Familien-Fest bot willkommene Auszeit

„Ein Zeichen dafür, dass wir wieder das sind“

Buntes Programm für alle Generationen

„Ein Zeichen dafür,
dass wir wieder das sind“

Die Leiterin des Mehrgenerationenhaus, Marion Surrey (Mitte), freute sich mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen über das gelungene, zweitägige Familien-Fest.Foto: DU

07.09.2021 - 14:30

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Karweiler. Einfach mal „rauskommen“, etwas anderes sehen und erleben, Ablenkung, Spaß, Erholung, nette Gespräche, zur Ruhe kommen, eine Auszeit für die ganze Familie – viele Menschen im Flutkatastrophengebiet sehnen sich danach. Deshalb veranstaltete die Katholische Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus jetzt ein zweitägiges Familien-Fest mit vielen Aktionen und Überraschungen - und das an zwei unterschiedlichen Orten. Den Auftakt bildete der Pfarrgarten in Karweiler, wo bei schönstem Spätsommerwetter gefeiert werden konnte. Während sich die Großen an Live-Musik samt Kaffee und Kuchen erfreuten, gab es für die jüngeren Besucher einiges zu erleben. Von diversen Spielen und Bastelaktionen über einen Bewegungsparcours bis hin zu diversen Kreativ- und Musik-Aktionen. Besonders umlagert war Clown „Lefti“, der in verblüffender Geschwindigkeit gewöhnliche Luftballons in Elefanten, Schmetterlinge oder Blumen verwandelte.



„Die Türen sind offen“


An Tag zwei fand das Familien-Fest mit nahezu gleichem Programm um und im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Bad Neuenahr statt und fand erneut viel Zuspruch. Für Menschen mit intensivem Gesprächsbedarf war auch die Lebensberatung anwesend. Premiere feierte die „kleine Ausgabestelle“ im Mehrgenerationenhaus, die für Familien unter anderem Spielzeug und Kinderbekleidung anbietet. „Für uns ist das alles auch ein Zeichen dafür, dass wir wieder da sind - die Türen sind offen, die Generationenetage ist von Montag bis Freitag nutzbar (9 bis 17 Uhr), wir backen wieder Kuchen, haben belegte Brötchen und Kaffee und auch unsere Beratungsangebote finden jetzt wieder statt“, sagt Marion Surrey, Leitung des MGH. Ein wichtiges Signal und Aufbruch zugleich, war und ist doch auch das MGH vom Hochwasser betroffen. So wurden das Keller- und Erdgeschoss stark beschädigt. Dennoch haben hier Familien, Kinder und Senioren wieder einen Treffpunkt mit vielen Angeboten. Zwar noch nicht komplett barrierefrei, aber auch in dieser Sache wird an einer Lösung gearbeitet.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Architekten- und Ingenieurkammer richten Gutachterportal ein

Wiederaufbauhilfe der ISB: Ausfüllhilfen und Infos zu Gutachtern

Kreis Ahrweiler. Die Bewältigung der Flutfolgen in Rheinland-Pfalz geht Schritt für Schritt voran. Seit Ende Dezember ist das Verfahren, mit dem Betroffene Hilfezahlungen beantragen können, eröffnet. Für Gebäudeschäden sind im Antragsverfahren Begutachtungen vorgesehen. Dazu haben die Architektenkammer Rheinland-Pfalz und die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz eine gemeinsame Portalseite im Internet freigeschaltet. mehr...

Wilfried Freischem aus Ahrbrück verarbeitet seine Erlebnisse nach der Flut in einer Kurzgeschichte

„Wir können nicht fassen, was kaum zu fassen ist“

Ahrbrück. Wie viele andere auch, wollte ich helfen. Aber Schaufel und Hacke bevorzugen doch eher junge Männer. Mit dem Auftrag, eine Seniorin in ärztliche Behandlung zu bringen, wurde ich einfach in eine rote Weste gesteckt. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
solidAHRität Shop
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

Kommentare
Klaus Rinke:
Sehr guter erster Schritt für die Betroffenen.Und der Vorschreiben oben ......nur Rummotzen sonst nichts?Anstatt das zu Unterstützen erstmal nieder machen.Lachhaft so etwas.Es wird etwas Gutes Geschaffen und nur das zählt....
J.Thul:
Ich kann dem G. Friedrich zustimmen , das sind mehr Fertig- Garagen als was zum wohnen ! Da könnte man sich mehr einfallen Lassen ! Da wird man wirklich depressiv drin ! Ist ok für Bauarbeiter auf Großbaustelle in Afrika , aber nicht für die Senioren im Ahrtal..........
Manfred Jackl:
Was soll bitte der Negative Kommentar Hr/Fr Friedrich? Waren sie schon vor Ort und haben Sie es in Augenschein genommen? Anstatt dieses Engagement zu würdigen, fällt Ihnen nichts besseres ein, als es mies zu machen! Ich freue mich für die Senioren, dass diesen eine solche Möglichkeit geboten wird....
juergen mueller:
Ich bin auch dafür, dass unsere Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät, eine Vergangenheit u. deren Vergessen, an die wir wohl ein Leben lang immer wieder erinnert werden u. mit uns Generationen. Doch das sollte Grenzen haben, da es, wie andere Geschehnisse, zur deutschen Geschichte gehört, wie...
A.Hoffmann:
Ergreifende Bilder aber der Bildanzeige hätte man eine Funktion zum ausblenden hinzufügen müssen...
 
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlenKommentiert