Allgemeine Berichte | 15.04.2019, 09:46 Uhr

Mahlert: Lernprojekt an Heinrich-Heine-Realschule ist vorbildlich

Lernförderung von Chancenwerk

Wertschätzende Zusammenarbeit aller Beteiligten hilft beim Bildungserfolg

Enge und wertschätzende Zusammenarbeit aller Beteiligten hilft beim Bildungserfolg. Davon konnten sich der erste Kreisbeigeordnete und Bildungsdezernent Michael Mahlert und Murat Vural, geschäftsführender Vorsitzender von Chancenwerk e. V., überzeugen.Foto: privat
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Neuwied. Seit Beginn des aktuellen Schuljahres gibt es an der Heinrich-Heine-Realschule plus in Neuwied zweimal wöchentlich Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler durch den gemeinnützigen Verein Chancenwerk e. V.. Das Bildungsbüro beim Landkreis wurde auf das Angebot an zahlreichen Schulen in Deutschland aufmerksam und vermittelte den Kontakt zur Heinrich-Heine-Schule.

Dass das Modell hervorragend funktioniert, davon konnten sich der erste Kreisbeigeordnete und Bildungsdezernent Michael Mahlert und Murat Vural, geschäftsführender Vorsitzender von Chancenwerk e. V., der eigens aus Castrop-Rauxel angereist war, überzeugen.

Getauscht werden Zeit und Wissen

Chancenwerk e. V. ist eine gemeinnützige Organisation, die sich bundesweit für gleiche Bildungschancen an ihren Partnerschulen einsetzt. Der Verein unterstützt mit seiner Lernförderung Kinder und Jugendliche in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung. Das System ist so aufgebaut, dass es für alle Schüler zugänglich ist. Dies geschieht seit der Gründung des Vereins im Jahre 2004 mittlerweile an 93 Schulen in 38 Kommunen in zehn Bundesländern. An der Heinrich-Heine-Schule besteht die sogenannte Lernkaskade aus drei Studierenden, die 15 ältere Schüler (Klasse 9 und 10) betreuen, die ihrerseits 21 Jüngere der unteren Jahrgangsstufen von ihrem Wissen profitieren lassen.

Schulleiter Mike Klüber betonte, dass das Angebot sehr gut zum Schulkonzept und Schulklima passt. „Wir sind gegenseitig füreinander da und achten und unterstützen unsere Mitschüler“. Dass das Projekt so erfolgreich ist, liegt an der engen und konstruktiven Zusammenarbeit von Schule und Chancenwerk. Die Schüler nehmen das Angebot gerne an und profitieren sehr von der Lernförderung. Besonders die Eltern der neuen Fünftklässler sind von diesem Projekt begeistert.

Geben und Nehmen

Das Konzept ist als „Generationenvertrag“ konzipiert. Ältere Jugendliche geben ihr Wissen an jüngere Schüler weiter. Als Gegenleistung erhalten die älteren Schüler ihrerseits von Studierenden bei Bedarf kostenfreie intensive Lernförderung in einem Fach ihrer Wahl. Daneben erhalten die älteren Schüler ein Zertifikat über ihr soziales Engagement, was für eine spätere Ausbildung, Studium oder auch ehrenamtliche Tätigkeit sehr von Vorteil sein kann. Auf ihre neue Rolle werden die Schüler sowie die Studierenden, die für ihre Tätigkeit ein Entgelt erhalten, professionell vorbereitet und fortlaufend begleitet.

Die pädagogische Koordination obliegt Jana Egelkraut, die neben dem Standort Neuwied auch die Lernförderung an zwei Schulen in Koblenz und Plaidt betreut. „Wir können uns gut vorstellen, dass die Lernförderung von Chancenwerk auch an weiteren Schulen im Landkreis erfolgreich sein könnte“, bewertet Michael Mahlert den an der Heinrich-Heine-Schule etablierten Förderunterricht. „Aus unserer Erfahrung ist eine Kooperation beispielsweise benachbarter Grundschulen mit weiterführenden Schulen besonders effektiv“, ergänzt Chancenwerk-Vorsitzender Murat Vural.

Das Bildungsbüro wird das Projekt weiterhin positiv begleiten. Informationen zum Projekt geben Laura Schaaf, Tel (0 26 31) 8 03 / 1 95 und Andrea Oosterdyk, Tel. (0 26 31) 8 03 / 1 61.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

Enge und wertschätzende Zusammenarbeit aller Beteiligten hilft beim Bildungserfolg. Davon konnten sich der erste Kreisbeigeordnete und Bildungsdezernent Michael Mahlert und Murat Vural, geschäftsführender Vorsitzender von Chancenwerk e. V., überzeugen.Foto: privat

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