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Das Projekt EnAHRgie erarbeitet ein nachhaltiges Energiekonzept

Der Kreis Ahrweiler ist Modellregion und Entwicklungsland zugleich

Die Status-quo-Analyse zeigt einen bescheidenen Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung des Ahrkreises

Die „Energiewende“ ist ein langfristig angelegtes politisches und gesellschaftliches Thema, das Politik, Wirtschaft und Wissenschaft beschäftigt. Der Kreis Ahrweiler hat durch das Projekt EnAHRgie, das von der European Academy (EA) in Bad Neuenahr wissenschaftlich begleitet wird, eine fundierte Arbeitsgrundlage, die es erlaubt, die Energiewende vor Ort systematisch und fundiert zu betrachten. So zeigt die Status-Quo-Analyse für den Ahrkreis ein realistisches Bild von der derzeitigen Energiestruktur des Kreises und beleuchtet die noch ungenutzten technischen Möglichkeiten der Energiewende an Rhein, Ahr und Eifel.

13.02.2017 - 08:00

Kreis Ahrweiler. Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe von Fukushima fasste der Kreistag in Ahrweiler 2011 den Beschluss, dass es Ziel der Kommunalpolitik im Kreis ist, dass bis zum Jahr 2030 die Stromversorgung im Kreisgebiet bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen soll. Zudem wurde damals gefordert, dass langfristig die im Kreis benötigte Energie vollständig aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden soll. Dies war eine mutige und ungewöhnliche Entscheidung des Kreistages, denn ein solches Ziel auf dieser Entscheidungsebene zu formulieren, setzt voraus, dass man regionale Steuerungsmöglichkeiten sieht, den tief greifenden Wandel der Energiebasis der Wirtschaft im Kreis selbst aktiv zu gestalten. „Am Ende dieses Projektes soll ein nachhaltiges mit den Regionalakteuren abgestimmtes Energiekonzept stehen“, betont Dr. André Schaffrin, der dies Modellprojekt in der EA verantwortlich betreut. Das Projekt ist verknüpft mit einer Reihe von Einzelmaßnahmen der Kommunen, der Energieversorger, von Unternehmen und von zivilgesellschaftlichen Vereinen, die sich vor Ort mit der Thematik befassen. Bis 2030 sind es nur noch 13 Jahre und die Veränderungen, die es in kommenden Jahren im Ahrkreis notwendig wären, um das anvisierte Ziel zu erreichen, wären mehr als einschneidend. Dies wird deutlich, wenn man die Ausgangssituation betrachtet, die im Status-quo Bericht des Projektes beschrieben wird, der seit den vergangenen Jahr vorliegt. . Dort zeigt sich bei der Betrachtung Energiestrukturdaten des Jahres 2013, wie groß der Weg ist, den der Ahrkreis beim Aufbau einer nachhaltigen regenerativen Energiestruktur noch vor sich hat. Mit der Vorgabe Als Resumee der Bestandsaufnahme ist in der Studie der EA zu lesen „Insgesamt ist der Landkreis durch einen hohen Anteil an fossilen Energieträgern bei Strom, Wärme der und Verkehr gekennzeichnet.“ Es zeige sich somit ein großer Handlungsbedarf, um regionale Potenziale zu nutzen. Der Ahrkreis sieht sich selbst als eine Modellregion, der bei der Energiewende besondere Akzente setzen möchte. Er ist aber auch in diesem Punkt faktisch ein „Entwicklungsland“. Denn der Status quo Bericht macht deutlich, dass 2013 der Anteil der Erneuerbaren Energien“ im Landkreis sowohl beim Stromverbrauch als auch im Wärme- und Verkehrsbereich deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Bei den drei großen Energiesektoren Verkehr, Wärme und Stromerzeugung spielen Erneuerbare Energien hier zurzeit noch eine untergeordnete Rolle. Sehr deutlich wird dies bei der Betrachtung der Energie, die im Kreis Ahrweiler für den Verkehr aufgewandt wird. Im Jahr 2013 wurde in diesem Sektor mit rund 1.370.000 MWh Energie verbraucht.


Elektromobilität ist heute noch ein reines Zukunftsthema


Der Anteil der PKW mit Elektromotor liegt bei mageren 0,01 Prozent. Im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil jedoch auch bei nur 0,03 Prozent. Dass der Ahrkeis in diesem Sektor keine wirksame eigenständige Politik in formulieren kann ist einleuchtend. Die Veränderung hin zu mehr E-Mobilität wir durch nationale Rahmenbedingungen und den Entwicklungen auf den Weltmärkten bestimmt. Vor Ort können allenfalls die Rahmenbedingungen für den notwendigen und erwarteten Wandel der energetischen Basis des Verkehrssystems optimiert werden. Fallls die E-Mobilität jedoch ihren Siegeszug antreten sollte, hätte dies gravierende Auswirkungen auf die Stromversorgung, und würde eine Ausweitung der Stromerzeugung aus lokalen Erneuerbaren Energien erfordern. Bei dem größten Energieverbrauchsektor, der Wärmeerzeugung, der rund 1.462.700 MWh an Energie ist der Anteil der Erneuerbaren nicht ganz so ernüchternd wie beim Verkehr.


Die Wärmeerzeugung ist der größte Energiesektor


Mit rund zwei Prozent Anteil lokaler erneuerbarer Wärmeerzeuger an der Wärmeversorgung fällt auch dieser Bereich eher bescheiden aus. In diesem Bereich dominiert mit einem Anteil von 70 Prozent das Erdgas, gefolgt von 28 Prozent, die auf das Erdöl bei der Wärmeerzeugung entfallen. Im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien bei der Wärmeerzeugung heute jedoch schon über 12 Prozent. An dieser Zahl wird deutlich, dass der Kreis gerade in diesem Sektor einen Nachholbedarf hat. Dies gilt auch für die Stromerzeugung, die im Bundesdurschnitt 2013 schon zu rund 25 Prozent aus regenerativen Quellen gespeist wurde. Dieser Anteil am bundesdeutschen Strommix liegt heute schon über 30 Prozent. Hier im Kreis Ahrweiler liegt der Anteil im Kreis erzeugter Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bei rund 8 Prozent. Gerade in einem Energiesektor, in dem die regenerativen Energien bundesweit die größten Fortschritte machen konnten, entwickelten sie sich im Ahrkreis nicht so dynamisch, obwohl man in einer ländlich geprägten Region mehr Möglichkeiten für Erneuerbare Energein vernuten kann.


Nur 2,2 Prozent der Gesamtenergie stammen aus lokalen Erneuerbaren Energien


Betrachtet man den gesamten Energieverbrauch im Ahrkreis auf Basis der Datenlage von 2013 so ergibt sich ein Gesamtverbrauch von 3.400.000 MWh. Von dieser Gesamtmenge kommen zurzeit nur rund 2,2 Prozent aus lokalen erneuerbaren Energiequellen. An diesen Zahlen wird deutlich, wie groß die Herausforderungen sind, die mit einer Energiewende, die den Namen verdient, verbunden sind. In der nächsten Folge zur Energiewende im Ahrkreis werden wir uns mit den Potenzialen der Erneuerbaren Energien vor Ort beschäftigen.


Ihre Meinung ist gefragt


Glauben Sie, dass die Energiewende im Kreis Ahrweiler gelingt? Mit welchen Maßnahmen kann ihrer Meinung nach der Anteil der erneuerbaren Energien hier vor Ort im Bereich Strom, Verkehr und Wärmeerzeugung sinnvoll gesteigert werden?

Beteiligen Sie sich an der Diskussion auf Facebook, auf unserem Webportal oder schreiben Sie uns ihren Kommentar per E-Mail an: nachrichten@kruppverlag.de

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16.02.2017 15:48 Uhr
Uwe Klasen

Einige Fakten zur sogenannten "Energiewende", alle Kostenbegriffe, soweit nicht anders gekennzeichnet, aus 2016:
Kosten für nicht produzierten ("erneuerbaren") Strom ca. 1 Milliarde € ----- Abgabe auf sogenannte "erneuerbare Energien" (2017) 6,88 €ct / kwh ----- ca. 6000 Netzeingriffe (Redispatch), Aufgrund der volatilen Stromeinspeisung der sogenannten "Erneuerbaren", verursachten Zusatzkosten von ca. 500 Millionen € ----- Der Rückgang der Biodiversität durch Windkraftanlagen und das Anlegen riesiger Monokulturen zugunsten der Produktion von Mais für Biogasanlagen ... Energiewendewahnsinn contra Umweltschutz und dem Vermögen der Bürger ...



15.02.2017 23:17 Uhr
Winfried Esser

Die Energiewende ist zwar politisch fehlgestartet aus bereits genannten Gründen) und noch immer nicht richtig im Lot, weil die richtige Justierung der Stellschrauben nicht erreicht werden konnte: Durch finanzielle Förderung mittels Gesetzgebung waren teilweise falsche Anreize gesetzt worden, welche später dann zu Verwerfungen bei der gerechten Kosten-/Gewinnverteilung zwischen Investoren und Verbrauchern führte. So wurde wieder und wieder an Schrauben gedreht, welche Investoren verärgerten, verunsicherten so dass z.B. bei vielen Photovoltaik-Anlagen die erwarteten Gewinne nicht mehr stimmten.
Seit kurzem ist im Kreis Ahrweiler (Verbandsgemeinde Brohltal) ein Unternehmen als Fach-Betrieb für die Beratung und Versorgung mit einem umfangreichen Energie-und Umweltoptimierungssystem lizenziert worden, welche individuelle Lösungen bereithält, mit geringem Investitionsaufwand nachhaltig für höhere Produktions-Ergebnisse bei Stromerzeugern und für höhere Einsparungen auf der elektrischen Leitung zu sorgen: http://www.qcs-global.com Damit wurde ein Beispiel dafür gesetzt, dass Innovationen im Bereich Umwelt und Gesundheit nicht „von oben“ kommen müssen, sondern vorrangig auf privaten gut beratenen unternehmerischen Entscheidungen beruhen, welche allerding immer Chefsache im Unternehmen sind und nicht auf der Ebene von angestellten Energiebeauftragten zu bewerkstelligen sind, welche nicht am Nutzen der Investition beteiligt sind.
Auf diese Weise ist die Energiewende im Kreis Ahrweiler um einen gewaltigen Quantensprung angehoben worden, welcher gleichzeitig auch den hier lebenden und arbeitenden Menschen zur Gesundheit gereicht. Die Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Brohltal hat sich diesbezüglich erstaunlich unkonventionell erwiesen.



