Kommunen aus der „Osteifel“ dürfen am Wettbewerb zur Anerkennung als LEADER-Region für EU-Förderperiode teilnehmen

Positives Signal aus Mainz

16.02.2021 - 13:44

Adenau. Die Verbandsgemeinden Adenau, Brohltal, Vordereifel und die Stadt Mayen sind seit dem Jahr 2016 Bestandteil der LEADER Region Rhein-Eifel und somit Teil einer von 20 anerkannten LEADER-Regionen in Rheinland-Pfalz. Im Januar 2021 haben die Kommunen per Letter of Intent bekundet, sich gemeinsam für die kommende Förderperiode als LEADER-Region, unter dem Arbeitstitel „Osteifel“ bewerben zu wollen. Nun kam das positive Signal aus Mainz: Die Kommunen dürfen am Wettbewerb zur Anerkennung als LEADER-Region teilnehmen. „Voraussetzung zur Anerkennung ist eine sogenannte Lokale, Integrierte, Ländliche Entwicklungsstrategie, kurz: LILE“, erläutert Guido Nisius, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau und Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Rhein-Eifel. „Diese Strategie erarbeiten wir nun gemeinsam mit den Akteuren vor Ort. So können wir selbst bestimmen, welche Entwicklungen für unsere Region am besten sind“, so Nisius weiter.


Zentral in jeder LEADER-Region ist die Lokale Aktionsgruppe (LAG), die sich aus Vertreter:innen unterschiedlicher sektoraler Bereiche zusammensetzt – etwa aus Kommunen, Vereinen, dem Wirtschafts- und Sozialbereich. Die LAG bestimmt den LEADER-Prozess in der Region und entscheidet auf Grundlage der LILE darüber, welche Projekte gefördert werden. Seit dem Jahr 2016 sind in der Region Rhein-Eifel rund 1,5 Millionen Euro in über 30 Projekte geflossen.

„Ich verfolge LEADER schon lange und freue mich, als Oberbürgermeister der Stadt Mayen nun Teil der Lokalen Aktionsgruppe zu sein und damit aktiv an der Projektauswahl mitzuwirken. Ich finde es klasse, dass so viele verschiedene Akteure aus unterschiedlichen Bereichen für eine positive Entwicklung unserer Region zusammenarbeiten“, freut sich Dirk Meid auf seine Aufgabe als neuer Oberbürgermeister der Stadt Mayen.

Neben den größeren LEADER-Projekten hat die LAG bisher auch über 40 Kleinstprojekte fördern können. „Ein besonderes Highlight bei LEADER sind für mich die sogenannten ehrenamtlichen Bürgerprojekte“, erläutert Alfred Schomisch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel. „Mit diesem Wettbewerb können wir unkompliziert die ehrenamtliche Arbeit in der Region stärken. Für die besten Ideen gibt es einen Sachkostenzuschuss, wenn die Arbeit ehrenamtlich erfolgt. So konnten die Einwohner:innen kleinere Verschönerungsmaßnahmen in ihren Dörfern vornehmen, ein Dorf-Kino auf die Beine stellen oder den Jugendraum aufmöbeln, nur um einige Beispiele zu nennen.“

„Mir gefällt an LEADER die Vernetzung ganz besonders gut. Nicht nur die landkreisübergreifende Zusammenarbeit innerhalb unserer LAG funktioniert super, sondern auch die Zusammenarbeit mit anderen LEADER-Regionen“, hebt Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, hervor. „In den letzten Jahren haben wir einige Kooperationen aufbauen und vertiefen können. Wir arbeiten beispielsweise eng mit den LEADER-Regionen innerhalb der Gebietskulisse der Eifel zusammen und haben eine Kooperation mit einer thüringischen Aktionsgruppe, die wir regelmäßig besuchen oder begrüßen. Der gemeinsame Austausch und das voneinander Lernen ist ein absoluter Mehrwert“. Voraussichtlich Anfang März startet die Erarbeitung der Lokalen Integrierten Ländlichen Entwicklungsstrategie. „LEADER ist ein voller Erfolg in unserer Region. Ich freue mich darauf in eine neue Förderperiode zu starten und bin gespannt, welche innovativen Projekte noch auf uns warten“, blickt Guido Nisius positiv in die Zukunft.

Pressemitteilung LAG Rhein-Eifel

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Gemeinsam für den Radverkehr

Auftakt zur Machbarkeitsstudie der Pendler-Radroute zwischen Koblenz und der Landesgrenze NRW

Bad Breisig. Mit einer Machbarkeitsstudie wird eine geeignete Strecke für die Pendler-Radroute auf beiden Rheinseiten zwischen Koblenz und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen gesucht. Hierzu haben sich die 13 Kommunen aus der Region und das Land Ende Januar 2021 im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung das Ja-Wort gegeben. Das Land Rheinland-Pfalz übernimmt 80 Prozent der Kosten der Machbarkeitsstudie als Interessenanteil. mehr...

Vermessungsarbeiten in der Quellenstraße in Brohl-Lützing

Brohl-Lützing. In der Quellenstraße sollen in 2022 und 2023 in zwei Bauabschnitten die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert werden. Mit den Vermessungsarbeiten wird bereits in diesem Monat begonnen. Der 1. Bauabschnitt verläuft von der Einmündung der Quellenstraße (B9) bis zur 1. Bahnkreuzung; dieser Abschnitt ist für das 2. Halbjahr 2022 vorgesehen. Im 2. Bauabschnitt (2023) erfolgt die Sanierung der Leitungen in der restlichen Quellenstraße bis hin zur Rheinstraße. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Der Frühling kommt: Wo befinden sich Eure Lieblingsausflugsziele im BLICK aktuell-Land?

Eifel
Ahr
Mittelrhein
Mosel
Westerwald
Andere
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 
Kommentare

Brutstätten für einheimische Vogelarten

juergen mueller:
Es gibt tatsächlich auch Leute, die das nicht im Munde führen oder über Medien verbreiten, sondern still und leise in ihrem eigenen Garten praktizieren. Solche privaten Aktionen wie von der BI sind begrüßenswert, erfordern Eigeninitiative und sollten auch gefördert werden. Ob man dies immer, sich...
K. Schmidt:
In dem Wahllokal, wo ich öfters aushelfe, kann ich mich nicht an Wähler mit Rollstuhl oder erkennbarer Gehbehinderung erinnern. Trotzdem hat man das Bürgerhaus für einen fünfstelligen Betrag barrierefrei gemacht. Bei den meisten Wahlen, außer Kommunalwahl glaub ich alles, kann man auch nicht nur zur...
juergen mueller:
Dass Menschen mit Behinderung ihrem Wahlrecht nachkommen können, sollte selbstverständlich sein. Ist es nicht, weil, es gibt ja die Briefwahl. Ist aber nicht dasselbe, als Ersatz zu sehen, weil Persönlichkeitsrechte damit aussen vor sind. Wer seine Stimme, seine Meinung, wie jeder andere auch, für...
Thorsten Hackner :
Habe das gleiche Problem, gibt es denn eine aktuelle bzw. Hier die richtige Adresse?...
Martin H.:
Die Emailadresse im Artikel scheint nicht korrekt zu sein. "ril.lalilu@gmail.com (ril.lalilu@gmail.com) Die Adresse, an die Sie Ihre Nachricht gesendet haben, wurde in der Zieldomäne nicht gefunden. Möglicherweise wurde sie falsch geschrieben, oder sie ist nicht vorhanden. Versuchen Sie, das Problem...
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen