Allgemeine Berichte | 21.03.2015

Heppingen feiert am 10. und 11. Oktober das Dorffest

Heppinger planen Jubiläumsfest gemeinsam

Klaus Kniel, Ortsvorsteher von Heppingen, bei der Planung mit den anwesenden Bürgern. RERE

Heppingen. 1050 Jahre - so alt wird Heppingen in diesem Jahr. Und das soll groß gefeiert werden. So wie bereits vor 50 Jahren zum 1000-jährigen Bestehen des Ortes am Fuße der Landskrone und vor den Toren Bad Neuenahrs. Die Heppinger setzen dabei nicht auf das, was immer war. Aktive Bürgerbeteiligung ist das Stichwort. Die Dorfbewohner selbst planen ihr Dorffest. Am 10. und 11. Oktober soll in Heppingen dann groß gefeiert werden. Dabei soll der Blick auf die bewegte Geschichte des Ortes geworfen werden. Damals nämlich, vor genau 1050 Jahren, war es ein Erbe, das die Geburtsstunde des Ortes bedeuten sollte. Im Jahr 965 vererbte Bruno I., Erzbischof von Köln und Herzog von Lothringen, das Herzstück seiner Güter im Ahrtal: den Hof „Havigan“. Und zwar an das Benediktinerkloster St. Pantaleon in Köln. Noch heute gibt es die Haviganstraße in Heppingen. Damit tauchte Heppingen erstmalig in einer Urkunde auf. Grund genug, dass sich der Ortsbeirat unter Vorsitz von Ortsvorsteher Klaus Kniel dazu entschieden hatte, an die gelungenen Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Bestehen anzuknüpfen. Dazu rief das Gremium die Bürger von Heppingen auf, selbst aktiv zu werden, und selbst an der Planung des Dorffestes mitzuwirken. Bereits im Februar trafen sich rund 40 Bürger im Bürgerhaus und einigten sich auf erste Eckpunkte unter dem Arbeitstitel „1050 Jahre Heppingen“. Dazu bildeten sie verschiedene Arbeitsgruppen. Zwei Tage soll das Fest dauern und von allen Bürgern und den örtlichen Vereinen mitgestaltet werden. Mit einbezogen in Ausstellungen und sonstige Aktionen werden natürlich auch die ehemalige Burg und die noch existierende Kapelle auf dem den Ort beherrschenden Berg Landskron. Aber nicht nur die Landskrone ist gelebte Geschichte in Heppingen: Auch das zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaute Schloss Metternich, die Burg Heppingen, an der Burgstraße 30 in Richtung Gimmigen gelegen, fällt ins Auge. Das Schlösschen mit seinen 28 Räumen wurde nachweislich im Jahr 1736 von Franz Josef Graf von Metternich gekauft. Von historischer Bedeutung ist auch der noch bestehende Pantaleons-Hof direkt in der Ortsmitte. Zur Gründung des Ortes hieß er noch Hof Havigan, so wird er seit 1350 in Urkunden als Pantaleons-Hof bezeichnet. Nicht zu vergessen auch der 1588 erstmalig genannte Sauerbrunnen und das bis heute erhaltene Brunnenhaus aus dem Jahr 1830. Genügend Material also für eine große Bilderausstellung über die Dorfgeschichte - ein Baustein des abwechslungsreichen Jubiläumsfests. Sie soll versehen mit einigen alten Filmstreifen im Schützenhaus zu sehen sein.

Und so sehen die aktuellen Planungen aus:

Die Feierlichkeiten sollen am Samstag mit einem Festgottesdienst beginnen - geleitet von Dechant Jörg Meyrer. Der Chor „Unterwegs“ hat mittlerweile bekannt gegeben, die Messe musikalisch mit fröhlichen und modernen Liedern umrahmen zu wollen. Anders als nach ersten Planungen soll der Gottesdienst um 17 Uhr beginnen. Es schließt sich ein Fackelzug durch den Ort an - musikalisch begleitet von einer Blaskapelle.

Eventuell soll auch der Heppinger Spielmannszug anlässlich des Ortsjubiläums reaktiviert werden. Allen Beteiligten ist wichtig, dass die Jubiläumsveranstaltung kein langweiliges Fest werden soll. So stehen am Abend mit dem Kommers nicht nur Reden von Schirmherrn Bürgermeister Guido Orthen und Landrat Jürgen Pföhler auf dem Programm, sondern auch musikalische Begleitung und Zeit zum Plaudern. Während es jüngsten Treffens der Arbeitsgruppen und des Ortsbeirates im Bürgerhaus stellten Iris Bitzen und Annette Gies von der Offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt (Okuja) ihr Konzept als Beitrag für die 1050-Jahr-Feier vor. Und so sieht es aus: Unter den beiden Mottos „Kindheit heute - Kindheit früher“ sowie „Rund um die Landskrone“ sollen Bilder in schwarz-weiß oder als Weiterführung eines Motives erstellt werden mit typischen Motiven aus dem Ort: etwa der Kapelle an der Landskrone, die Ahr oder auch das Schloss Metternich. Diese Bilder sollen dann in einer Ausstellung am Jubiläumswochenende zu sehen sein. Iris Bitzen erklärt den Hintergrund der Aktion: „Die Kinder und Jugendlichen sollen sich so mit ihrem Ort beschäftigen und auch seine historische Bedeutung kennenlernen.“ Vorbereitet und durchgeführt werde das Konzept im Rahmen der sogenannten „Heppy-Gimmi“-Treffs, bei denen Kinder und Jugendliche aus Kirchdaun, Heppingen und Gimmigen zusammenkommen am Gimmiger Spielplatz. Auch am Ausstellungstag selbst soll die Möglichkeit bestehen, künstlerisch aktiv zu werden. Darüber hinaus plant die Okuja einen „Bewegten Marktplatz“ mit alten Spielen wie Dosenwerfen und Gummi-Twist. Dabei stehen die Fragen im Zentrum, wie Kinder früher gespielt haben und dass Spaß auch draußen in der Natur mit einfachen Materialien garantiert ist. Ferner soll das Spielmobil der Stadt einen festen Platz haben am Jubiläumswochenende der Heppinger. Die Vorschläge kamen bei den Bürgern gut an. „Etwas Kreatives und nicht die obligatorische Hüpfburg“ lautete der Tenor.

Am Jubiläumswochenende soll es auch zur Aufführung des Stückes „Am Rad der Zeit“ kommen, ein Heimatspiel in holprigen Fersen im Original von Wilhelm Knippler. Das Stück erlebte seine Uraufführung zur 1000-Jahr-Feier - und soll jetzt, 50 Jahre danach, wieder neu aufgelegt werden. Dazu planen die Heppinger, ein neues Kapitel der letzten 50 Jahre zu ergänzen. Im Stück wird die Entstehung und Entwicklung von Heppingen dargestellt - von der Zeit der Pfalzgrafen über Mönche bis hin zur Moderne.

Für das Stück werden noch immer Darsteller gesucht. Mit Gisbert Stenz konnte Ortsvorsteher Kniel allerdings einen erfahrenen Spielleiter gewinnen. Das Stück soll am 10. und 11. Oktober gleich zwei Mal aufgeführt werden. Gefunden wurde jetzt auch ein Originalrad, gestiftet wurde ebenfalls ein Holzgestell. Überlegt werden muss noch, ob und wenn ja, in welcher Art und in welchem Umfang eine Festschrift erstellt werden soll. Gute Festtagsverpflegung mit typisch Heppinger Gerichten steht hingegen schon fest. Das übernimmt niemand Geringeres als Sternegastronom Hans-Stefan Steinheuer. Details zu allen einzelnen Punkten müssen noch weiter besprochen und vorbereitet werden. Gesucht werden etwa noch alte Fotos und Gegenstände aller Art, die an das alte Heppingen erinnern. Informiert werden sollen auch ehemalige Bewohner Heppingens. Die Heppinger freuen sich ebenso über Spenden zur Durchführung des Festwochenendes - so wie eine üppige Spende der Kreissparkasse Ahrweiler.

Klaus Kniel, Ortsvorsteher von Heppingen, bei der Planung mit den anwesenden Bürgern. Foto: RERE

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