Politik | 17.04.2020, 10:06 Uhr

Bündnis 90/Die Grünen Arbeitskreis Soziales des KV Neuwied

Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln

Grüne fordern Linderung der humanitären Notlage“

Neuwied. Die Verhältnisse in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln machen Hilfsorganisationen schon lange Sorgen, ebenso Bündnis 90/Die Grünen Neuwied. Das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos war immer schon ein Ort, in dem sich Krankheiten schnell ausbreiten. Auch jetzt leiden dort viele Menschen an Krankheiten. Man kann sich nicht schützen, wenn 20.000 Menschen in Containern, Zelten und Hütten aus Plastikplanen dicht zusammengedrängt leben müssen. Lager wie Moria sind zu Corona-Zeiten lebensgefährlich. Wenn das Corona-Virus hier ins Lager käme, wäre das eine riesige Katastrophe. Zur Linderung der humanitären Notlage fordern die Grünen, ein Kontingent von 5000 besonders schutzbedürftigen Menschen aufzunehmen, beispielsweise unbegleitete Kinder, Schwangere, alleinreisende Frauen, Alleinerziehende, Kranke und schwer Traumatisierte. Der Arbeitskreis Soziales der Grünen ist überzeugt, dass es in Deutschland hinreichend Unterbringungskapazitäten für die Versorgung von Geflüchteten gibt, um diese aufnehmen zu können. Sowohl die menschenunwürdige Situation auf den griechischen Inseln und die jüngste Eskalation an der türkisch-griechischen Grenze, als auch die verfahrene Lage um die europäische Verantwortungsteilung für aus Seenot gerettete Menschen, treibt die Kommunen im Bündnis „Städte für sichere Häfen“ dazu, ihre zusätzliche Aufnahmebereitschaft zu signalisieren. Inge Rockenfeller, Sprecherin des AK Soziales der Grünen: „Wir wollen unserer internationalen Verantwortung für den Flüchtlingsschutz nachkommen. Wir setzen uns weiter für eine gemeinsame europäische Lösung ein.“ Helmut Hellwig, Mitglied des Kreisvorstandes der Grünen hält es für problemlos möglich, in Kommunen des Landkreises Neuwied kurzfristig Schutzbedürftige aufzunehmen. „Wenn wir bedenken, dass von 5.000 Geflüchteten nach dem Königssteiner Schlüssel weniger als 50 in unseren Landkreis kämen, wäre eine gute Unterbringung leicht möglich.“ Die Kreisgrünen weisen daraufhin, dass geplant ist, auf die Lage der Flüchtlinge in den Lagern, aber auch im Mittelmeer, durch eine Kundgebung in Neuwied aufmerksam zu machen, sobald dies wieder möglich sein sollte.

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen

Neuwied AK Soziales

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