraxen, Krankenkassen, öffentliche Stellen, auf der Straße und eigentlich überall erleben, wo Menschen sich begegnen. Ganz normale Deutsche diffamieren andere Deutsche, nur weil sie sich gegen etwas wehren, etwas einfordern wollen oder einfach nur freundlich behandelt werden wollen. Auch wer eine "andere" Meinung hat, wird verbal niedergetrampelt oder verächtlich gemacht. Deutschland ist nicht unbedingt mehr das Vorbild für andere. Die Menschen haben noch niemals aus der Vergangenheit gelernt, die Fehler geschehen immer in der Gegenwart!
Jean Seligmann:
"auf allen Ebenen der kommunalen politischen Arbeit Anträge der AfD abzulehnen, wurde dabei einstimmig beschlossen." So sieht das demokratische Verständnis der anderen Parteien also aus, INTOLERANT wäre noch geschmeichelt, hier werden Menschen diskriminiert ob ihrer politischen Ansicht, obwohl diese durch Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz im Grunde ausgeschlossen sein sollte. Aber soviel Verständnis für Andersdenkende darf von den anderen Parteien und im besonderen von GRÜNEN nicht erwartet werden! Wo die Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung von anderen Menschen hinführt, dass hat uns die Geschichte hinlänglich gelehrt!
juergen mueller:
Dieser sogenannte "Handlungsbedarf" wurde über JAHRE ignoriert. Jetzt, wo die Kacke am Dampfen ist, wird man munter. Dieses plötzliche Umdenken ist das was Politik ausmacht - erst dann, wenn die Öffentlichkeit auf etwas aufmerksam macht, was über Jahre vernachlässigt wurde, (vermeintlich) aktiv werden. Man sucht sich halt zu seinem persönlichen Vorteil das aus, was eben zur eigenen Profilierung gerade passt. Widerlich und anbiedernd.
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