Allgemeine Berichte | 16.08.2017

Unterzeichnung der Charta der Vielfalt

Diversity – Vielfalt in der Arbeitswelt

Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Organisationen

Nach der Unterzeichnung der Charta de Vielfalt: v.li. Denise Hottmann, Hermann Schmitz, Manfred Wolter, Arnd Krohmann, Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Dr. Annette Gerlach und Yvonne Wilke.HH

Koblenz. „Die Charta der Vielfalt steht für Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Organisationen. Sie will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmens-/Organisationskultur in Deutschland voranbringen. Es soll ein Umfeld geschaffen werden, das frei von Vorurteilen ist. Sie wurde von Daimler, der BP Europa SE (ehemals Deutsche BP), der Deutschen Bank und der Deutschen Telekom im Dezember 2006 ins Leben gerufen. Mehr als 2.500 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet“, so die Erläuterung auf der Internet-Seite von diversity@csd-koblenz-fv.de.

Am 9. August fand unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig im historischen Rathaus-Saal die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt statt. In seiner Begrüßungsrede sprach er von der mittlerweile zehnjährigen Tradition der Ausrichtung des CSD in Koblenz, der Integrationsstadt, mit der humanistischen Gesinnung und Verhaltensweise, die sich der Würde des Menschen verpflichtet fühlt. Bei dem Diversity Management geht es darum, in der Arbeitswelt die Wertschätzung aller Beschäftigten – unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Glaube, Behinderung oder sexueller Identität, erfolgreich umzusetzen. Dabei steht die Gesamtheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit all ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt. Wenn dies in Unternehmen und Verwaltung gelingt, wird dadurch die Innovationsfähigkeit nachhaltig gestärkt. Die Arbeitsleistung in den Unternehmen wird besser, wenn sich die Menschen nicht „tarnen“ müssen. In der heutigen modernen und aufgeklärten Gesellschaft gehören alte „Zöpfe“ abgeschafft und die „Andersartigkeit“ von Kolleginnen und Kollegen zu akzeptieren. Im Anschluss an diese Rede wurde die Ministerpräsidentin Malu Dreyer per Video zugeschaltet, die von einer großen Aufgabe, auch für die Unternehmen, sprach.

Größer werdende Akzeptanz in der Gesellschaft gegenüber „Andersdenkenden“

Arnd Krohmann, Vorstand des Vereins zur Förderung des Koblenzer Christopher Street Days e.V. bedankte sich anschließend bei Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig für seine Ansprache. Auch er sieht mittlerweile einen Wandel und eine größer werdende Akzeptanz in der Gesellschaft gegenüber „Andersdenkenden“.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde anschließend durch Denise Hottmann, Botschafterin der Charta der Vielfalt, von OB Prof. Dr. Hofmann-Göttig für die Stadt Koblenz, Dr. Annette Gerlach (Leiterin der Landesbibliothek), Yvonne Wilke (Leiterin des Gleichstellungsbüros der Hochschule Koblenz), Manfred Wolter (Vorstandsmitglied des BSK Bereich Koblenz), Hermann Schmitz (Vorstandsmitglied Rat & Tat Koblenz e.V.) sowie von Arnd Krohmann (Verein zur Förderung des CSD Koblenz e.V.), die Charta der Vielfalt, unterzeichnet. Ihr liegt der Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland als Grundlage vor. In diesem Artikel heißt es: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“.

Klima der Akzeptanz und des gegenseitigen Vertrauens

Diversity Management dient als Chance für Unternehmen in Deutschland, es schafft ein Klima der Akzeptanz und des gegenseitigen Vertrauens. Es hat vor allem auch eine positive Auswirkung auf das Ansehen bei Geschäftspartnern, Verbraucherinnen und Verbraucher sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern. Im Rahmen dieser Charta werden sechs Punkte angesprochen. Im ersten Punkt geht es um eine Organisationskultur, die zu pflegen ist, welche von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jeder und jedes Einzelnen geprägt ist. Punkt zwei fordert, die Personalprozesse zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie den vielfältigen Fähigkeiten und Talenten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie dem Leistungsanspruch gerecht werden.

Weiter heißt es, dass die Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb der Organisation erkannt wird, die darin liegenden Potenziale wertgeschätzt, sowie für das jeweilige Unternehmen gewinnbringend, eingesetzt werden. In Punkt vier, fünf und sechs soll die Umsetzung der Charta zum Thema des internen und externen Dialogs gemacht werden, eine jährlich öffentliche Auskunft der Aktivitäten und den Fortschritt bei der Förderung der Vielfalt und Wertschätzung geben, sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Umsetzung der Charta mit einzubeziehen.

Im weiteren Verlauf der Konferenz wurde in mehreren Vorträgen über die Vorteile vom Diversity Management und der Charta, gesprochen. Themen wie die Bigotterie in der türkischen Gesellschaft, gelebte Vielfalt im Unternehmen, bis hin zur sexuellen Orientierung am Arbeitsplatz, konnten anschließend die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Diskussionsrunde erörtert werden.

Zahlreiche Besucher verfolgen die Veranstaltung.

Zahlreiche Besucher verfolgen die Veranstaltung.

Schirmherr Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig während seiner Ansprache.

Schirmherr Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig während seiner Ansprache.

Die Charta der Vielfalt.

Die Charta der Vielfalt.

Nach der Unterzeichnung der Charta de Vielfalt: v.li. Denise Hottmann, Hermann Schmitz, Manfred Wolter, Arnd Krohmann, Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Dr. Annette Gerlach und Yvonne Wilke.Fotos: HH

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Osterangebot
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
First Friday Anzeige März
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Anzeige KW 14
Ostergrußanzeige
Osteraktion
Empfohlene Artikel
Andreas Bohn hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
44

Reifferscheid. In jeder Gemeinde gibt es Menschen, die im Hintergrund wirken, anpacken, zuhören und einfach da sind, wenn man sie braucht. In der Gemeinde Reifferscheid ist so ein Mensch Andreas Bohn. Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat. Als stellvertretender Ortsbürgermeister und langjähriges Mitglied im Gemeinderat hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung des Dorfes aktiv mitgestaltet.

Weiterlesen

Auf der Bühne herrschte bei den Spielen eine lockere Atmosphäre.  Foto:WAMFO.de
17

Nürburgring. Ally-Pally-Atmosphäre am Nürburgring: Tausende Fans der fliegenden Pfeile haben die Ringarena am vergangenen Samstag erneut in einen Darts-Tempel verwandelt. In den Trikots ihrer Lieblingsspieler oder kreativ verkleidet als Zwerg oder Zielscheibe, erlebten rund 4.000 Besucher bereits im fünften Jahr spannende Partien zwischen den bekannten Größen des (Dart)Sports. Auf der Bühne der „Darts-Arena“ lieferten sich die Darts-Stars spannende Duelle.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
474

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
428

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Fahrer gesucht (m/w/d)
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Koblenz blüht
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in