Repräsentantinnen des Mülheimer Möhnen-Clubs wirkten beim Festzug „75 Jahre Rheinland-Pfalz“ in Mainz mit

Von der Möhnenhauptstadt in die Landeshauptstadt

23.05.2022 - 08:35

Mülheim-Kärlich. Eigentlich müsste die Landesregierung einen Dankesbrief an den Mülheimer Möhnen-Club senden: Die Damen bitten alljährlich an der Bergkapelle in Kärlich für gutes Wetter am Möhnen-Umzug in der Karnevalszeit. In diesem Jahr bezogen die Möhnen aus gutem Grund auch den zurückliegenden Sonntag in ihr Gebet ein. An diesem Tag fand nämlich in Mainz der große Festzug anlässlich des Rheinland-Pfalz-Tages statt. Und siehe da: In Mainz präsentierte sich das Wetter am Sonntag von seiner besten Seite: Strahlender Sonnenschein sorgte dafür, dass geschätzte 120.000 Zuschauer am Straßenrand den Festzug verfolgten.

Zu den 73 Zugnummern gehörte auch eine Abordnung des Mülheimer Möhnen-Clubs, der als mitgliederstärkster Möhnenverein Deutschlands gilt. Diesem dürfen traditionell ausschließlich Damen beitreten. Für den Festzug in Mainz organisierten Kerstin Andernach und Beatrix Steinigans ein schmuckes Cabrio. Auch die übrigen Damen präsentierten sich bester Laune in karnevalistischen Kostümen. Mit angereist war auch die Mülheim-Kärlicher Kirschblütenkönigin Marina I. sowie das Sketch-Duo „Der Ausscheller und das Schattenmorellchen“. Mit dem kleinen Hannes Hohn hatte die Gruppe auch den jüngsten der rund 2.500 Teilnehmer des Festzuges in ihren Reihen.

Wenngleich die Anreise in die weiträumig abgesperrte Stadt nicht einfach war, freute sich die Abordnung vor Ort über eine weitgehend gute Organisation. Die rund zwei Kilometer lange Zugstrecke führte unter anderem an der Ehrentribüne am Landtag vorbei. Als Repräsentantin des Möhnenvorstands überreichte Natascha Buch der Ministerpräsidentin ein passendes Geschenk: Einen karnevalistischen Hut mit Kirsch-Köstlichkeiten, wie z.B. Marmelade, Wein und Süßigkeiten. Die Auswahl wurde nicht ohne Grund getroffen: Das Motto der Gruppe lautete „Mit uns ist gut Kirschen essen“. Der Obstanbau spielt bekanntlich in Mülheim-Kärlich eine große Rolle und kommt auch im Heimatlied „Mir han de deckste Kirsche“ zum Ausdruck.

Einen Korb voller Kirschen hatte das „Schattenmorellchen“ (Katja Gaebelein) im Gepäck. Die Früchte waren jedoch nicht echt: Mit den ersten frischen Kirschen rechnen die heimischen Obstanbauer zwar noch in dieser Woche (Ende Mai); doch für den Rheinland-Pfalz-Tag standen diese leider noch nicht zur Verfügung. Viele interessante Kontakte knüpfte auch die Kirschblütenkönigin Marina Eberling. Sie traf sich u.a. mit der Deutschen Edelsteinkönigin aus Idar-Oberstein sowie der Rosenkönigin von Bad Ems. Viel Spaß hatte die Gruppe aus Mülheim-Kärlich auch mit einer Gruppe aus Mayen. Die Eifelstadt hatte sich das Motto „Stadt der Bienen“ auserwählt. Bienen und Kirschen gehören thematisch zusammen. Insofern war es auch passend, dass die beiden Gruppen aus dem Landkreis Mayen-Koblenz im Festzug hintereinander zu sehen waren.

Alle Aktiven erlebten einen ereignisreichen und schönen Tag in Mainz. Bei den Möhnen sorgte dieser für weitere Vorfreude auf die neue Karnevals-Session. Im Rahmen der ersten Möhnen-Sitzung soll im November dann endlich auch das neue Möhnenpaar inthronisiert wird. Dass dieses, ebenso wie sein Hofstaat, super-sympathisch ist, dürfte nach dem tollen Auftritt beim Rheinland-Pfalz-Tag auch den auswärtigen Gästen klar sein.

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Friedrich:
Und warum waren die Türen nicht verschlossen von innen ? ...
Franz-Josef Dehenn:
Dieser Vandalismus im Neuwieder-ZOO geht mal gar nicht. Warum hat die Person das nur gemacht ? Ich kann nur hoffen, das man die Person bekommt und diese eine saftige Strafe bekommt. ...
juergen mueller:
Eine Möglichkeit, unserer Gesellschaft Kultur wieder etwas näher zu bringen. Ich glaube, dass wir einen Kulturverlust in unserer Gesellschaft haben. Die Dinge, die uns umgeben, nehmen wir als selbstverständlich wahr und haben uns abgewöhnt, Fragen daran zu stellen. Alleine auf die Frage: "Interessierst...
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