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Big-Band-Benefizkonzert in Mayen nach Eurofighter-Absturz kurzfristig abgesagt

Aus Respekt vor einem toten Kameraden

26.06.2019 - 15:42

Mayen. Es hätte alles, genau wie vor drei Jahren an gleicher Stelle über die „Bühne“ gehen können. Man rechnete, bedingt durch die sommerliche Witterung sogar mit mehreren Tausend Besuchern, die sich dann an toller Musik erfreuen, und auch für den „Guten Zweck“ spenden würden. Trotz Hitze hatten Helfer bereits ab 8 Uhr Morgens damit begonnen, die riesige Bühnenlandschaft, mit den vielen Showeffekten und der überdimensionalen Rückprojektion aufzubauen. Dann, wenn die begnadeten Spitzenmusiker mit ihrem Bandleader Oberstleutnant Timor Oliver Chadik eintreffen, muss alles parat sein. Der Zeiger der Uhr stand auf 19.20 Uhr. Der Marktplatz war schon sehr gut gefüllt. Aber irgendwie herrschte eine bedrückte Stimmung aus Richtung Bühne und im Backstage. Und einige Besucher fragten besorgt: „Warum bauen die Musiker wieder ihre Instrumente ab ?“. Die Antwort darauf kam dann Minuten später, als der Tourmanager Johannes M. Langendorf, der gemeinsam mit den beiden Schirmherren, Kommandeur Dr. Stefan Gruhl und Mayens OB, Wolfgang Treis, auf der Bühne erschien, verkündete: „Leider, und das haben sie vielleicht durch die sozialen Medien schon erfahren, ist es heute Nachmittag zu einem tragischen Flugunfall zweier Eurofighter gekommen, bei dem einer der Piloten sein Leben verloren hat. Meine Damen und Herren, für uns und vor allen Dingen für die Angehörigen des getöteten Kameraden, tragisch und auch traurig. Und glauben sie mir, auch dem Generalinspekteur der Bundeswehr ist es schwer gefallen, dieses eigentlich heute stattfindende Benefiz-Konzert abzusagen. Aber ich glaube, dass unsere Entscheidung würdig ist, den Schmerz der Hinterbliebenen unseres Kameraden zu respektieren. Ich bitte sie inständig um ihr Verständnis“, so der Tourleiter.

OB Wolfgang Treis in seinem Statement: „Ich bin sehr froh, das sie alle unsere Entscheidung mit langem Applaus bekräftigt haben. Ich denke, dieser Entschluss war richtig. Aber es gibt heute noch eine gute Nachricht. Dieses beliebte und bekannte Showorchester, die Big Band der Bundeswehr, wird nun am 8. Juli um 20 Uhr hier auf dem Mayener Marktplatz zu Gast sein“. Johannes M. Langendorf zu „Blick aktuell“: „Unsere Musiker nehmen die Entscheidung mit sehr viel Respekt und Pietät auf, es ist immerhin ein Kamerad ums Leben gekommen. Da gehört dieses Mitgefühl dazu. Wir werden ja wieder kommen. Aus Richtung Norddeutschland aus Oldenburg, Husum, St. Peter Ording, nach Mayen. Der 8. Juli war der einzige Tag, den wir im Tourprogramm frei hatten. Den halten wir für Mayen parat“. Es geht weiter nach Kalkar, Schweinfurt, Ulm, und in das Saarland und, und, und. Auch Polizeibeamte waren als Ordnungskräfte vor Ort. Sie zeigten sich ebenfalls von der Situation sehr betroffen. Haupkommissar Neuerburg: „Wir hatten mit sechs Beamten plus einem Hundeführer, den Regeldienst aufgestockt, aber trotzdem fand man hier, unserer Meinung nach, mit der Absage die richtige Entscheidung“. Übrigens - keiner der von uns befragten Konzertbesucher sah dies anders. „Dieser Entschluss der Verantwortlichen war richtig, genau die richtige Entscheidung“, so Peter Jost aus Mayen. Und der Geologe Dr. Holger Schaaff bekräftigte: „Absolut richtig und in Ordnung, das geht einfach nicht anders“. Rolf und Birgit Bohlen hatten sich ebenfalls auf musikalische Leckerbissen gefreut, aber „Da kann man nichts machen, Hut ab und Respekt“. Hauptfeldwebel Marcel Schüller, einer derer die nun für den Abbau zu sorgen hatten- „Wir bauen, trotz großer Hitze, mit 15 Kameraden der Oberst Hauschild-Kaserne ab, denn am morgen muss wieder alles besenrein sein. Kompliment“. Dann bis zum 8. Juli 2019 um 20 Uhr. BS

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Kommentare

Illegale Hundezucht aufgelöst: 136 Tiere befreit

juergen mueller:
Strafrechtlich und mit aller Härte zur Verantwortung ziehen - richtig.Aber nicht nur das.Jeder,der einen Hund,speziell WELPEN zur "Hundesteueranmeldung" bringt,sollte darüber Auskunft geben MÜSSEN,WOHER und von WEM er diesen "erworben/gekauft" hat,damit "illegale" Mehr-Hundezüchtung/haltung überprüft werden kann.Mir ist nicht bekannt,dass sowohl illegale wie auch legale Hundezüchter in irgendeiner Art u.Weise registriert werden/wurden. Und wieso ist dieser Zustand nicht bereits früher aufgedeckt worden?Eine Hundehaltung diesen Ausmaßes lässt sich doch nicht so einfach übersehen/geheimhalten. Und die überflüssige Wortwahl "Eigentumsrechte" von Herrn Klasen passt mal wieder wie die Faust auf`s Auge - nämlich überhaupt nicht.Diese abnorme Form von Hundehaltung/Hundevermarktung überhaupt mit Eigentumsrecht i.V..zu bringen,ist genauso abnorm wie die weit auszulegende,unzureichende gesetzliche Definierung hierzu.
Brunhilde Hildebrandt:
Ich bin sehr froh und dankbar das es trotz allem Menschen gibt die handeln , wenn sie von solchen Zuständen Kenntnis bekommen. Hochachtung an alle die Helfer und Tierärzte. Die "Halter" sollten strafrechtlich mit aller Härte zur Verantwortung gezogen werden!!
Uwe Klasen:
Hier wurde, zu Recht und zum Tierwohl bzw. Tierschutz, in die Eigentumsrechte der, offensichtlich vollkommen überforderten, Besitzer eingegriffen!
Armin Linden:
Die KV. bildet aus. Eine gute dringliche Sache. Auch viele andere "Behörden" sind tätig. Beamtenanwärter werden gesucht. OK. Rest geht in Verwaltung und Fachabteilungen. Finden die jungen Leute also alle einen Job ? Auch Übernahmen ? Teils werden die Behörden immer weiter "aufgebläht". Die "SGD" in Kob. ist bereits eine Mammutbehörde. Die Rentner werden paralell immer jünger. Die BRD "Gutverdiener". Mit "5O" war man vor Jahren "Alt". Mit "6O" - Uralt. (Deutsche Philosophie des Jugendwahn). Dieser ist vor 2O Jahren vollzogen worden. Alternativ wurde die BA. in Nürnberg "Neu" aufgepumpt. Tatsache. Auch die Jobcenter, feierten sich als zusätzliche "Neue Industrie". Ich frage mich: Wo geht die Reise hier hin ! Wer zahlt das auf Dauer alles ?
Uwe Klasen:
Sehr geehrte Mitkommentatoren, ich habe nie behauptet was Sie in meinem Kommentar hinein deuten! Es ist nicht mein Fehler, dass Sie sich, ob ihrer fehlerhaften Interpretation einer Aussage oder einer Meinung, Angegriffen fühlen und deshalb empören!
S. Granzow:
Sehr geehrter Herr Klasen, ich finde es schade, daß Sie sich mit Ihrer Meinung nicht an Fakten orientieren. Tatsache ist, daß jegliches kommunalpolitisches Engagement freiwillig, als Ehrenamt neben Arbeit, Ausbildung oder Schule geleistet wird. Es handelt sich um einen nicht unerheblichen Zeitaufwand, der leider nur selten gewürdigt wird. Ich finde es bewundernswert, daß sich junge Leute dafür einsetzen, die Zukunft mitzugestalten. Es ist immer leicht, irgendwo 'dagegen zu sein' oder Kritik zu äußern - freiwillig in der raren Freizeit neben Ausbildung oder Beruf nach Lösungen zu suchen ist nach meiner Meinung schon lobenswert.
Sabine Granzow:
Sehr geehrter Herr Klasen, es wäre schön, wenn Sie auf Basis von Fakten urteilen würden. Das kommunalpolitische Engagement findet neben der Arbeit oder Ausbildung statt - häufig abends oder an Wochenenden. Ich rechne es allen hoch an, die neben der beruflichen oder schulischen Belastung auch noch bereit sind, Weichen für die Zukunft zu stellen, und die Zukunft so mitzugestalten.
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