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Erste Montessori-Schule im Landkreis Mayen-Koblenz ging in Mendig an den Start

Soziales Lernen und Persönlichkeitsentwicklung stehen im Vordergrund

13.08.2018 - 13:37

Mendig. Als Ramona Erwen (Erzieherin und Montessori-Pädagogin) die Elterninitiative „Montessori Zentrum Sonnenschein e.V.“ 2016 gründete, erfüllte sie sich und vielen Gleichgesinnten einen lange gehegten Traum. Das Ziel der Initiative, nämlich die Eröffnung der Montessori-Grundschule „Sonnenschein“ ging am 6. August mit insgesamt neun Schülerinnen und Schülern in Erfüllung. Allerdings war der Weg dahin durch den bürokratischen Dschungel mitunter recht steinig. Dennoch freuten sich die Kinder sowie ihre Eltern und vor allem auch Ramona Erwen, deren Töchter ebenfalls die Montessori-Schule besuchen und die neue Lehrerin Ulrike Gamst (Grundschullehrerin und Montessori-Pädagogin) auf den darauf folgenden Tag. Denn am Dienstag, dem 7. August wurden die Kinder eingeschult und durften vor dem Betreten ihrer neuen Schule das obligate Rote Band durchschneiden. Nachdem Pastor Ralf Birkenheier die Räumlichkeiten eingesegnet hatte, stellten die Kinder einander vor und durften ein Teil aus ihrer ansonsten „geheimnisvollen“ Schultüte herausnehmen und den Mitschülern zeigen. Währenddessen gab es für die wartenden Eltern Kaffee und Kuchen. Bei der anschließenden Einschulungsparty waren dann alle wieder zusammen.


Warum soll es eine Montessori-Schule sein?


Auf die Frage nach den Beweggründen für ihr vorbildliches Engagement sagte Ramona Erwen in einem Gespräch mit „BLICK aktuell“: „Bereits 2013 suchte ich nach Alternativen zur klassischen Grundschule und deren Lehrmethoden. Die Gründe, die uns alle antreiben, sind allerdings so vielfältig wie die Familien, die sich an der Gründung beteiligen. Eine Familie sucht nach einer Wertevermittlung, bei der die Achtsamkeit im Vordergrund steht. Eine andere wünscht sich einen Ort, an dem die Kinder im eigenen Lerntempo in altersgemischten Gruppen lernen können. Eine weitere wünscht sich, dass die Kinder in der Schule in ihrer Persönlichkeit ernst genommen werden. All diese Wünsche sehen wir in der Montessori-Pädagogik sehr gut umgesetzt. Die Freiarbeit in den altersgemischten Lerngruppen, die typisch für die Montessori-Pädagogik ist, bietet den Kindern die Möglichkeit für individuelles Lernen im eigenen Tempo. Das materialbezogene Lernen dieser Pädagogik bietet zudem ein wirkliches Begreifen des Lerngegenstandes. Beide Aspekte spiegeln auch die jüngsten Erkenntnisse aus der Hirnforschung in Bezug auf nachhaltiges Lernen wieder. Das Lernen kann nur vom Kind aus geschehen. Die speziellen Montessori-Materialien sind so beschaffen, dass sie dem Kind eine Polarisation der Aufmerksamkeit ermöglichen. Diese Polarisation der Aufmerksamkeit (auch als Flow bezeichnet) erreicht das Kind, wenn es weder überfordert, noch unterfordert wird, sondern sich im Spannungsfeld der leichten Herausforderung bewegt. Das Kind muss selbstwirksam nach individuellem Lernfortschritt und Interesse lernen. Auf diese Weise bleiben die Kinder neugierig und somit bleibt auch der Spaß am natürlichen Lernen erhalten. Wir leben Inklusion, schwache und starke Kinder können ganz natürlich in der Gruppe lernen ohne eine Sonderstellung zu haben. Nicht zuletzt wird das Kind in der für die Montessori-Pädagogik typischen kosmischen Erziehung aktiv mit der Umwelt in Kontakt gebracht und es wird aufgezeigt, dass alles mit allem in Verbindung steht und selbst das kleinste Ding seine Daseinsberechtigung hat. Die Kinder lernen, achtsam miteinander und mit ihrem Lebensraum umzugehen. Des Weiteren bietet diese Pädagogik eine umfassende Werteerziehung, die Toleranz, Sozialität, Verantwortung, Achtsamkeit, Wertschätzung, Freiheit und Frieden beinhaltet.“


Es war ein schwieriger Weg bis zur Eröffnung der Schule


Es waren allerdings noch viele, mitunter nervenaufreibende Schritte notwendig, bis das Projekt „Montessori-Schule „Sonnenschein“ in Mendig an den Start gehen konnte. „Die Zusage des Bildungsministeriums, dass wir die Schule überhaupt eröffnen durften, erreichte mich per Post erst am Freitag, dem 3. August“, so Ramona Erwen, die einen prall gefüllten Aktenordner aus dem Regal holte, in dem die bis dahin zähflüssigen Verhandlungen, bzw. die entsprechende Korrespondenz mit der Schulbehörde (ADD) sowie der Struktur- und Genehmigungsdirektion dokumentiert waren. So wurde die Schulerlaubnis von der Struktur- und Genehmigungsdirektion zunächst befristet und dann auf die Bitte von Frau Erwen um eine klare Aussage, auf acht Jahre befristet. Der Grund: Die Räumlichkeiten in der oberen Etage sind anstatt 3,00 Meter nur 2,85 Meter hoch!

Dagegen zeigte Ramona Erwen sich ganz besonders beeindruckt von der „tollen Unterstützung durch VG-Bürgermeister Jörg Lempertz. „Er hat mir in vorbildlicher Weise immer wieder den Rücken gestärkt und auch Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel war uns behilflich, indem er uns während der Umbauphase unentgeltlich einen großen Container für unseren Müll vor die Tür stellte.“ FRE

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Kommentare
René Bringezu:
Herr Kowallek, Die Hauptsatzung soll wie folgt geändert werden: § 1 Oberbürgermeister, Beigeordnete (1) Die Stadt Neuwied hat neben den hauptamtlichen Oberbürgermeister zwei hauptamtliche Beigeordnete. (2) Der erste hauptamtliche Beigeordnete führt die Amtsbezeichnung "Bürgermeister" Vorher waren es "nur" der Bürgermeister und die beiden ehrenamtlichen Beigordneten. Bitte informieren Sie sich bevor Sie ihre "Meinung" streuen.
Siegfried Kowallek:
Die Neuwieder sprachen sich beim Bürgerentscheid nicht gegen einen dritten hauptamtlichen Beigeordneten aus, sondern gegen einen zweiten. Somit kandidierte dann ein SPD-Mann, Michael Mang, erfolgreich gegen den Vorschlag der CDU für den demzufolge einen (in Wirklichkeit immer noch!) unstrittigen hauptamtlichen Beigeordnetenposten. Als Mang nach Jan Einigs Wahl zum Oberbürgermeister absprachegemäß Bürgermeister wurde, kam es zur Verlegenheitslösung der zwei ehrenamtlichen Beigeordneten bis zur Kommunalwahl, was mit einer Wirkung des Bürgerentscheids überhaupt nichts zu tun hatte, sondern mit dem schwierigen GroKo-Binnenverhältnis und vielleicht auch mit der strategisch-taktischen Inkompetenz der Neuwieder SPD; denn hätte man nach Einigs Wahl zum OB einen anderen sozialdemokratischen Bürgermeisterkandidaten durchgebracht, wäre Mang hauptamtlicher Beigeordneter geblieben und die SPD hätte im Stadtvorstand eine Mehrheit. Da ein Oberbürgermeister und ein Bürgermeister nicht gleichzeitig Beigeordnete sind, können die drei Fraktionsvertreter Martin Hahn (CDU), Regine Wilke (Bündnis 90/Grüne) und Arno Jacobi (FWG) somit in ihrem Papaya-Koalitionsvertrag überhaupt keinen „weiteren“ hauptamtlichen Beigeordneten für die Stadt ausgehandelt haben. 0 + 0 + 1 ist immer noch 1 (ein Beigeordneter) und nicht 3, es sei denn, die Alternative für Deutschland mutiert jetzt zur Alternative für neue Rechenkünste. Siegfried Kowallek, Neuwied
Uwe Klasen:
Wer, wie ATTAC, sich als Nebenregierung aufführt, ohne eine demokratische Legitimation zu besitzen, dem wurde zu Recht die Gemeinnützigkeit aberkannt!
Uwe Klasen:
Besonders Perfide und Unsozial ist doch, dass von den Bruttoerhöhungen bei vielen Rentnern nicht viel ankommt, denn mit jeder Rentenerhöhung nimmt der Staat mehr Steuern ein und noch mehr Rentner werden in den kommenden Jahren durch Rentenerhöhungen in die Steuerpflicht hineinrutschen!
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