Politik | 16.05.2024

Veranstaltung der SPD Frauen MYK und Claudia Marbach-Mais in Mendig

Frauen an die Macht

Teilnehmerinnen der Diskussionsrunde in Mendig.  Foto: privat

Mendig. Die SPD Frauen MYK hatten, gemeinsam mit der SPD Bürgermeisterkandidatin, Claudia Marbach-Mais, zu einer Diskussionsrunde zu einer Veranstaltung eingeladen um dezidiert das Thema zu erörtern.

Monika Patzelt, die Vorsitzende der SPD Frauen MYK begrüßte die Gäste und ganz besonders Dr. Anna Köbberling und Susanne Müller, beide langjährige Abgeordnete im Landtag Rheinland-Pfalz, und dankte Ihnen für ihre Bereitschaft als Rednerinnen die Veranstaltung mitzugestalten. Auch Claudia-Marbach-Mais, Bürgermeisterkandidatin der SPD in Mendig beteiligte sich mit einer Rede.

Der Tag der Veranstaltung war gut gewählt. Am 8.Mai, 79 Jahre nach der Kapitulation Deutschlands im Jahr 1945, eine Diskussionsrunde zum Thema „Frauen an die Macht“ durchzuführen, passt zu den SPD Frauen MYK.

Monika Patzelt, eröffnete den Abend mit einer kurzen Rede zur Bedeutung des 8.Mai, den Verbrechen des 3.Reiches, der Geburt der Bundesrepublik Deutschland mit ihrer freiheitlich demokratischen Grundordnung, und dem Zusammenwachsen Europas während einer 79jährigen Friedenszeit. Trotz Demokratie und dem Privileg der freien und geheimen Wahl, sind leider noch immer nicht mehr als 35 Prozent Frauen in die Parlamente gewählt,

obwohl der Frauenanteil in der Bevölkerung über 50 Prozent beträgt.

Das Thema aufgreifend ging Claudia Marbach-Mais auf die Mütter des Grundgesetzes und den Art. 3 ein. Sie stellte zwei Fragen: „Wäre dieser Artikel, in dieser Formulierung auch in unserer Verfassung verankert, wenn nicht auch vier Frauen im Parlamentarischen Rat daran beteiligt gewesen wären?“ und „Was können Frauen bei der Kommunalwahl am 09.06. tun, damit Frauen künftig stärker in den Parlamenten vertreten sind?“

Seit den Kommunalwahlen 1989 haben die rheinland-pfälzischen Wählerinnen und Wähler - aufgrund der damaligen Novellierung des Kommunalwahlsystems - die Möglichkeit, verstärkten Einfluss auf die Zusammensetzung der kommunalen Vertretungsorgane zu nehmen. Die Mitspracherechte der Bürgerinnen und Bürger wurden verbessert, wahlberechtigte Personen können mit ihrer Stimmabgabe kumulieren und panaschieren. Drei Kreuze bei den weiblichen Kandidaten, trägt dazu bei, Frauen in die Räte zu bringen.

Dr. Anna Köbberling und Susanne Müller stiegen weiter in das umfangreiche Thema ein. Nicht einmal jedes vierte Mandat in der Kommunalpolitik geht an eine Frau, obwohl mehr als die Hälfte unserer Gesellschaft weiblich ist. Politik braucht Frauen – auf allen Ebenen! Tradierte Rollenzuschreibungen müssen aufgelöst werden, damit sich Frauen und Männer abseits von Geschlechterstereotypen entfalten können.

Die immer noch andauernde Unterrepräsentanz von Frauen in Parlamenten, die unterschiedlichen Sichtweisen, die Herangehensweisen und Schwerpunktsetzung von Themen, Motivation, die besonderen Kompetenzen von Frauen, machen eine Mitwirkung von Frauen in der Politik unerlässlich. Um Parität zu erreichen, braucht es wirksame Sanktionen, zum Beispiel durch die Zurückweisung der Liste, die nicht paritätisch besetzt ist, durch finanzielle Stellschrauben oder durch die Vorgabe von Maßnahmen. Maßnahmen, die dazu führen sollen, Frauen den Weg in politische Ämter zu erleichtern sind zwingend erforderlich. Z. B. die Einführung flexibler, familienfreundlicher Sitzungs- und Versammlungszeiten, Angebote an Kinderbetreuung oder Erstattung/Aufwandsentschädigungen für Betreuungskosten, die Einführung quotierter Redelisten für Frauen und Männer, die Nutzung von digitalen Formaten, um Anwesenheitspflichten zu reduzieren und Beteiligung von Menschen mit Familienpflichten zu erleichtern u.v.m.

Schon während der Reden entwickelte sich eine überaus lebhafte Diskussion, die nach Beendigung der Vorträge intensiv weitergeführt wurde. Man konnte förmlich spüren, wie wichtig und vielseitig das Thema ist. Durch die rege Beteiligung der anwesenden interessierten Herren konnte das Ganze aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet werden.

Das wichtige Fazit der Veranstaltung ist: Frauen haben es in der Hand, ihre eigene Stimme zu erheben und damit die Welt und ihren politischen Einfluss geltend zu machen. Wir können als SPD-Frauen stolz darauf sein, dass sich die SPD seit ihrer Gründung für die Gleichstellung von Frauen und Männern stark gemacht hat. Vieles was heute selbstverständlich ist, geht auf den Einsatz mutiger Sozialdemokratinnen zurück – und das seit 160 Jahren! In dieser Tradition leben wir und sind wir auch politisch aktiv.

Pressemitteilung

SPD-Bürgermeisterkandidatin

Claudia Marbach-Mais

Teilnehmerinnen der Diskussionsrunde in Mendig. Foto: privat

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