Allgemeine Berichte | 17.06.2014

Vier Tage lang feierte die Alte und Freie Herrlichkeit Erpel Johanneskirmes

Als erstes Königspaar tanzten Günter und Claudia Hirzmann im Bürgersaal

Zum Höhepunkt, dem Königsball, hatte der Festzug am Sonntagmittag die Bürger-Majestäten Günter und Claudia Hirzmann mit ihren Ehrenpaaren in den Bürgersaal geleitet. DL

Erpel. Zu den Klängen des Tambourcorps hatte der Kirmesmann am Freitagnachmittag das Neutor passiert, von dessen oberen Etagen aus er den Festplatz zu seinen Füßen noch im Vorjahr stets bestens hatte überblicken können. Dieses Mal aber transportierten die Junggesellen um ihren Vorsitzenden Alexander Hirzmann den armen Kerl weiter Richtung Heister bis zum Bürgersaal und dem Kindergarten „Regenbogenland“, um ihn dort auf das Vordach zu platzieren. Der Grund: Erstmals wurde die traditionelle Johannes-Kirmes der Alten und Freien Herrlichkeit nicht auf dem Platz am Neutor gefeiert, sondern auf dem Platz und der Straße vor dem Bürgersaal.

„Zum einen war es immer schwieriger geworden, jüngere, starke Helfer für den Auf- und Abbau des großen Zeltes zu finden, für die man dann ja auch die Versicherung zu zahlen hatte“, erinnerte Günter Hirzmann, der nach langen Jahren den Vorsitz des Arbeitskreises Erpeler Vereine (AEV) an Dietmar Bent abgegeben. Durch die Verlegung des Königsballs in den Bürgersaal spare man nicht die Kosten für das Zelt, sondern auch die für einen Toilettenwagen. Alles in allem habe das in den Vorjahren rund 3.500 Euro verschlungen, eine Summe, die man heute kaum noch bei einer Kirmes erwirtschaften könne, rechnete er am Freitagabend hoch, bevor er sich zur Party in den Bürgersaal begab.

Sein wahrhaft großer Tag sollte aber mit dem Kirmessonntag erst noch kommen. An dem machte sich das Tambourcorps zunächst am frühen Morgen zum traditionellen Wecken auf, das auch die Erpeler Tollität Hans III. aus dem Hause Kahlen über sich ergehen lassen musste. Unverdrossen schloss sich der „Neubürger“ mit Narrenkappe dann den Musikern an, um das Königspaar Günter und Claudia Hirzmann aus dem Schlaf zu reißen und sich von ihm bewirten zu lassen.

Auch nach der von Pfarrer Günter Lülsdorf zelebrierten Messe in Sankt Severinus traten die Musiker wieder in Aktion. Durch den festlich mit Birkengrün und Fahnen geschmückten Ortskern führten sie den Königszug, der von Hauptmann Tobias Simon und Leutnant Lucas Wittstock sowie dem ersten Fähnrich und Vorsitzenden des Junggesellenvereins, Alexander Hirzmann, und Fähnrich Dominik Schwager eskortiert wurde, zum Königshaus, in dessen Garten die Majestäten die Gäste mit ihren Ehrenpaaren, Steffi und Jörg Winzen sowie Martina und Jochen Wilsberg, bereits erwarteten.

„Verehrte Festgesellschaft, ich präsentiere Euch unser Königspaar, Günter und Claudia Hirzmann“, verkündete der Vorsitzende des Bürgervereins, Martin Schäfer, nachdem er der Majestät den mit roten Rosen umkränzten Königs-Zylinder überreicht hatte. Die Königskette hatte Günter Hirzmann bereits unmittelbar nach seinem Goldenen Schuss vor zwei Wochen von seiner Vorgängerin Joyce Argo bekommen. Aber erst so „behütet“ war er als Bürgerkönig auch offiziell inthronisiert.

Fast zwei Stunden wurde der Festzug von den Majestäten königlich, bis er diese, angeführt von dem jungen Königsvogel-Träger Johannes Diedenhofen, vorbei am Kirmesplatz in den Bürgersaal führte. Dort konnte Martin Schäfer den Bürgerverein Heister mit seinen Vorsitzenden Helmut Bürger und Knut von Wülfing sowie dem Königspaar Karl-Heinz und Marlies Buchmüller begrüßen, ebenso wie den Bürgerverein Orsberg mit seiner Vorsitzenden Iris Rosen. „Unsere Rheinbreitbacher Freunde, die ja schon gestern Abend mit Euch gefeiert haben, können wegen ihres Königsschießens heute nicht anwesend sei“, erklärte er, um sich dann Pfarrer Günter Lülsdorf, Bürgermeisterin Cilly Adenauer und Verbandsbürgermeister Karsten Fehr sowie dessen Vorgänger und Ehrenmitglied des Bürgervereins, Werner Zimmermann, zuzuwenden.

Traditioneller Königswalzer inthronisierte das Königspaar

„Willkommen heißen kann ich natürlich auch unsere Ehrenvorsitzende Niko Czeslik, den AEV-Vorsitzenden Dietmar Bent, der die Kirmes toll organisiert hat, und natürlich viele Vertreter der Ortsvereine, allen voran die Junggesellen, die auch ohne Königspaar gestern Abend ein Wahnsinnsfest hingelegt haben“, so der Vorsitzende, bevor er Günter und Claudia Hirzmann zum traditionellen Königswalzer rund um die Fahnenträger aufforderte.

Während im Bürgersaal der Königsball mit der Coverband „Black & White“ gefeiert wurde, lud draußen ein röhrender 18-Ender junge und alte Schützen ein, ihre Treffsicherheit unter Beweis zustellen. Das konnte man auch mit Dartpfeilen am Luftballon-Stand, neben dem sich ein Kinderkarussell unter der „Unendlichen Geschichte“ von Michael Ende drehte. Lieber Runden, wenn auch nicht ohne jede Menge Crashs, drehten dagegen bei strahlendem Sonnenschein die Nachwuchs Schumis und Vettels auf dem großen Autoscooter.

Kirmesmontag gehört den Kindern

Auf dem war auch am Montagnachmittag viel los, der traditionell den Kindern vorbehalten war, für die der Junggesellenverein sogar seine Kegelbahn aufgebaut hatte. Zum Dämmerschoppen machte dann das Königspaar noch einmal mit dem Tambourcorps eine Runde durch den Ort, um die Kirmes dann am Bürgersaal langsam ausklingen zu lassen. Endgültig beendet wurde das Fest aber natürlich erst am Dienstagabend mit der traditionellen Beerdigung des Kirmesmanns durch die Junggesellen, die im kommenden Jahr sichern wieder mit einem eigenen Königspaar bei der Erpeler Johannes-Kirmes dabei sein werden.

Ein strahlendes Königspaar drehte sich im Dreivierteltakt um die Fahne der Fähnriche.

Ein strahlendes Königspaar drehte sich im Dreivierteltakt um die Fahne der Fähnriche.

Zum Höhepunkt, dem Königsball, hatte der Festzug am Sonntagmittag die Bürger-Majestäten Günter und Claudia Hirzmann mit ihren Ehrenpaaren in den Bürgersaal geleitet. Fotos: DL

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