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Repräsentative Erweiterung in der „Rheinbrohler Römerwelt“

Zwei neue Ausstellungsvitrinen mit römischen Originalfunden

Funde erzählen vom Alltag am Limes

10.09.2013 - 13:19

Rheinbrohl. Die museale Ausstellung in der Römerwelt wurde mit zwei Glasvitrinen und etwa 50 Original-Stücken aus der Römerwelt in unserer Region bereichert. Gesponsert wurden die zwei lukrativen Vitrinen vom Landesverband des Deutschen Altphilologenverbandes sowie vom Förderverein „Freunde des Limes“. Maßgeblich für das Zustandekommen dieser Vitrinen mit den Originalfundstücken (vorwiegend aus dem Magazin des Bonner Landesmuseums) waren Prof. Dr. Herbert Froesch, Oberstudiendirektor a.D. Hans-Jörg Hausen aus Rheinbrohl sowie Oberstudiendirektor Dieter Meurer aus Engers, der zugleich der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende des Deutschen Altphilologenverbandes ist. Anwesend bei der Vorstellung der zwei Vitrinen sowie der Originalexponate waren zudem der Geschäftsführer der Stiftung Caput Limitis, Friedhelm Walbert und der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, Thomas Paffenholz von der Sparkasse Neuwied. Ohne Wenn und Aber lässt sich sagen, dass die vielen unterschiedlichen ausgestellten Fundstücke eine große Bereicherung für die Römerwelt sind, so Hans Jörg Hausen und Friedhelm Walbert. Die Originalfunde sind Dauerleihgaben des Rheinischen Landesmuseums Bonn, zusammengestellt von Dr. Susanne Viller und Dr. Claudia Klages. In den Ausstellungsvitrinen werden Originalfunde vom obergermanischen Limes aus Rheinbrohl, Niederbieber und Bendorf gezeigt. Die Gegenstände in der oberen Lage der linken Vitrine stammen aus Rheinbrohl, die anderen aus Niederbieber bzw. Bendorf. Das größte Gefäß (rechte Vitrine unten links) ist ein Geschenk von Prof. Dr. Hubert Braun (Rheinbrohl). Es kommt vom niedergermanischen Limes (Fundort, „Goldene Meile“ bei Sinzig). Einige Aspekte zu einzelnen Exponaten: Münzen verschiedener Wertigkeit (Denare, Sesterze, Dupondius; die meisten geprägt in Rom in einem Zeitraum von 64 bis 195 n. Chr.) geben Zeugnis von einer florierenden Geldwirtschaft bis an die entferntesten Grenzen des Römischen Reiches. Diese Münzen stammen übrigens alle aus dem Kleinkastell Forsthofweg. Zu den weiteren Exponaten: Fibeln gehörten zur römischen Kleidung von Männern und Frauen. Sie waren zur Befestigung der einzelnen Bestandteile des Gewandes unentbehrlich. Sie sind mit Broschen oder Sicherheitsnadeln unserer heutigen Zeit vergleichbar. Zu den ausgestellten Ziegeln: Die Fragmente von Ziegeln unterschiedlicher Funktion haben als interessantes Detail eingeprägte Stempel. Diese weisen auf militärische Einheiten hin (Legion, Kohorte), die in eigenen Werkstätten die Ziegel herstellten. Das Bruchstück unten links ist ein Bodenziegel einer Fußbodenheizung. Selbst in den entlegensten Gegenden des Imperiums bauten die Römer für ihre Soldaten Thermen mit Fußbodenheizungen und unterschiedlich warmen Badebecken. Zur Terra Sigillata: Die Fragmente (zum Teil mit Herstellerstempel) und die erhaltenen Stücke (Schüsseln, Schalen, Teller) aus der feinen rotwandigen Terra Sigillata zeigen deren Beliebtheit. Es handelt sich dabei um feines Tafelgeschirr, „das Meißener“ der Antike. Die Schüsseln sind zum Teil aufwendig verziert mit Reliefdekor und Bilddarstellungen mit unterschiedlichen Motiven. Nähere Informationen zu den Ausstellungsstücken gibt es in den Vitrinen.

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Kommentare
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Tolle Aktion durch den Junggesellen Verein
Uwe Klasen:
Der „International Union for Geological Science“ (IUGS) obliegt die Einteilung der geologischen Zeitskala und die beschloss: Die aktuelle Epoche ist und bleibt das „Holozän“! Und unter dem negativen Einfluss, selten hinterfragter ökologistischer Glaubenssätze, vor allem den „Grenzen des Wachstums“, haben wir in Deutschland und Europa, nur noch sehr geringes Vertrauen in unsere eigene Fähigkeit, durch technologischen Fortschritt und ökonomische Aktivität größeren Wohlstand für alle Menschen zu schaffen. Die Denkschule des Pastor Thomas Malthus ist nicht jedem ein Begriff, aber immer noch beeinflusst diese das moderne „Grenzen-Denken“ und seine Theorie von den Grenzen des Wachstums erwies sich, wie so viele danach, als fehlerhaft!
Julia Brand:
Naja... ich schätze mal die Tendenz war eher steigend und es ist doch wohl sinnvoller so etwas direkt nicht zu wollen, als es von einer Anzahl abhängig zu machen... Und zu der Begründung, ob man sie nun mag oder nicht, rein objektiv betrachtet sehe ich da jedenfalls einen Unterschied bei, ob man fast den ganzen Körper verdeckt oder eben einen Badeanzug etc trägt. Macht schon an die 50 - 75 prozent Unterschied bei den möglichen eventuell versteckten Wunden etc... 100 prozentige Sicherheit gibt es ja bekanntlich nie, aber wieso sollte nicht auch hier eine Risiko Reduzierung sinnvoll sein? Ich frage mal umgekehrt. Welche Argumente sprechen denn dagegen so für das dulden eines Burkinis? Das Frauen das so unbedingt wollen? Warum tun sie das denn? Weil sie es furchtbar hübsch und modisch finden, oder weil sie es nie anders erleben durften? Also ich schätze mal das die meisten es aufgrund irgendwelcher Männer, Väter, gesellschaftlichen Zwänge tragen sollen, und es wie gesagt auch von klein auf als böse beigebracht wird. Ich denke sie sind nach Europa gekommen um es besser zu haben? Und wenn ein Verbot her muss um der Unterdrückung eines Menschen, in dessen Kultur man ja nicht rein reden darf, entgegen zu wirken, dann soll es so sein. Schade eher das man mit Wunden etc argumentieren muss, weil der eigentlich doch "richtigere" Grund doch wieder nur Anlass für Anprangerungen wäre...
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