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3. Wettbewerb „Ideen für unsere Heimat“ des Rhein-Lahn-Kreises

Ein Stückchen Heimat nach vorne bringen

20.07.2019 - 08:00

Rhein-Lahn-Kreis/Dausenau. Der Landrat Frank Puchtler hatte im Frühjahr dieses Jahres alle Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Lahn-Kreises aufgerufen, sich am 3. Wettbewerb „Ideen für unsere Heimat“ zu beteiligen.

Für das Auswahlgremium war es nicht einfach, sich bei diesen vielen Bewerbungen mit ihren tollen Ideen und Projekten zu entscheiden. Die feierliche Siegerehrung des 3. Wettbewerbs, Freunde der Heimat „Ideen für Heimat“ fand in den historischen Mauern der „Brau- und Kulturscheune Dausenau“ statt.

Die Bierbrüderschaft Duzenowe bewirtete zu Beginn die Gäste mit ihrem selbst gebrauten Craft Bier und Frank Puchtler freute sich sehr, dass so viele in das historische Gebäude gekommen waren. „Ideen sind ja manchmal der Blick zurück, Tradition, Gegenwart. Aber Ideen sollen auch Zukunft bedeuten. Was lernt man, was kann man kreativ angehen, wie kann man gemeinschaftlich die Zukunft gestalten? Auch in der dritten Runde, „Ideen für die Heimat“ waren interessante Themen dabei. Man lernt dadurch die Vielfalt des Rhein-Lahn-Kreises kennen. Die üblichen Dinge, oftmals die ganz großen Strukturen fallen ins Blickfeld, während aber gerade in den Dörfern und Ortsteilen Großes geleistet wird.

„Mit diesem Wettbewerb wollen wir bewusst auch ein Stückchen Heimat nach vorne bringen. Beleuchten und auch unterstützen, was da vor Ort geleistet wird.“

Die Sieger des Wettbewerbs wurden vom Landrat Frank Puchtler und Michael Baumann mit Geldpreisen und Urkunden ausgezeichnet. Naspa-Vorstand Michael Baumann versprach, dass er auch weiterhin diesen tollen Wettbewerb in Zukunft unterstützen wird. Es gibt im Rhein-Lahn Kreis 137 Städte und Dörfer. Eine selbstständige Gemeinde davon ist Dausenau. Dann gibt es daneben aber auch eigenständige Ortsteile. Die haben es oft nicht einfach. Das Herz schlägt dort aber für Gemeinschaft, Tradition, Innovation. So gibt es ein tolles Projekt aus der größten Kommune des Kreises, einem kleinen Dörfchen an der Lahn, das ein Stadtteil von Lahnstein ist. Der „SV Schwarz-Weiß Friedrichssegen und Freunde“, hat sich auf die Fahne geschrieben, den Eingangsbereich des ehemaligen Bergbaudorfs in einen Dorfplatz umzugestalten, der zum Verweilen einlädt. Rosemarie Müller stellte das Projekt kurz vor und was schon alles geleistet wurde. Neben einer Sitzgruppe und einem Brunnen soll eine alte Telefonzelle als Ausleih-Bücherschrank dienen.


Geschichte festhalten und dokumentieren


Auch der zweite Preisträger kommt von der Lahn. Man lebt heute in einer schnelllebigen Zeit, in der alle glauben, alles richtig zu machen. „Rückblickend auf die Generationen vor 2019 die vieles geleistet haben, ist es umso wichtiger, dass es Menschen gibt, die dies dokumentieren. Wir stehen heute auf festen Fundamenten, wie hier in der tollen Scheune, die Generationen vor uns, die unter wesentlichen schwierigeren Bedingungen ihr Leben gestalten mussten. Es ist dankenswert, dass es Bürger im Rhein-Lahn- Kreis gibt, die das festhalten und dokumentieren, damit auch das, was in der Vergangenheit war, was heute passiert und in Zukunft passiert, erlebbar machen und Geschichte leben lassen, für die Generationen die nach uns kommen.“ Jürgen Jachtenfuchs aus der Ortsgemeinde Nievern ist Fotograf aus Leidenschaft. Allein in seinen 38 Jahren als Heimatfotograf hat er sich einen Fundus mit mehr als 5000 schwarz-weiß Bildern angelegt, die er digitalisiert und gespeichert hat. Jachtenfuchs ist auch der Herausgeber der Heimatkalender der Ortsgemeinden Niever, Miellen, Frücht, Arzbach, Winden und Weinähr. Um die Bilder bestimmen zu können „Was - Wann - Wo - Wer“ hat er in den jeweiligen Gemeinden eine sogenannte „Bildsichtungsveranstaltung“ organisiert. Denn nur von den noch Lebenden erfährt man Geschichte. Sein größtes Anliegen ist, dass alle betroffenen Gemeinden sich schon heute nach Bürgern umschauen sollten. „Die Geschichte erhalten, dokumentieren, archivieren und dadurch die nachfolgenden Generationen informieren“. Er selbst möchte es noch so lange wie möglich tun. Neben seiner Familie waren auch der Bürgermeister Lutz Zaun und Ehrenbürger Franz Lehmer von Nievern gekommen, um ihrem Ortsfotografen zu gratulieren.

Die Lahn ist ein langer, wendiger Fluss von 200 km Länge und ist eine Lebensader, an der auch Leben entsteht. So entstand auch vor vielen Jahren eine kleine Siedlung, das heutige historische Dausenau. Der Gastgeber, der Verein „Braukultur Duzenowe“, wurde für seine kreativen Ideen ebenfalls mit dem Preis ausgezeichnet. Die Brau- und Kulturscheune wurde im Jahr 2016 eingeweiht. In liebevoller Arbeit wurde die alte Scheune, die als Lager diente, hergerichtet. Die Bierbrüder gibt es schon seit 2004. Zunächst hat das Trio Jürgen Nickel, Michael Braun und Hans-Peter Hütter, drei Jahre mit Einkochautomaten experimentiert. Heute reift das Bier in Kupferbottichen, die früher als Wurstkessel in Metzgereien genutzt wurden. Dass ihr Bier nach dem Reinheitsgebot aus 1516 gebraut wird, ist den Bierbrüdern sehr wichtig. Neben Malz, Hopfen und Hefe, verwenden sie zudem das extra weiche Wasser aus dem Kaltbachtal aus Nassau. Regelmäßig wird das Schaubrauen angeboten, bei denen Gäste herzlich willkommen sind. Die „Hausbrauerei Duzenowe“, ist die kleinste offiziell angemeldeten Brauereien Deutschlands. Die Jahresproduktion liegt bei ca. 20 Hektolitern. Im März 2018 wurde dann der Verein „Braukultur Duzenowe e.V.“ gegründet.

„Die Dausenauer können nicht nur „Akten“ machen (werden gerne als Aktenmächer bezeichnet), nein, sie können bauen, schaffen und organisieren. Das Projekt hier eine tolle Scheune zu erhalten und auszubauen, das ist Verantwortung und zeigt genau das, was wir mit der Heimat zum Ausdruck bringen wollen. Stolz auf die Heimat zu sein und was daraus zu machen. Hohes Engagement zu zeigen, in die Historie zu gehen und zu erhalten. Es wird nicht nur gebaut, sondern das Ganze auch mit Lebendigem gefüllt. Es ist ein sympathisches Produkt und das macht den Charme auch aus, dass zu der Bierbrüderschaft auch die Braukultur gehört. Brüderschaft bedeutet auch Gemeinschaft.“ So der Kreischef. „Allzeit gut Sud.“

Auch der Verein „Historisches Dausenau“ und Ortsbürgermeisterin Michelle Wittler schätzen die Arbeit der Dausenauer Bierbrüder die aus einer alten Gemeindescheune einen Treffpunkt für Bier- und Kulturfreunde gleichermaßen geschaffen haben und Dausenau hierdurch auch als touristisches Ziel aufgewertet haben.

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25.07.2019 11:36 Uhr
juergen mueller

Mein lieber Herr Klasen.Mit Ihnen überhaupt über Klima-/Umweltschutz zu korrespondieren,bedeutet nur Perlen vor die Säue zu werfen,eine reine Zeitverschwendung.Sie haben/geben sich auf Ihre oft nicht nachzuvollziehenden Fragen doch generell bereits selbst eine Antwort,wie das bei Menschen offensichtlich der Fall ist,die auch Selbstgespräche führen.Sie sind ja auch der Meinung,dass sich der Klimawandel nur örtlich abspielt.Schon gewusst,dass sich,ausserhalb des jüngsten Temperaturanstiegs Warm- oder Kaltzeiten (in den vergangenen zwei Jahrtausenden) nie auf der ganzen Welt gleichzeitig abspielten? Nun allerdings schon.Das,was wir jetzt und künftig haben (werden),ist kein kurzfristiges Phänomen,dass man mal so einfach in seiner Ursache als eine natürliche Entstehung bezeichnen kann.Aber, Spezies wie Sie sind da wirklichkeitsressistent.



