Allgemeine Berichte | 24.11.2015

Junge Wissenschaftler für ihre herausragenden Leistungen geehrt

23. Hochschulpreisverleihung in Koblenz

An diesem Abend wurde deutlich, „wie vielfältig und leistungsfähig die Hochschullandschaft in dieser Region ist“

Das Ensemble der Universitätsmusik umrahmte die feierliche Veranstaltung unter der Leitung des Koblenzer Universitätsmusikdirektors Ron-Dirk Entleutner (links).

Koblenz. In einem feierlichen Akt fand im Historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz zum 23. Mal die Koblenzer Hochschulpreisverleihung statt. Insgesamt neun Hochschulabsolventen und Hochschulabsolventinnen nahmen ihren Preis für exzellente, wissenschaftliche Abschlussarbeiten entgegen.

Ausgerichtet wurde die traditionelle Veranstaltung vom Förderkreis Wirtschaft und Wissenschaft in der Hochschulregion Koblenz e.V. in Zusammenarbeit mit der Universität Koblenz-Landau.

Für die herausragenden Leistungen stellte die „Stiftung Zukunft“ der Sparkasse Koblenz und der Kreissparkasse Mayen ein Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro zur Verfügung.

Die musikalische Umrahmung dieser Feier erfolgte durch das Ensemble der Universitätsmusik unter der Leitung des Koblenzer Universitätsmusikdirektors Ron-Dirk Entleutner.

Prof. Dr. J. Felix Hampe, Vizepräsident für Studium, Lehre und Digitale Infrastruktur der Universität Koblenz-Landau, moderierte das „reichhaltige und thematisch vielfältige Programm“ dieses Abends.

Begrüßt wurden die Gäste durch Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig und den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Koblenz, Matthias Nester.

Beispielhaft für den Fortschritt

Oberbürgermeister Hofmann-Göttig betonte, dass sich die Region Koblenz keineswegs vor anderen großen Hochschullandschaften verstecken muss. Dass es so ist, bewiesen die Preisträger und die Preisträgerinnen durch ihre herausragenden Leistungen auf einem bemerkenswerten Niveau.

Matthias Nester hob in seiner Begrüßungsrede hervor, dass die wissenschaftlichen Arbeiten der jungen Menschen beispielhaft für den Fortschritt einer freien und offenen Wissenschaftsgesellschaft stehen. Mit ihren Arbeiten reihen sich die jungen Leute in einen Wissenschaftsdialog ein, in dem sie es zulassen, dass ihre Werke von anderen Wissenschaftlern diskutiert oder gar widerlegt werden können. Diskussion sei in einer offenen Gesellschaft zwingend und diesen gesellschaftlichen Fortschritt dürfe man sich nicht nehmen lassen.

In der Ankündigung des folgenden Festvortrags nahm der Moderator dieses Abends, Prof. Dr. J. Felix Hampe, einen Bezug auf die Ereignisse in Paris und betonte, dass man reflektieren müsse, wie wertvoll diese offene und freie Gesellschaft sei.

In seinem Festvortrag mit dem Titel „Bürgergesellschaft – Wege und Irrwege der Modernisierung von Demokratie“ befasste sich Prof. em. Dr. Ulrich Sarcinelli vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Koblenz-Landau am Campus Landau, mit der Frage, „ob unsere demokratischen Institutionen und Verfahren den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht werden können und wie es um das Vertrauen in die demokratischen Institutionen und Verfahren in unserem Lande bestellt ist“.

Nach dem Festvortrag stellten die jungen Akademiker und Akademikerinnen ihre wissenschaftlichen Arbeiten vor. Begleitet und eingeführt wurden die jungen Menschen dabei von ihren betreuenden Professorinnen und Professoren.

Neun junge Akademikerinnen und Akademiker der fünf Hochschulen der Region - der Universität Koblenz-Landau, der WHU - Otto Beisheim School of Management, der Hochschule Koblenz, der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), der Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (HöV) sowie der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) - stellten ihre Arbeiten vor. Die Einführung in die jeweiligen Themenstellungen erfolgte durch die betreuenden Professorinnen und Professoren bzw. Dozentinnen und Dozenten.

Marc Hannappel, Absolvent der Universität Koblenz-Landau, simulierte in seiner Thesis zum Thema „(K)ein Ende der Bildungsexpansion in Sicht?“ zukünftige Entwicklungen im deutschen Bildungssystem und berücksichtigte dabei demografische Entwicklungen in einem sozial selektiven Bildungssystem.

Dr. rer. nat. Marcel Häselich von der Universität Koblenz-Landau beschäftigte sich in seiner Dissertation mit dem Thema „Terrainklassifikation mit Markov-Zufallsfeldern für autonome Roboter in unstrukturiertem Terrain“.

Michael Hinrichs und Eric Sachsenhausen, Absolventen der WHU Otto Beisheim School of Management, verglichen in ihrer Bachelorarbeit mit dem Titel „The Research and Development (R&D) Facilities of German and Japanese Multinationals (MNCs) in China and India. A comparative analysis.“ Multinationale Unternehmen (MNU).

Eva Bernhardt von der ZFH führte im Rahmen ihrer Thesis eine Fragebogenerhebung zum Thema „Kompetenzentwicklung der Erzieher-Kind-Interaktion in der Ausbildung von Erzieherinnen“ durch.

Yvonne Krämer, Absolventin der Hochschule Koblenz, verfasste ihre Master-Thesis zum Thema „Erziehung zur Partizipation? Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen zur geschlossenen Unterbringung“.

Timo Petry, ebenfalls von der Hochschule Koblenz, beschäftigte sich in seiner Bachelorarbeit mit Modellversuchen zur Grundwasserströmung: Bei einem Bauvorhaben bedeutet das Vorhandensein von Grundwasser oftmals eine komplexere Vorgehensweise, von der Baugrunderkundung bis zur Fertigstellung des Projektes und darüber hinaus.

Dr. Henrike Sappok-Laue von der PTHV befasste sich in ihrer Dissertation „Bin ich selbst dann auch längst vergessen…“ mit der Krankenschwester, Frauenrechtlerin und Sozialreformerin Henriette Arendt.

Tamara Peter von der HöV verfasste ihre Thesis zum Thema „Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre in Rheinland-Pfalz, insbesondere bei den Kommunalwahlen“.

Matthias Nester und Karl-Josef Esch, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Mayen, händigten die Preise und Urkunden an die jungen Wissenschaftler aus.

Das Schlusswort hatte Professor Dr. Markus Rudolf, Rektor der WHO-Otto-Beisheim School of Management. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen und den Gästen und freut sich im nächsten Jahr als Mitausrichter an der 24. Hochschulpreisverleihung mitzuwirken.

Das Ensemble der Universitätsmusik umrahmte die feierliche Veranstaltung unter der Leitung des Koblenzer Universitätsmusikdirektors Ron-Dirk Entleutner (links).
23. Hochschulpreisverleihung in Koblenz

Die junge Preisträgerin Tamara Peter befasst sich in ihrer Bachelor-Arbeit mit der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre in Rheinland-Pfalz - insbesondere bei den Kommunalwahlen. In ihrer Arbeit untersucht sie die Frage, ob die derzeitige Festlegung des Mindestwahlalters im Hinblick auf die aktuellen gesellschaftlichen Veränderungsprozesse noch zeitgemäß ist. (V.l.): Matthias Nester, Tamara Peter, Karl-Josef Esch.

Das Ensemble der Universitätsmusik umrahmte die feierliche Veranstaltung unter der Leitung des Koblenzer Universitätsmusikdirektors Ron-Dirk Entleutner (links).

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