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Duo Tangoyim begeistert erneut in der Synagoge Niederzissen

Lieder von Wehmut und Lebensfreude

Lieder von Wehmut und Lebensfreude

Das Duo Tangoyim, Stefanie Hölzle und Daniel Marsch, begeisterte in der ehem. Synagoge Niederzissen. Foto: privat

05.09.2017 - 10:48

Niederzissen. Von „Yurop“ nach „Amerike“. So lautete die zweite musikalische Klezmerreise des Duos Tangoyim, alias Stefanie Hölzle und Daniel Marsch, in der ehemaligen Synagoge Niederzissen. Sie führte musikalisch, von beiden Künstlern gekonnt moderiert, durch Osteuropa, über den Balkan bis hin zur versunkenen Welt des jüdischen Shtetl und weiter ins Amerika der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Mit dieser musikalischen Zeitreise erlebten die begeisterten Zuhörer ein weiteres Highlight im musikalischen Angebot des örtlichen Kultur- und Heimatvereins.

Mit Geige, Bratsche, Klarinette, Akkordeon und Gesang interpretierten die beiden Künstler eindrucksvoll traditionelle Klezmermusik, jiddische Lieder und jiddische Tangos in einer wunderbaren Mischung mit Walzern, ungarischem Czardas und Liedern aus Osteuropa. So bot der Abend den Zuhörern tatsächlich mehr als den stets mitreißenden Klezmer mit Klarinette, Geige und Akkordeon. Mal traurig, mal heiter und oft mit einem Augenzwinkern erzählten die Lieder sowohl von vergangener Liebe, als auch vom chassidischen Rebben, der dem aufgeklärten Philosophen, Denker und Erfinder allein durch die Kraft seines Glaubens überlegen ist.


Mal traurig, mal heiter und oft mit einem Augenzwinkern


Neben Hochzeitstänzen, der Sehnsucht nach einem besseren Leben in der neuen Welt sowie schwebenden und wundertätigen Rabbinern erklang immer wieder der jiddische Tango. Zwischen den Liedern rundeten wehmütige Klezmermelodien und Tänze voll überschäumender Lebensfreude das Programm ab. Dazwischen ließ der häufige Wechsel von getragenen und atemberaubend schnellen Tänzen bei den Zuhörern keine Langeweile aufkommen.

Daniel Marsch sang mit seiner angenehm rauchigen Stimme von „Liebe, Heirat und der jiddisch/englischen Frage „What can you makh, s’iz Amerike“, aber auch von der „grine kuzine“ (Cousine), der Amerika kein Glück gebracht hat. Stefanie Hölzle verfeinerte mit Geige und Bratsche den rauhen Ton und umspielte kraftvoll den voluminösen Klang seiner Stimme und seines Akkordeons und überzeugte selbst mit ihrem hellen Gesang.

Die Besucher des Konzertes gingen im zweiten Teil begeistert mit, beteiligten sich mehrfach bei Refrains und entließen die beiden Musiker nach zwei Zugaben, unter anderem mit dem von Daniel Kahn zum 80. Geburtstag des Liedermachers Franz-Josef Degenhardt arrangierten Song „Die alten Lieder“, mit dem Versprechen, 2019 wieder in der ehemaligen Synagoge Niederzissen zu spielen.


Musikalische Reise von meditativ bis furios am 28. Oktober


Die nächste musikalische Veranstaltung steht am Samstag, 28. Oktober, 19 Uhr, mit dem Duo Lumimare, Michaela Neuwirth (Querflöte) und Mathias Schabow (Piano), auf dem Programm. Sie interpretieren auf außergewöhnliche Art und Weise Kompositionen des Pianisten. Die atmosphärisch dichten Songs tragen Titel wie „Herbststürme“, „Kastanienallee“, „Blick in die Weite“ oder „Seebrücke“ und laden den Zuhörer ein, die Augen zu schließen und sich sozusagen einen Kurztrip durch verschiedene (Seelen-)Landschaften zu gönnen. Schabows Musik ist traditionsverbunden und modern zugleich, die Stücke lyrisch, beeinflusst durch Bill Evans, Keith Jarrett und John Taylor. Melodische Linien schweben auf einem rhythmischen Hintergrund und lassen viel Raum zum Atmen. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Kartenreservierung beim Kultur- und Heimatverein Niederzissen e.V., Tel.: (0 26 36) 64 82 oder per E-Mail info@khv-niederzissen.de

Pressemitteilung

Kultur- und Heimatverein

Niederzissen

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zitat: „Jetzt geht´s um die Wurst“ ---- Die finanziellen Belastungen für die Deutschen werden größer und die Polittdarsteller verschweigen dies im aktuellen EU-Wahlkampf! So zeigt die mittelfristige Finanzplanung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), dass von den deutschen Steuereinnahmen aus 2018 - 2023 zusammen 226,9 Milliarden € für die EU abgezweigt werden. Wofür? Den Souverän in Deutschland zu entlasten, dass wäre eine der am dringendsten vorzunehmenden Aufgaben einer Regierung!
juergen mueller:
Nicht nur weniger Plastik in der Biotonne sondern weniger Insektizide gegen das Insektensterben, sprich Bienen/Hummeln.Heute ist Weltbienentag,schon gewusst?Ja,warum eigentlich,wenn Frau KLÖCKNER,Lobbyistin der Agrarwirtschaft,doch erst am 23.April 2019 per Notfallzulassung (?) ein weiteres Insektizid aus der Gruppe der NEONIKOTINOIDE zugelassen hat (neben 18 weiteren Insektiziden 2019 mit verheerenden Auswirkungen). Noch am 20.04.2018 im Bundestag vorgelogen:"Wirkstoffe aus der Gruppe der vorgen.Insektizide stellen für Bienen u.a.Bestäuber ein unvertretbares Risiko dar - was der Biene schadet,MUSS vom Markt".SAATGUT:"Darf nicht mehr mit Gift behandelt werden - JETZT darf man das Gift einfach auf die Pflanze spritzen".KLÖCKNER agiert in ihrem Amt mit einer Abgebrüht- u.Kaltschnäuzigkeit,die keinem ihrer Kolleginnen/Kollegen nachsteht. Es ist an der Zeit sich bewusst zu werden,dass WIR nur das zu Fressen haben,was die Politik uns vorsetzt u.ansonsten das Maul zu halten haben.
Uwe Klasen:
Zitat:“… eine gemeinsame Kampagne gegen Steingärten ins Leben rufen …“ --- Es stimmt schon, so mancher Kuhfladen auf einer Wiese beherbergt mehr Leben als ein Steingarten, genauso beinhaltet dieser Fladen aber auch mehr Hirnschmalz als so mancher Politdarsteller der, hyperventilierend, Umweltschädlich oder Klimaalarm von sich gibt! Die gleichen Leute, die lautstark Insektenschutz propagieren, ignorieren die vielen (Internationalen) Studien, die bereits falsifiziert und peer-reviewed sind, und worin die Windkraftanlagen als Hauptverantwortliche für den millionenfachen Tod von Vögeln, Fledermäusen und Insekten genannt werden! Insbesondere die flugfähigen Insekten sind betroffen, da viele zur Eiablage in den Höhen fliegen wo sich die Rotoren drehen und so nachhaltig mehrere Generationen ausgelöscht werden! Windkraftanlagen gehören in gänze Verboten!
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