Politik | 19.05.2023

Freie Wähler Mayen-Mittelrhein-Mosel

Versäumnisse schnellstens aufarbeiten

FWM3: Verbesserung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum muss Pflichtaufgabe der Politik sein

FW-Mitglieder auch aus dem MYK-Kreisgebiet zu Besuch im Mainzer Landtag.  Foto: FWM3

Kreis Mayen-Koblenz. Die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum ist oftmals nicht in derselben Qualität wie in städtischen Gebieten vorhanden. Ein Grund dafür ist, dass es auf dem Land immer weniger Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken gibt. Das führt dazu, dass die Gesundheitsversorgung für die dort lebenden Menschen weniger zugänglich oder zeitnah zu erreichen ist. Insbesondere für ältere Menschen, die auf eine regelmäßige Behandlung angewiesen sind, kann dies sehr problematisch sein. Inzwischen ist dieses Szenario auch Alltag im Landkreis Mayen-Koblenz. Umso verwunderlicher ist deshalb für die Freien Wähler Mayen und ihre Kreisorganisation FWM3 das kürzliche Statement von Gesundheitsminister Hoch beim SPD-Frühlingsempfang in Mendig: Ein Verweis auf die heute höhere Ärztezahl als vor 10 Jahren, die veränderte Verfügbarkeit der Ärzte, Probleme mit der Kassenärztlichen Vereinigung, die Erhöhung der Medizinstudienplätze in Mainz und die angeblich radikale Krankenhausreform des Bundesgesundheitsministers wirken eher wie ein Verschleiern der politischen Fehler der letzten Jahrzehnte, gerade auch in RheinlandPfalz. Die Freien Wähler Mayen und die Freien Wähler Mayen-Mittelrhein-Mosel vermissen hier klare Worte zum politischen Verschlafen des schon lange prognostizierten demografischen Wandels mit den Folgen einer älter werdenden Bevölkerung, aber auch immer weniger jungen Medizinstudierenden, das Thematisieren der jahrzehntelangen Studienplatzbeschränkung in Medizin (nur nicht zu viele Ärzte produzieren), ein klares Bekenntnis zu besseren Arbeitsbedingungen für die Ärzte und das medizinische Personal generell (kürzere Arbeitszeiten, Reduzierung der Arbeitsbelastung und bessere Bezahlung) sowie auch die Benennung erster Maßnahmen zur Bekämpfung der mangelnden Attraktivität der medizinischen Berufe. Zur schnellstmöglichen Lösung der zunehmend von großen Teilen der Bevölkerung als mangelhaft empfundenen ambulanten und stationären Versorgung in der Region fordern deshalb die Freien Wähler in Stadt, Kreis und Land eine nachhaltige Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung – gerade im ländlichen Raum. Dazu gehört an erster Stelle die sofortige Übernahme der gesetzlich vorgeschriebenen Krankenhausfinanzierung durch das Land im vollen Umfang, d.h. konkret über 100 Millionen mehr im Kampf gegen das „kalte Krankenhaussterben“, das nichts anderes ist, als ein Abbau der medizinischen Versorgung in der Fläche garniert mit dem Sahnehäubchen einiger „Spezialkrankenhäuser“. Auffällig: Auch dieser Aspekt blieb scheinbar durch Gesundheitsminister Hoch beim Mendiger SPD-Treffen unerwähnt. Gegen den Ärztemangel gilt es nach Ansicht der FWM und der FWM3 umgehend eine gezielte Förderung (z.B. durch Stipendien) für Ärzte im ländlichen Raum einzuführen, die Ausbildungskapazitäten in Medizin im Land deutlich auszubauen, den Ärztealltag durch Abbau von Regulierungen drastisch zu vereinfachen, die Höchstgrenzen für Abrechnungen gerade im Bereich der gesetzlich Versicherten zu erhöhen sowie attraktive Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit im gesamten Gesundheitsbereich zu stärken bzw. auszubauen. Generell sehen die Freien Wähler das lange Zeit vorherrschende Leitbild des „schlanken Staates“, der ökonomisch effizient alles den Markt regeln lässt, im Bereich der Daseinsvorsorge als gescheitert an: Die medizinische Versorgung der Bevölkerung muss stattdessen wieder als erste Pflichtaufgabe von Land und Bund umfassend und nachhaltig politisch umgesetzt werden. „Gerade die Landesregierung und die SPD-Gesundheitsminister Hoch und Lauterbach sollten hierbei vorangehen“, so Hans-Georg Schönberg bei einem Besuchsgespräch mit der FW-Fraktion im Mainzer Landtag.

Pressemitteilung

Freie Wähler

Mayen-Mittelrhein-Mosel

FW-Mitglieder auch aus dem MYK-Kreisgebiet zu Besuch im Mainzer Landtag. Foto: FWM3

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Titel
Rund ums Hause Mayen/Mendig
fit für`s Alter?
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
21

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Anlagenmechaniker
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Angebotsanzeige (April)
Anzeige KW 14
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige