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Rot-Weiße Husaren eröffneten den Reigen der Andernacher Prunksitzungen

Auf der Karte des Husaren-Diner stand ausgelassene Stimmung

27.01.2020 - 11:05

Andernach. Ein isländisches Sprichwort sagt: „Nimm Dir Zeit, um froh zu sein; es ist die Musik der Seele.“ Die Besucher der beiden Prunksitzungen der Rot-Weißen Husaren nahmen sich zum Frohsein am Wochenende jeweils über fünf Stunden Zeit und ihre Seelen dürften ein kleines Orchester erlebt haben. Mit viel Witz, Musik und zahlreichen Augenweiden, verstand es das jüngste der Andernacher Traditionskorps, zum Auftakt der diesjährigen Sitzungsfolge auf den Wogen der Heiterkeit zu surfen.


Die Zahl der Vortragenden konnte erhöht werden


Vor der bezaubernden neuen Kulisse des „Husaren-Diner“, der gelungenen Bühnenbau-Nachbildung eines American Diner, gab Kommandeur Michael Klemmer sein Debüt bei der Begrüßung des gut aufgelegten Sitzungspublikums. Der kräftige Sound des rot-weißen Musikzuges unter der Stabführung von Marcel Nollen leitete über zur Ehrung des über Jahrzehnte im Verein engagierten Sitzungspräsidenten Michael Steil. Er erhielt den „Großen Verdienstorden“. Entzückend, wie sieben Kinder des Kinderballetts als „Biene Maja“ auf der Bühne schwirrten und summten. Das jüngste emsige Stacheltier zählt gerade mal knappe drei Lebensjahre.

Er würde eine Frau nur noch ambulant aufnehmen, nicht mehr stationär, gestand Bastian Thiel, der seine Gattin nur in den Himmel hebt, wenn sie oben bleibt. Basti war zum dritten Mal eine „Leihgabe“ aus dem thüringischen Tiefenort, einem Ortsteil von Bad Salzungen. Mit der dortigen KG pflegen die Husaren bereits seit neun Jahren einen freundschaftlichen Kontakt. Mit ihren Markenzeichen Geschicklichkeit, Konzentration und Durchhaltevermögen präsentierten sich wieder die Majorettes. Die Batons wirbelnde Gruppe ist ein bekanntes Aushängeschild der Rot-Weißen.

Wer aus alten Husaren-Zeiten noch „Jupp und Jüppsche“ kannte, erinnerte sich an Harald Hünerfeld, alias „Jupp Neumann“, der für ein Revival, quer durch die Kalauerkiste, gewonnen werden konnte. Das überzeugende Ergebnis ihres fleißigen Trainings präsentierten im Gardeblock das Kinder-Solomariechen Kim Riedel, das Tanzpaar Julian Frank und Stefanie Lang sowie Solomariechen Katharina Versch. Mit ihren Tänzen brachten sie die begeisterte Halle auf die richtige Betriebstemperatur. In der Rolle von „Prinzessin Nougat“ gab Regimentstochter Kimberly Brunsmeier ihr äußerst gelungenes Bühnendebüt als Vortragende. Mag sein, dass sich ihre Klassenkameraden, wie sie erzählte, früher die Zeugnisse der fröhlichen Rheinländerin ausliehen, um ihre Eltern zu erschrecken - das Auditorium war sich jedenfalls einig: Dieser Vortrag verdient eine Rakete! Zur Musik aus dem „Fluch der Karibik“ brachte das Gardeballett einen schmissigen Tanz auf die Bretter. Triumphal der Einzug des Prinzenpaares und seines Gefolges. „Man legt sich die Worte zurecht, doch man muss dann nehmen, was kommt“, stellte Prinz Albert I., „Der Küchenbulle mit Tatütata“, zugegebenermaßen leicht aufgeregt fest, und stimmte dann mit Prinzessin Katja I. „Der Blue Star mit klingender Lyra“ und seinem Hofstaat sein Prinzenlied „Wenn en Annenach die Jecke danze“ an. Die Untertanen jubelten.


Husaren-Diner? Da kann man hingehen!


Nach der Pause bereiteten „Putzfrauen“ die Bühne vor für die „Schlawiner“. Die acht Hobbymusiker versprachen mit sattem Sound „We Will Rock You“. Dass sie diese Zusage eingelöst hatten, bewiesen am Ende des mitreißenden Auftritts die stehenden und „Zugabe“ rufenden Närrinnen und Narren, die zudem bei „Stääne“ der Kölner Mundartgruppe Klüngelköpp (Melodie des Prinzenliedes) mit ihren leuchtenden Handys eine besondere Atmosphäre schufen. Passend zum Bühnenbild überzeugte das 14-köpfige Diner-Personal von der Gastfreundlichkeit und dem Service des Husaren-Diners. Mit ihrem erfrischenden Tanz, einem entsprechenden Outfit und Musik der 1950/60er-Jahre gewann das gemischte Mittelballett die Sympathie der Zuschauer. Ebenfalls aus dem thüringischen Tiefenort erschien Steven Gebhard auf der Husaren-Bühne. Im Reim beschrieb er in die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Busengrößen: „Ist das Häkchen endlich auf, nimmt das Schicksal seinen Lauf!“. Über seine amüsanten Feststellungen konnte auch der weibliche Teil des Publikums lachen. Besen, Mülltonnen, orangefarbene Arbeitshosen - das Männerballett stellte, zur überschäumenden Freude der Gäste, seine tänzerische Begabung als „Stadtreinigung“ unter Beweis. Im Jahr 2017 hatte sie ihren Abschied von der Bühne genommen, auf die Bitte des Sitzungspräsidenten feierte sie jetzt ihr Comeback als Vortragende: Uschi Elers. Singend „Wir sind alle kleine Sünderlein“ zog das Annenache Original in den Saal ein und zeigte dann mit humorigen Reise-Erzählungen erneut ihre Qualitäten als Bütten-Ass. Zugabe-Rufe und ohrenbetäubender Jubel für die größte Gruppierung im Husaren-Korps: Der 1956 gegründete Musikzug nahm sein dankbares Publikum mit auf eine temperamentgeladene musikalische Reise über den amerikanischen Kontinent. Zweifelsohne das Highlight der Prunksitzung: das Showballett. Die 20 Tänzerinnen bezauberten in, im Detail aufwendigen, Drachen-Kostümen mit einfangender Choreografie und ihrem, in den Märchen-Bann ziehenden Tanz, dem ein überdimensionaler Drachenkopf vorausgeschickt wurde. Hut ab auch vor der Gesamtleistung des rot-weißen Sitzungsensembles, das an den Abenden musikalisch begleitet wurde von Keyboarder Claus Huckriede.

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Kommentare
juergen mueller:
Ja - das Ordnungsamt ist viel mehr als nur "Knöllchen". Dafür braucht es auf dem Foto keiner mediengeiler politischer Vertreter, die keinen Anlaß auslassen, mit ihrer gestellten Anwesenheit darauf hinzuweisen, dass ohne sie nichts geht - ein Trugschluß, den noch nicht jeder begriffen hat. Man sonnt sich halt bei jeder Gelegenheit in Situationen, die anscheinend ohne künstlich politisch inszenierte Sonneneinstrahlung offensichtlich verblassen würden. Und die Farbe offenbart es dann doch - man bleibt halt "blass".
juergen mueller:
Wenn einem die Felle davon schwimmen, dann greift man halt nach etwas, was man mit seiner (un)sozialen Einstellung Jahrzehnte ganz einfach wissentlich ignoriert hat. Seit wann interessiert die SPD-Fraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Lipinski-Naumann MENSCHEN mit niedrigen/mittleren Einkommen? Bisher konnten mit deren unverhohlenen Zustimmung Investoren ohne Rücksicht auf eine "soziale Quote" bauen auf Teufel komm raus. Diese plötzliche vermeintlich soziale Kehrtwende stinkt nur noch. Das einzig sinnvolle Instrument war bisher nur das, dessen Töne in den eigenen Kram passten. Diese Schleimer- u.Anbieterei um Wählerstimmen ist nur noch erbärmlich.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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