23.07.2019 19:14 Uhr
Uwe Klasen

Zitat Juergen Mueller: "haben Ressourcen bis fast auf den Nullpunkt ausgeschöpft" --- Welche Ressourcen denn genau? Da niemand aktuell in der Lage ist die absolute Anzahl der durch den Menschen genutzten Ressourcen anzugeben, geschweige denn die Höhe der Vorkommen, kann von einem Nullpunkt lediglich phantasiert werden! Und bislang hat der menschliche Erfindungsreichtum immer noch Auswege und Ersatz gefunden! Nicht unsere Spezies unterschätzen!



22.07.2019 22:56 Uhr
juergen mueller

Ein Stückchen Heimat?
Wie lange noch?
Eine Vorbildfunktion, die man fast schon im Hinblick auf unseren von der Politik geförderten u.auferlegten Lebensstandard mittlerweile als stark gefährdet bezeichnen kann - auch wenn das ein Herr Klasen wieder einmal zitatenreich zu widerlegen versucht.
Wir haben nun einmal über unsere Verhältnisse gelebt, tun das bis dato noch,haben Ressourcen bis fast auf den Nullpunkt ausgeschöpft u.WER uns dahin gebracht hat,versucht mittlerweile auf Druck der Öffentlichkeit,etwas daran ändern zu wollen - mit Überlegungen,Strategien,Vorgaben etc., langfristig, aber nicht kurzfristig ausgelegt,ein Konzept,das genauso aufgrund seiner Unzulänglichkeiten,wenig Entschlussfreudigkeit zum Scheitern verurteilt sein wird,letzten Endes aber hauptsächlich daran,dass man die Zeichen der Zeit immer noch NICHT erkannt hat.Die POLITIK setzt mehr auf Worte wie KLIMANOTSTAND als auf kurzfristige Maßnahmen - wie in KOBLENZ...



20.07.2019 15:57 Uhr
Uwe Klasen

Eine hervorragende Initiative, die eine Vorbildfunktion für viele Landesteile sein kann!



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Kommentare
Uwe Klasen:
Hätte es den Nationalsozialismus nicht gegeben, so hätte man ihn, damit sich die geistig Verwahrlosten von heute darin suhlen können, erfinden müssen!
juergen mueller:
Herr Schupp,wie kommen Sie darauf,dass man gerade Sie in einen direkten Vergleich mit den "Dosen-Politikern" gestellt habe?Seien Sie doch einfach nur froh,dass Ihr Konterfei nicht auf einer Dose war.Das hätte die Berechtigung zu einer Anzeige sein können.Meine Oma hat immer gesagt:"Getroffene Hunde bellen".Ich an Ihrer Stelle hätte mir nicht entgehen lassen,den ersten Ball zu werfen - nicht auf den Mann mit dem Schnorres,denn der ist ja tot. Machen sie doch lieber ernsthafte Politik,als diese anderen zu empfehlen und schauen sich einmal "Verstehen Sie Spaß" an.
Heiner Kuhlmann:
Ist der Vorname des Täters bekannt? Danke.
Antje Schulz:
Der Kommentar von K. Schmidt muß richtig gestellt werden. Die AfD hatte bei der Kreistagswahl nicht rund 350.000 Wähler, sondern rund 350.000 Stimmen. Jeder Wähler konnte bei Kreistagswahl bis zu 50 Stimmen vergeben. Im Bundesdurchschnitt liegt die AfD momentan bei etwa 13 Prozent. Da sind 7,4 Prozent für die AfD bei der Kreistagswahl Mayen-Koblenz nunmal weiter unter Schnitt. Das heißt, daß die Wähler im Landkreis Mayen-Koblenz mit der Arbeit der AfD nicht besonders zufrieden sind, jedenfalls weit weniger als im Bundesdurchschnitt. Und das liegt auch an der schlechten Arbeit von Uwe Junge.
K. Schmidt:
Das Argument, alle Wahlen in der Konstitution sind vorher abgesprochen, soll deshalb nicht ziehen, weil auch die meisten anderen Beschlüsse vorher abgesprochen und somit nur noch abzunicken sind? Und Junge soll man einfach nicht ernst zunehmen? Als Vorsitzender der drittstärksten Landtagsfraktion? Leute, genau so hält man dieses politische Krankheitssymptom am Leben, genau so wird man die Afd nicht wieder los. Bekämpft sie doch endlich mit vernünftiger Politik, nicht mit solch dilettantischen Quengeleien. Selbst die 350.000 Wähler bei der Kreistagswahl hat die AfD sich nicht selbst gewonnen, sondern die haben die anderen Parteien verloren. Warum versucht denn keiner, die zurück zu gewinnen? Das lässt sich so auf alle Ebenen übertragen. Man kann es nicht verstehen.
Antje Schulz:
Uwe Junge ist kein ernst zu nehmender Politiker.
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