Politik | 10.02.2021

Susanne Müller, SPD

Susanne Müller. Foto: lichtblick-bonn.de

Thema Digitalisierung: Wie kann die Digitalisierung endlich gelingen und das möglichst schnell?

Eine nachhaltige Digitalisierung kann nur dann gelingen, wenn Menschen darauf trauen und erfahren können, dass sich ihr Leben durch die Digitalisierung verbessern kann und diese der Gesellschaft dient.

Es geht nicht um Digitalisierung um jeden Preis, sondern in Schule/ Unternehmen/ Verwaltung etc. zu schauen: „Was können wir damit nachhaltig besser machen? Worin nützt uns Digitalisierung?“. Organisation und Prozesse können damit neu ausgerichtet und optimiert sowie mobil werden. Diese Digitalisierungsstrategien sollten idealerweise regional abgestimmt sein.

Auf technischer Seite gilt es die Transformation des Breitbandausbaus hin zur Glasfaser zu fördern und dabei auch den ländlichen Raum mitzudenken und hier Lösungen zu finden. Ausschreibungsverfahren für den Netzausbau müssen vereinfacht werden.

Die Schulen benötigen einen nachhaltigen IT-Support sowie die weiterführende Qualifizierung von Lehrpersonal, um mit der Weiterentwicklung der Digitalisierung Schritt zu halten.

Thema Infrastruktur: Die Straßen im Land sind in einem schlechten Zustand. Wie kann die Infrastruktur verbessert werden?

Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden. Die moderne Verkehrswelt soll dazu beitragen und muss erschwinglich, zugänglich, nachhaltig und komfortabel sein.

Wartung und Erhalt der Verkehrswege brauchen ausreichende Finanzmittel. Dabei geht es nicht nur um Beton und Asphalt. Zukunftsfähige Verkehrswege brauchen mehr, z.B. elektronische Leitsysteme u.a. für autonomes Fahren oder ausreichende Ladestationen für E-Autos/Wasserstoff.

Alternativen zum Auto wie Bahnen/Busse müssen ausgebaut und gefördert, Tarifstrukturen vereinheitlicht werden. Im ländlichen Raum benötigen wir einen Ausbau von mobilen Angeboten, wie z. B. Bürgerbusse oder Seniorentaxis. Bisher konkurrierende Verkehrssysteme können durch digitale Angebote miteinander verzahnt werden. Dies kann Straßen schonen und Personenbeförderung umlenken. Auch aus ökologischer Sicht müssen Angebote wie Car- und Bike-Sharing in bestehende Konzepte integriert werden. Vorhandene Radwege könnten sicherer gemacht und ausgebaut werden.

Thema Medizinische Versorgung: Wie kann die medizinische Versorgung auch zukünftig sicher gestellt werden?

Wir benötigen eine wohnortnahe und flächendeckende Grund- und Notfallversorgung mit dem Zugang zu spitzenmedizinischen Leistungen. Auf dem Land kann das gelingen, wenn wir zukünftig ambulante und stationäre Dienstleister in der Region vernetzen. Auch regionale Konzepte wie Gesundheitszentren mit kooperierenden Ärzten/Arztinnen und Pflegekräften können unterstützen. Weiterhin sollte die Landarztinitiative und das Erfolgsmodell der Gemeindeschwester Plus fortgesetzt werden.

Auch die Möglichkeiten der Digitalisierung können Pflegekräfte und Ärzte entlasten (z.B. „Telemedizinische Assistenz“). Auch wenn dies nicht die persönliche Zuwendung in der Pflege ersetzen wird.

Um die stark wachsende Zahl der Pflegebedürftigen in Zukunft gut zu versorgen, müssen wir die Arbeitsbedingungen und die Löhne in der Pflege verbessern. Dazu gehören ein umfangreiches Qualifizierungsangebot, eine Verbesserung des Personalschlüssels sowie übergreifend ein Flächentarif Pflege.

Mehr zum Thema:

>> Kandidatencheck Susanne Müller, SPD

>> Übersicht Kandidatencheck Wahlkreis 13

Susanne Müller. Foto: lichtblick-bonn.de

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dauerauftrag 2026
Lampionfest in Weißenthurm
Projektingenieur
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige Reinigungskraft
Peter und Paul Kirmes
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr , 27. – 28.06.26
Empfohlene Artikel
Straßenquerung der Brecbachtalbahn.
224

Bendorf. Vor dem Verwaltungsgericht Koblenz fand am 02.06.2026 die mündliche Verhandlung in einem Verfahren statt, das unmittelbar mit der Reaktivierung der Brexbachtalbahn verknüpft ist. Die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH (EVG) klagt gegen das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM), um eine Verpflichtung der Stadt Bendorf durchzusetzen, die Straßenquerung im Bereich...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Kolpingsenioren Gladbach
1166

Kolpingsenioren Gladbach

Moin - Ostfriesland

Gladbacher Kolpingsenioren „bi de Friesen“. Nee, nicht in Nord- sondern Ostfriesland ist das Ziel. Der ruhende Pol ist der Ostfriesen-Hof in Leer. Von hier erkunden wir Senioren Ostfriesland

Von Hans-Josef Richter aus Bendorf-Sayn

Weiterlesen

Trotz der Hitze: gute Stimmung und Gespräche beim fairen Frühstück vor dem Andernacher Rathaus
579

Fairtrade Frühstück Andernach

Fairtrade Frühstück in Andernach

Andernach. Mit einem fairen Frühstück vor dem Historischen Rathaus hat die Stadt Andernach erneut ein sichtbares Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum gesetzt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu frühstücken und dabei mehr über die Bedeutung fair gehandelter Produkte zu erfahren.

Von Hans-Georg Hansen aus Andernach

Weiterlesen