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SWN Bereichsleiter David Meurer wird GSG Chef

Mit dem Glück des Schornsteinfegers nach ganz oben

27.01.2020 - 09:09

Neuwied.David Meurer wird neuer Geschäftsführer der Gemeindlichen Siedlungsgesellschaft (GSG). Zumindest wenn es nach dem Willen der Stadtrats Mehrheitskoalition aus CDU, Bündnis90/Grüne und FWG geht. Derzeit ist der 39-Jährige als Bereichsleiter bei den Stadtwerken beschäftigt.

„Das Glück ist mir nicht verloren gegangen“, kommentiert der gelernte Schornsteinfeger seinen steilen Aufstieg an die Spitze der städtischen Gesellschaft. Vergangene Woche stellte die Koalition der Presse ihren Kandidaten vor. Der muss allerdings noch vom GSG Aufsichtsrat und vom Stadtrat gewählt werden. Ausdrücklich von einem Wunschkandidaten sprach Grünen Chefin Regine Wilke. Anders als in der Vergangenheit, als bei der Bestellung von Geschäftsführern Kompromisse gemacht werden mussten. „David Meurer bringt alles Notwendige an Qualifikationen mit. Wir sind froh, dass wir ihn für die Aufgabe gewinnen konnten“, unterstreicht Martin Hahn. Der CDU-Fraktionsvorsitzende hat den Diplom Ingenieur in dessen Tätigkeit bei der SWN kennengelernt. Im Aufsichtsrat treffen Politik und Mitarbeiter aufeinander, wenn Projekte diskutiert werden. Bei den Stadtwerken ist David Meurer für das Energiemanagement und die regenerativen Energien verantwortlich. Unter seiner Federführung wurde das Gebäude in der Hafenstraße saniert. Außerdem leitet der Hammersteiner den Großkunden - Vertrieb. Der Ausbildung zum Schornsteinfeger hängte David Meurer die Meisterprüfung und die Ausbildung zum Gebäudeenergieberater (2005) an. Die FH Gießen-Friedberg absolvierte er 2009 als Diplom Ingenieur. An der FH Bingen studierte David Meurer von 2009-2011 Energie-, Gebäude- und Umweltmanagement. Parallel und bis 2014 war er im Immobilienmanagement der Kreisverwaltung beschäftigt.

Vor fünf Jahren wechselte er zu den SWN. Sich selbst motivieren zu können, wissbegierig und stets auf der Suche nach Herausforderungen zu sein, nennt der designierte Geschäftsführer als Erfolgsrezept. Nicht ohne rasch hinzuzufügen, dass zu solch steilen Karrieren auch immer Glück gehört. Dazu zählen Menschen, die einen beruflich fördern und Familie und Freunde, die hinter einem stehen. Zweifellos bringt der Vater eines Sohnes viel technische Kompetenz in die GSG ein, gerade im Bereich erneuerbare Energien. Hier möchte die Stadt den Bürger/innen ein Vorbild sein. „Normalerweise müssen wir für das Thema Mieterstrom immer werben. David Meurer hat bereits Erfahrungen aus dem Neubau am Schlosspark“, ist Regine Wilke begeistert. Für Martin Hahn ist das Führen von Mitarbeitern und der Umgang mit Mietern mindestens genauso wichtig. „David Meurer ist offen, kommunikativ und kann gut mit Menschen umgehen“, ist der CDU-Fraktionschef überzeugt. Derzeit führt David Meurer ein Team von fünfzehn Leuten. Darüber hinaus hat er sich soziale Kompetenzen im Master-Studium erworben. Neben dem Thema Klimaschutz kündigt der nominierte GSG-Chef an, den Bestand an Wohnungen zu erhalten bzw. ausbauen zu wollen. Dabei hat er ein besonderes Auge auf das Quartiersmanagement geworfen. Wenn Menschen unterschiedlichster Milieus zusammen leben, muss das Wohnumfeld stimmen. David Meurer kündigt an, eng mit dem Quartiersmanagement zusammenarbeiten zu wollen. Auch die Kooperation mit der Stadt hinsichtlich der Schaffung von Kita-Plätzen möchte er fortsetzen. Im Neuwieder Modell baut die GSG Kindergärten, die von der Stadt gemietet werden.


Abstimmung in den Räten


Zunächst wird David Meurer zum 1. März als Prokurist beginnen. Im Laufe des Jahres soll er Stefan Herschbach ablösen. Der ist eigentlich SWN Chef und hatte die GSG Geschäftsführung übernommen, nachdem Carsten Boberg abberufen wurde. Bevor der Vertrag mit David Meurer zustande kommt, steht der Wunschkandidat im GSG Aufsichtsrat und danach im Stadtrat zur Wahl. Zwar hat die Dreierkoalition eine knappe Mehrheit, ein möglichst einstimmiges Votum dürfte David Meurer aber zusätzlich Rückenwind verleihen. Teilweise konnten sich die anderen Parteien bereits ein Bild machen. Regine Wilke hat dabei mindestens den Eindruck von Wohlwollen vernommen. Der SPD ging der Findungsprozess zu schnell. Die Sozialdemokraten hatten noch keine Gelegenheit zum Kennenlernen. Sven Lefkowitz sprach von einer bemerkenswerten Entwicklung und hätte sich gewünscht, früher eingebunden zu werden. Tatsächlich wurde der Posten in der Vergangenheit ausgeschrieben. „Warum sollen wir noch ausschreiben, wenn wir sicher sind, einen in allen Belangen geeigneten Kandidaten gefunden zu haben“, argumentierte Martin Hahn im Pressegespräch und fand Zustimmung bei Regine Wilke und Jörg Niebergall (FWG). Ein Parteibuch hat David Meurer übrigens nicht. Mit Hinweis darauf unterstreicht Martin Hahn, dessen Partei das Vorschlagsrecht für die GSG Geschäftsführung hat, dass für die CDU die Qualifikation sowie fachliche und persönliche Eignung entscheidend sind.

FF

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juergen mueller:
Nein,alte Ratsbeschlüsse gelten nicht mehr wie man sieht.Und vergessen wurde nichts.Was 2008 mit großer Mehrheit abgesegnet wurde hat Grün-Rot-Rot mit knapper Mehrheit nun durchgesetzt.Was 2008 im Guten nicht funktionierte drückt man jetzt mit elektrischen Pollern durch.Die Folgen einer Sperrung hat man weder 2008 noch jetzt durchdacht.Kurios ist,dass ehemals politische Befürworter dieser Maßnahme nun plötzlich eine andere Haltung einnehmen u.hierfür offensichtlich Jahre gebraucht haben.Davon abgesehen,auch was bereits beschlossen wurde,schließt nachträgliche Einwände/Kritik nicht einfach aus.
Ansgar Hasselberg:
Pro Sperrung Clemensstraße: Gelten alte Ratsbeschlüsse nicht mehr? Es ist interessant, welche Halbwertszeit Ratsbeschlüsse zu haben scheinen. In der Stadtratssitzung vom 6. Februar haben drei Ratsfraktionen den Antrag gestellt, zur Aufwertung der City die Clemensstraße im Bereich zwischen Casinostraße und Görgenstraße in der Zeit von 9:00 Uhr bis 19: Uhr zu sperren. Der Antrag ist mit einer knappen Mehrheit positiv beschieden worden, was naturgemäß und legitimerweise die Kritiker dieser Maßnahme auf den Plan ruft. Völlig vergessen worden ist bei den teils vehementen Kritikern aber, dass es bereits einen gültigen Ratsbeschluss gibt, der genau dem Inhalt des jetzigen Antrages entspricht! Im Jahr 2008 nämlich hat der damalige Rat mit großer Mehrheit die Sperrung der Clemensstraße für den Autoverkehr abgesegnet. Somit stellt sich die Frage nach der Berechtigung der aktuellen Empörung für eine Maßnahme, die eigentlich bereits seit über elf Jahren beschlossene Sache ist. Sperrung der Cleme
juergen mueller:
Ausgerechnet Herr Biebricher/CDU redet von Scheuklappenpolitik, etwas,was er doch selbst praktiziert. Wofür immer ein Gutachten? Ohne externe Beratung/Hilfe geht`s wohl nicht? Wie wäre es,wenn man sich einmal selbst "intensiv" mit einem Problem,auch jetzt mit diesem,beschäftigen würde?Gesunder Menschenverstand ist offensichtlich in der Politik nicht gefragt u.überlässt das Denken lieber anderen.Aber,was nicht gefordert bzw. gefördert wird,führt unweigerlich zu einem Substanzverlust desselben,der bei einigen schon ein erschreckendes Ausmaß angenommen hat.
Siegfried Kowallek:
Helmut Gelhardt trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn Martin Hahn dereinst selbstkritisch die Bilanz seines politischen Lebens ziehen wird, wird er zähneknirschend einräumen, dass sein größter Makel gewesen ist, dass er und seine CDU sich von den Grünen in der Sache Seemann über den Tisch ziehen ließen. Siegfried Kowallek, Neuwied
Dietmar Rieth :
Der Einschätzung, dem Kommentar und der Schlußfolgerung von Herrn Gelhardt kann ich nur voll zustimnmen. Weitere öffentlich benannte Gründe sprechen ebenfalls für diese Einschätzung und die getätigte Aussage mit Aufforderung an den OB zur Aussetzung des Ratsbeschlusses. Dietmar Rieth, ehemaliger Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Neuwied
Helmut Gelhardt:
Herr Seemann ist für die für IHN vorgesehene Position/haupt- amtliche Beigeordnetenstelle objektiv nicht angemessen geeignet.Sollte es den Tatsachen entsprechen, dass gerade Herr Seemann den Ausschreibungstext für diese Beigeordnetenstelle mitentworfen hat(und im Stadtrat "die recht offene Formulierung" rechtfertigte),so ist dies keine Kuriosität mehr,sondern entspricht dem Wesen einer Bananenrepublik und liegt in der politischen Verantwortung der Papaya-Koalition aus CDU / Bündnis 90/Die Grünen / FWG.Bündnis 90/Die Grünen, die VOR der Kommunalwahl mit tendenziell richtigen Zielen angetreten waren, haben sich durch DIESE Beigeordnetenwahl selbst politisch grob beschädigt!Dass die übergroße Mehrheit der CDU-Fraktion unter der Führung von Herrn Martin Hahn und die FWG dieses beschämende Spiel jedenfalls zugelassen haben, zeugt nicht von Seriosität.Es spricht gemeindeverfassungsrechtlich sehr Gewichtiges dafür, dass diese Beigeordnetenwahl rechtlich angreifbar ist.Der OB sollte aussetzen!
juergen mueller:
Das mit dem "genauen" Beobachten kommt/kam doch zu spät.Einsicht kommt immer dann,wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.Fakt ist,dass die Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsrat,besetzt mit OB Langner u. Mitglieder des Stadtrates von CDU/Grüne offensichtlich "ver/geschlafen" hat (bis natürlich auf die Tandiemen,die man für seine "Nebenfunktion" erhält).3 Millionen als (Steuergeld-) Darlehen sind kein Peanuts,Geld was der Stadt erst einmal verloren geht u.das Risiko in sich birgt,dass diese komplett in den Sand gesetzt sind.Auf dieses immerwährend nach aussen hin gepredigte positiv Sehen u.um Vertrauen heischende Gerede gebe ich schon lange nichts mehr,dafür haben die Vergangenheit u.Vergangenes gesorgt.
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