13.02.2017 14:03 Uhr
Uwe Klasen

Die sogenannte "Energiewende" ist einfach nicht möglich.
Die Politik und (beeinflusst durch) Umweltverbände /-aktivisten werden nicht müde zu verkünden, dass eine mit genügend grossen Subventionen finanzierte 'Energieforschung' sicher die notwendigen neuen Technologien finden wird. Die Energieerzeugung ist aber vollkommen durch die schon lange bekannten Naturgesetze bestimmt. Und diese kann man weder durch viel Forschung noch mit politischen Abstimmungen ändern.
Ein paar lesenswerte Links dazu:
https://tinyurl.com/j8g94q5
https://tinyurl.com/zezm2mn
https://tinyurl.com/z4auxl4



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Hilfen für Obdachlose

jueren mueller:
Und doch wäre es ein Akt der Humanität, christlich und sozial gedacht, wenn man der Aktion "Gabenzäune" eine Chance geben würde, zumal diese nur für eine begrenzte Zeit vonstatten ginge.Die von der Stadt als "zusätzlich" deklarierten Hilfen von Mampf u.Schachtel finden übrigens ganzjährlich als Normalität statt. Mir drängt sich der Verdacht auf,als wolle die Stadt nur von ihrem engstirnigen von endlosen Vorschriften behafteten Denken ablenken,da sie sich - es ist ja wieder Frühling - herausputzt ... da passen nun einmal "blaue Tüten" an öffentlichen Einrichtungen nicht in`s Bild - schon garnicht mit Menschen,die eh am Rande unserer Gesellschaft leben. Hinzukommt,dass man ja gerade in der jetzigen Krisenzeit allzu sehr mit sich selbst beschäftigt ist (wie aber ansonsten auch).
jueren mueller:
Da zeigt sich wieder dieser immerwährende sture Bürokratismus, der die Stadt fest im Griff hat. SONDERNUTZUNG!!! Was hier an einer NOTWENDIGKEIT in Krisenzeiten von Nöten ist bestimmt nicht der Bürokratismus,schon garnicht die Politik, sondern Menschlichkeit u.Hilfsbereitschaft. Großkotzige Reden führen,selbst satt sein u.im warmen hocken hat anderen noch nie geholfen. In diesen sogen.Tüten sind NICHT nur Lebensmittel,sondern auch (warme) Kleidung. Was hier die STADT mal wieder umtreibt ist ihr krankhafter Ordnungsfimmel,das Festhalten an Vorschriften.Schadet es z.b. dem Ansehen der STADT,wenn für eine begrenzte Zeit/Aktion auch an öffentlichen Zäunen "Hilfsartikel" hängen?Eine humanitäre Aktion u.Hilfe für diejenigen,die auf der Straße damit leben müssen,dass für sie nur noch eingeschränkt (oder garnicht) öffentliche Toiletten,Aufwärmmöglichkeiten u.Verpflegungsmöglichkeiten vorhanden sind. Das steht im Widerspruch zu den Phrasen von CDU/SPD christlich u.sozial zu handeln. Schämt EUCH
jueren mueller:
"WIR" - das Unwort des Jahres 2020 (nicht nur) der SPD. Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat,dafür bedarf es keines gesonderten Hinweis der SPD.Es soll unter der Bevölkerung tatsächlich Menschen geben,die selbstständiges,realistisches Denken beherrschen. AUSSETZUNG der Gebühren für Außenbestuhlung/bei Wiedereröffnung Ermäßigung - AUSSETZUNG der Gebühren für Wochenmarktstände.Widersinniger können solche Gedankengänge nicht sein.In einer solchen existenzbedrohenden Situation Gebühren für etwas zu erheben,was überhaupt NICHT stattfindet rechtfertigt bereits den Fingerzeig,sich an den Kopf zu fühlen.Von Unterstützung kann hier wohl keine Rede sein.Nicht mögliche,sondern KONKRETE Maßnahmen sind gefragt.Die politische Arbeit des Rates ist eingeschränkt.Bedeutet dies auch für z.B.einen Fraktionsvorsitz,der monatlich 600 EURO erhält AUSSETZUNG oder ERMÄSSIGUNG?Ich glaube kaum,da man die fortlaufende Zuwendung ja damit begründet,dass die Arbeit ja weiter gehe.
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